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Tuki – Neuer Webcomic von Jeff Smith (BONE,RASL)

TUKI - Webcomic by Jeff Smith Cover
Bei Boingboing grad auf einen neuen Webcomic von Cartoonist Jeff Smith gestoßen. Jeff Smith hat mit BONE und RASL bereits zwei sehr gute und sehr verschiedene Comics veröffentlicht. In Tuki geht es um einen prähistorischen Menschen, der Afrika verlässt. Aktuell sind erst ein paar Seiten erschienen. Ihr habt also noch nichts verpasst. Bin ich eigentlich der einzige, der den Titel als “TÜKI” liest?

“Hamas – Terror and Tyranny in Gaza” – Israelische Armee veröffentlicht Hamas-Comic

Comic: Hamas - Terror and tyranny in Gaza
Die israelische Armee hat einen Hamas-Comic (PDF) veröffentlicht. Das sorgt für Kontroversen. Ich finde interessant, dass sie das Medium Comic nutzen, offenbar ohne es verstanden zu haben. Sie nutzen keinerlei Kniffe, keine allgemein bekannten Storytelling-Tricks. “Show, don’t tell!” So vermittelt man keine Fakten in einem Comic.
(via)

Kriegen wir bald eine “Preacher”-Serie von AMC?

Preacher #1 Cover Vertigo
Es sieht so aus. Angeblich hat AMC (The Walking Dead, Mad Men) einen Piloten geordert.

Sorgen macht mir allerdings, dass Seth Rogen als Regisseur gehandelt wird. Bin mir nicht sicher, ob das die Art Humor ist, die Preacher braucht. Andererseits war Preacher schon mehrmals im Gespräch für eine Serie oder einen Film. Als Regisseure wurden bereits gehandelt: D. J. Caruso, Kevin Smith, Mark Steven Johnson, Sam Mendez und Darren Aronofsky. Insofern muss ich vielleicht froh sein, wenn der Vertigo-Comic überhaupt irgendwann verfilmt wird. Oder ich ärgere mich im nachhinein sehr. Ich muss mich wohl noch etwas gedulden.

Ungnade? Nee nee. Nicht Colleen Doran und nicht “Gone to Amerikay”!

Was ein bisschen klingt wie ein Roman von Stieg Larsson ist in Wirklichkeit der neueste Einfall des hochgeschätzten, unvergleichlichen Monsieur Quitzis. Der macht ja immer so Aktionen. Es geht um in Ungnade gefallene Comics, Comicautoren, -zeichner und so weiter. Sachen, die man früher toll fand und jetzt eher nicht mehr. Klar umrissen ist das nicht, aber das hat ja auch seinen Reiz.

Ich hab des Quitzis Frage naturement auch sofort beantwortet, mir fielen Voodoo, Catwoman und Fables ein, aber damit bin ich ehrlich gesagt nicht zufrieden. Voodoo hab ich genannt, weil das ja ursprünglich eine Serie von niemand geringerem als Alan Moore war, erschienen beim mittlerweile zu DC gehörenden WildStorm-Verlag. Und beim Reboot (DC New 52) ist mir Voodoo äußerst negativ aufgefallen. Dasselbe gilt für Catwoman – ich mag den Charakter, ich fand die neueste Version zutiefst furchtbar. Etwas anders ist das bei Fables – die Serie hat mir anfangs gut gefallen und hält insgesamt auch ihr Niveau, aber ich langweile mich zunehmend. Fables ist wirklich über viele Jahre langsam, aber stetig in Ungunsten gefallen.

Gut, dass ich hier im Blog noch Platz für ein paar weitere Beispiele habe:

In Ungnade sind gefallen:

Mark Millar: Die ersten Sachen, die ich von ihm las, fand ich sehr unterhaltsam. Aber sein Over-the-top-Ansatz hat sich sehr schnell abgenutzt und langweilt mittlerweile sogar.

Jae Lee: Zuerst fand ich den Zeichenstil sehr beeindruckend und hübsch, aber ich habe mich schnell daran satt gesehen und empfinde es heute als ein Negativkriterium, wenn ein Heft oder Cover von Jae Lee gezeichnet wird.

