Apsalars Tagebuch – Ein Leben in Wurm Online: Tag 2

Ich erwachte in der Nacht, mit trockenem Rachen und knurrendem Magen. Ich hatte keine Ahnung, wo ich mich befand. Ringsum nichts als Bäume, keine Menschenseele in Sicht. Ich durchwühlte meinen Rucksack nach Essbarem und fand eine Knoblauchzehe sowie eine Hand voll Erdbeeren. Gierig verschlang ich beides, aber der Hunger blieb. Ich hatte keine Wahl, ich musste einmal mehr auf mein Glück hoffen und einfach los laufen, um hoffentlich bald auf eine Siedlung oder ein Gewässer zu stoßen. Auf dem Weg pflückte ich Kräuter und Beeren, aber die Ausbeute war mickrig. So würde ich auf Dauer nicht überleben. Aber der Hunger ließ sich besser aushalten als der Durst. Ich beschloss, mich sofort nachdem mein Durst gestillt sein würde, an die Herstellung einiger Flaschen zu machen. Zu meinem Erstaunen kam ich bald in einen Teil der Welt, der mir von meinen Reisen am 1. Tag bekannt vor kam. Und in der Entfernung sah ich das große Gewässer vom 1. Tag, idyllisch im Sonnenaufgang, auf den Wellen schaukelten ein paar Schiffe, an einem Steg lag ein Boot vor Anker. Ich hätte den Boden küssen können. Als ich kurz darauf am Ufer auch noch ein Tonvorkommen fand, war ich voller Zuversicht. Ich würde mich hier einleben, ich war auf einem guten Weg. Sehr bald würde ich mir einen Platz in der Welt suchen und mich dort niederlassen.

Aber noch war es nicht soweit. Ich sammelte den Ton ein und bearbeitete ihn zu Flaschen, Krügen und Schüsseln. Aber die waren noch feucht und nicht geeignet, Nahrung oder Wasser zu konservieren. Gut dass ich am ersten Tag soviel Holz gehackt hatte. Ich hatte die Last bisher zwar mehrfach verflucht, aber jetzt kam mir meine Weitsicht zugute. Ich ordnete ein paar Kienspäne so an, wie ich es im Tutorial gelernt hatte und in kurzer Zeit hatte ich ein knisterndes Lagerfeuer entfacht. Vorsichtig legte ich die Tongefäße ins Feuer und brannte so den Ton. Als das erste Feuer herunter brannte, entfachte ich ein zweites und brannte weiter. So lange, bis alles gebrannt war und ich sehr erschöpft, aber stolz auf mein Tagwerk war. Für heute würde ich Schluss machen. Morgen war auch noch ein Tag. Erschöpft sank ich in den Schlaf. Ich träumte, ich hätte eine Angel und würde viele Fische fangen…

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