Vertigo: Ach Vertigo. Aber die haben momentan wieder eine gute Phase. Das muss man ihnen lassen.

Peter Milligan: Soviel Potential, soviel Energie und Ideen, aber so wenige gut erzählte Geschichten.

Plötzlich hat mir der Quitzi im Groben Unfug “Gone to Amerikay” in die Hand gedrückt und damit war der Pakt besiegelt. Ich glaube, weil ich mich vorher für “A Distant Soil” von Colleen Doran interessiert habe.

Gone to Amerikay Vertigo Comic Cover Die Fakten: Geschrieben von Derek McCulloch, gezeichnet von Colleen Doran, koloriert von Jose Villarrubia (u.a. Sweet Tooth!), mit Lettering von Jared K. Fletcher (u.a. DMZ, Hellblazer). Große Namen. Erschienen im Vertigo-Verlag. Viel Text, viel Handlung, drei Generationen irischer Einwanderer in New York.

Kann auf den ersten Blick altmodisch wirken, hat es aber einfach nicht nötig, dick aufzutragen. Gone to Amerikay ist eine tolle Geschichte, mit der man sich jetzt, wo es abends so kühl ist, für ein Stündchen oder zwei in den Lesesessel verziehen kann. Einfach gut erzählt und gezeichnet und lesenswert für alle jene, für die es keine Superhelden und Action nonstop braucht. Wann liest man denn sonst mal einen Comic über die Immigration nach Amerika im Verlauf von drei Generationen, verwoben mit zwei Liebesgeschichten? Eben.

Monotronic – Ein Tocotronic-Comic im Micky Maus Magazin

Donald Duck Pure Vernunft darf niemals siegen
Es gibt tatsächlich einen Comicstrip im Micky Maus Magazin, in dem es um “Monotronic” geht. Deren Texte klingen doch arg nach Tocotronic, den Göttern der Hamburger Schule (oder so ähnlich). Könnt ihr euch direkt auf der Homepage von Tocotronic rein ziehen. Erschienen ist der Comic in Heft 26/2010.

(via Facebook)

Nerdhochzeit: Batgirl heiratet Nightwing

Diese Hochzeit zweier großer Comicfans ist zuckersüß. Sie ist großer Batgirl-Fan und er macht den Nightwing. Sie haben echt an jedes Detail gedacht. Chapeau! Auch wegen der Hochzeitsgäste, die wunderbar mitgespielt haben. Das war bestimmt eine unvergessliche Hochzeit.
Batgirl Nightwing Hochzeit
Alle Bilder gibt’s bei Imgur. Gefunden habe ich die Bilder bei Comic Book Resources.

Oh Joy Sex Toy – Ein Webcomic, in dem Sex Toys besprochen werden

Oh-Joy-Sex-Toy

Oh Joy Sex Toy ist ein Webcomic, von Erika Moen, in dem sie Sex Toys testet (unterstützt wird sie dabei von ihrem Ehemann Matthew. Klingt seltsam und interessant. Ich bin gespannt, was da so kommt. Bis der nächste Teil erscheint, könnt ihr euch diese geekigen Sex Toys von Geek Kink angucken. Die sind auch toll.

Hurra, es ist Megaquitzchenmittwoch – ti_leo liest “From Hell” von Alan Moore: Prolog

Es ist Megaquitzchenmittwoch. Quasi. Genau genommen war der Megaquitzchenmittwoch schon am 25.07. 2012. Megaquitzchenmittwoch bedeutet ganz grob, dass die Internetlieblingskatze Quitzi sich ein paar Gedanken gemacht hat, wie er sein Jubiläum (13 Jahre im Groben Unfug) gebührend feiern kann und auf die Idee verfiel, ein paar Bloggern persönliche Lesetipps zu geben. Dank ein paar netten Verlagen sogar inklusive Leseexemplaren.

Quitzi

Ich bin dabei und habe “From Hell” von Alan Moore (das ist der mit dem Bart, “Watchmen” und “V for Vendetta” habt ihr vielleicht mal gehört) vor mir liegen. Geschätzt ungefähr 7000 Seiten Comic. Schwarzweiß. Gezeichnet von Eddie Campbell. Verfilmt mit Johnny Depp. Ich hatte From Hell schon lang auf dem Kieker, ich mag Alan Moore, aber bisher war der Wälzer mir immer ungefähr 50€ zu teuer. Jetzt besitze ich den Comic in zwei Ausgaben. Deutsch und Englisch (der Comic zum Film). Die deutsche Version wurde mir netterweise von Cross Cult zur Verfügung gestellt. Die englische Ausgabe ist von Quitzi selbst. (Hoch lebe Quitzi.) Nun denn.

Bei einem Mammutwerk wie From Hell wird es nicht mit einem Blogpost getan sein, das wird eine langfristige Beschäftigung. Mit langfristigen Dingen ist es bei mir so ne Sache. Meistens vergesse ich sie. Aber ich werde From Hell lesen und versuchen, mehr oder weniger regelmäßig (vielleicht einmal pro Woche) darüber zu bloggen. Geplant ist ein Post nach jedem Kapitel. Jedenfalls blogge ich im Idealfall irgendwie bis zum Ende des Comics. Oder bis zum nächsten Megaquitzchenmittwoch. Aber das ist noch lange hin. All Hail The Quitzi.

Worum geht’s in From Hell? Soweit ich weiß, um Jack The Ripper. Ich kenn ja den Film. Ich nehme mal an, der Comic ist tiefgründiger. Moore philosophiert ja immer fleißig herum und nutzt die äußere Handlung oft nur, um bestimmte Ansichten oder Standpunkte klarzumachen und bestimmte Themen genau zu beleuchten. Ich bin gespannt.

Before Watchmen – Minutemen #2 Review

Als ich den Groben Unfug betrat, hatte ich mit “Before Watchmen- Rorschach” #1 gerechnet und als mir stattdessen Heft 2 von “Before Watchmen – Minutemen” von Darwyn Cooke in die Hand gedrückt wurde, war ich ein wenig enttäuscht. War “Before Watchmen – Minutemen” #1 bisher doch mit Abstand das schwächste Heft der Reihe gewesen.

Eines muss ich vorweg zugeben: Minutemen #1 wird besser, je mehr Hefte von “Before Watchmen” erscheinen. Die Struktur ergibt mit jedem erschienenen Heft mehr Sinn. Before Watchmen – Minutemen #1 wird Bestandteil eines größeren Ganzen und das tut ihm spürbar gut. Aus dem Grund war ich Before Watchmen – Minutemen #2 gegenüber auch schon deutlich positiver eingestellt als noch dem ersten Heft. Würde es dem gerecht werden?

Before Watchmen Minutemen #2 Cover

Gleich ein paar Worte der Vergewisserung: Ja, Before Watchmen – Minutemen #2 ist besser als #1. Oder, anders ausgedrückt: Es passt zur Reihe. Langsam nimmt das Konstrukt Gestalt an und man beginnt zu verstehen, in welche Richtung die Serie gehen könnte und zu welchem Zweck. Die Minutemen sind also Quasi-Vorbild der Watchmen natürlich spannend, kann man doch an ihnen Entwicklungen beobachten, die die Watchmen später ebenfalls durchleben werden (bzw., für Leser der Original-Watchmen-Comics: die sie durchlebten). Oder auch nicht, dann ist es interessant, wieso die Entwicklung verschieden verlief, obwohl die Ausgangsbedingungen sich so ähneln.

Die Zeichnungen von Darwyn Cooke mag ich noch immer nicht, sie sind mir zu cartoonhaft, aber mit dem Wissen, was mich erwartet, war es leichter, mich darauf einzulassen und ein paar durchaus gelungene Panels zu schätzen zu wissen. Cooke ist nicht übel, nur gar nicht nach meinem Geschmack. Passt der Stil zu Watchmen? Schwer zu sagen, ich würde eher “Nein” sagen. Andererseits habe ich gestern mal wieder in Watchmen geblättert und ich bin nicht sicher, ob mir die Kolorierung heute noch zusagen würde. Insofern ist mein Urteil offenbar sehr subjektiv geprägt und muss nicht der Realität entsprechen. Viele Reviewer sind von Minutemen und vor allem von Cookes Zeichnungen schließlich sehr begeistert.

Was dieses Mal besser gelungen ist, ist die Geschichte. War Minutemen #1 noch ein notdürftig zusammen gehaltener Flickenteppich aus Einzelgeschichtchen, zieht Before Watchmen – Minutemen #2 Tempo und Spannung ordentlich an. Endlich sieht man das Team interagieren. Es brechen Konflikte aus (nicht zu knapp, hier liegt noch viel Potential für Drama) und die Minutemen planen einen Einsatz und führen ihn auch aus. Natürlich läuft nicht alles glatt, natürlich spielt Mason als sowas wie ein Erzähler, ein Kommentar, weiter eine gewichtige Rolle für die Erzählung. Da ich seinen Ton sehr mag, kann ich sagen: Minutemen #2 bietet einfach mehr vom Guten. Dabei wirkt es weniger zerfasert und mehr aus einem Guss als sein Vorgänger.

Es gibt aber auch bei der Geschichte Schwächen. Das Superhelden-Casting wirkt durch seine humorige Art etwas deplatziert. Der Cliffhanger ist gut, verschenkt aus meiner Sicht aber Wucht, weil er sich etwas zu geheimnisvoll gibt. Die sozialkritischen Anspielungen, ja die Anspielungen überhaupt, sind mitunter etwas direkter, als ihnen gut tut. Die Homosexualität zweier Charaktere wird meiner Meinung nach etwas zu sehr in den Vordergrund gerückt. Dafür mag es historische Gründe geben, immerhin spielt Before Watchmen in den 60er Jahren, aber der moderne Leser ist doch eher gelangweilt, wenn zum dritten Mal, wie nebenbei, aber eben doch penetrant auffällig, darauf hingewiesen wird, wie schwierig, gefährlich und überhaupt die Beziehung zwischen zwei Charakteren doch sei. Dabei weiß man über die Charaktere kaum etwas, es wird fast nur über sie geredet, sie werden thematisiert. Schade, das Thema hätte eine bessere Behandlung verdient.

Fazit: Before Watchmen – Minutemen #2 bietet nix Neues, aber es unterhält gut. Das ist etwas weniger als die anderen Before Watchmen-Serien bieten, aber immerhin eine Verbesserung im Vergleich zum ersten Teil.

Before Watchmen – Minutemen #1 Review (Das verloren geglaubte Originalreview)

Ha, mein Original-Review zu “Before Watchmen – Minutemen #1, das ich verloren glaubte, ist wieder aufgetaucht. Es war nicht verschwunden, die WordPress-App für Android hat lediglich das Veröffentlichungsdatum auf den 1.1.1970 gesetzt. Ihr habt jetzt die Möglichkeit, dieses Review mit meinem anderen Review desselben Comics, beide recht zeitnah geschrieben, zu vergleichen. Das hier ist immerhin annähernd drei Mal so lang.

Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass DC sich daran wagen wolle, neue Watchmen Comics zu veröffentlichen, reagierte ich skeptisch. Schließlich ist Watchmen von Alan Moore und Dave Gibbons einer der besten, wenn nicht sogar der beste Comic der Welt. Hinzu kommt, dass Watchmen, untypisch für einen Superheldencomic, sehr abgeschlossen ist. Der Leser weiß, was es zu wissen gibt. Wenn die Geschichte erzählt ist, bleibt nur Recycling. In gewisser Weise hat man das auch bei DC verstanden und konzipiert Before Watchmen als Prequel. Aber: Kennt ihr ein Prequel, das besser ist als das Original? Mir fällt keins ein. Skepsis erschien mir allein deshalb angebracht. Auch die schiere Menge von Heften, deren Gesamtheit Before Watchmen ergibt, irritierte mich.

Mein Lieblingscomicdealer quitzi vom groben Unfug hat mir ein Reziexemplar von Minutemen #1 zukommen lassen. Zwar heißt es: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, aber genau das werde ich im Folgenden tun.

minutemen #1 cover

Beim Erstkontakt fällt dem geneigten Leser das Hochglanzcover ins Auge, mit dem DC offenbar punkten will. Ihren anderen Reihen spendieren sie diesen Luxus schließlich nicht. Umso mehr enttäuscht daher allerdings das unspektakuläre Motiv. Darwyn Cooke, der Minutemen #1 als Autor und Zeichner quasi allein stemmt, hat sich dabei nicht mit Ruhm bekleckert. Ein generelles Problem von Minutemen #1, aber dazu später mehr. Für ein Cover ist sein Motiv nicht detailliert und sorgfältig genug gezeichnet. Es kommt keine Stimmung auf.

Das Niveau setzt sich leider im Heft selbst fort. Ich mag viele Zeichner und nur selten einen generell nicht und würde mich als offen für viele Stile bezeichnen, aber Cooke ist überhaupt nicht mein Fall. Seine Charaktere wirken steril, die Zeichnungen wie talentiert hingeschludert. Aber Zeichnungen sind nicht alles. Auch das originale Watchmen bestach weniger durch die zwar guten, aus heutiger Sicht aber etwas altbacken wirkenden Zeichnungen von Gibbons als durch seine Geschichte (die aber von Gibbons großartig bebildert wurde, damit hier nicht das Missverständnis aufkommt, ich würde sie nicht gelungen finden). Cooke hingegen schafft es nicht einmal, die richtige Atmosphäre für seine eigene Geschichte zu schaffen. Es ist mir unverständlich, wieso die Wahl für einen so wichtigen Titel auf ihn fiel. Hätte man lieber Jeff Lemire genommen, der kann ebenfalls zeichnen, allerdings auf viel höherem Niveau. Als Autor kann ihm momentan ebenfalls kaum einer das Wasser reichen. Selbst ein Scott Snyder muss sich ordentlich anstrengen, will er da mit halten und der ist meiner Meinung nach der beliebteste Autor im aktuellen DC-Aufgebot.

Ach ja, die Geschichte. Tja, es gibt keine. Stattdessen erleben wir jeweils kurze und weitenteils langweilige Episoden von 2-4 Seiten aus dem Leben verschiedener Charaktere, die in Watchmen mehr oder weniger wichtig waren. Die Verbindung zwischen all den Episoden: Im Detail noch unklar, in der Ausführung unkreativ. Die Minutemen werden rekrutiert. Es gibt Comichefte, die dienen fast oder ausschließlich der Einführung der Charaktere oder dem World Building. Was Cooke hier abliefert toppt allerdings so ziemlich alles: World Building? Kaum vorhanden. Allerdings mag ein Neuleser das anders sehen. Charaktere? Die, die man kennt, gewinnen nicht an Tiefe, im Gegenteil, sie wirken flach. Die neuen Charaktere bleiben blass.

Am Ende ist jemandem bei DC offenbar noch aufgefallen, dass Piratencomics in Watchmen eine gewisse Rolle spielten, also hat man einfach am Ende 2 Seiten belanglosen Piratencomic angeflanscht, ohne Beziehung zum Heft. Wo Watchmen kunstvoll Bedeutungsebene auf Ebene legte, versucht Cooke gar nicht erst irgendwelche Fäden zu spinnen. Er erzählt wie auf dem Reißbrett. Von Moores mäanderndem, vieldeutigem Meisterwerk ist Minutemen denkbar weit entfernt. Unwahrscheinlich, dass ich mir die 6 Bände antun werde. Nächste Woche erscheint Silk Spectre #1, das werde ich mir anschauen. Zwar auch wieder von Darwyn Cooke geschrieben, aber immerhin gezeichnet von Amanda Conner, die ich ziemlich gern mag. Allein das Cover macht schon deutlich mehr Lust auf den Comic als das von Minutemen #1.