Armes Deutschland- Von der Leyen ist wieder los

Härtere Sanktionen für HartzIV- Empfänger

Yeah. Wer nicht arbeitet, soll zukünftig härter bestraft werden. Fordern statt fördern müsste man das wohl nennen. Statt Arbeitsplätze zu schaffen, sanktioniert man einfach die Arbeitslosen mehr. Es gibt bereits heute interne Quoten, wieviel Prozent der HartzIV- Empfänger sanktioniert werden sollen (siehe hier). Die werden zukünftig wohl einfach angehoben. Das spart dem Staat Geld, für seine bedürftigen Bürger ist es lebensbedrohlich.

Statt der Realität ins Auge zu sehen und für die immer größere Zahl arbeitsloser Menschen eine vernünftige und menschenwürdige Lösung zu finden (zum Beispiel ein bedingungsloses Grundeinkommen), tut von der Leyen das, was sie schon bei der Diskussion zu Internetsperren getan hat: Sie redet und redet, ohne irgendein Konzept oder gar Ahnung.

Bin gespannt, wie zukünftig „arbeitsunwillig“ definiert wird. Da ließe sich ja durchaus noch dran drehen. Fest steht: Mehr Sanktionierung heißt auch, dass noch mehr Menschen um das ihnen rechtlich zustehende Geld gebracht werden, mit dem ihre Existenz gesichert werden soll. Anders formuliert: Von der Leyen fordert, das man Menschen ihre Lebensgrundlage zukünftig häufiger entzieht. All das statt Arbeit zu schaffen, was man von einer Arbeitsministerin doch durchaus verlangen könnte.

Diese Frau regt mich wirklich auf mit ihrer menschenverachtenden Art. Leider werden wir sicher schon sehr bald noch mehr gefährlichen Unsinn von von der Leyen hören. Sie lernt es nämlich offensichtlich nicht.

Advertisements

5 Antworten zu “Armes Deutschland- Von der Leyen ist wieder los

  1. *seufz* Diese Frau wächst sich langsam aber sicher zu einer Gefahr für unser Gesellschaftssystem aus. Ich warte nur noch darauf, dass sie die Einrichtung von Arbeitshäusern fordert, schließlich haben wir damit grob überschlagen 300 Jahre lang „gute“ Erfahrungen gemacht. Und da Arbeit bekanntlich frei macht, kann sich auch niemand darüber beschweren, das verstieße gegen das GG (von ihrem bedenklichen Verhältnis zum GG mal ganz abgesehen).

    • Right. Über mögliche Lösungen des Problems kann man angeregt diskutieren. Dass mehr Gängelei der Ärmsten keine Lösung sein kann müsste eigentlich offensichtlich sein.

      Gestern bei Anne Will auch wieder so nen „Experten“ gehört, der das Hauptproblem von HartzIV- Empfängern darin sieht, dass sie nicht beschäftigt sind (also „nicht beschäftigt“ im Sinne von: Ohne Arbeit ist der Mensch unausgelastet und leidet). Da ist natürlich was dran, wir haben ja alle lang genug gelernt, dass wir ohne Job nichts wert sind. Nur ist das sicherlich nicht der ausschlaggebende Grund für ihre Unzufriedenheit und ihr Leid. Im Zweifel dürften die finanziellen Sorgen schwerer wiegen. Der bot dann an, sie sollten Nischenjobs wie „Brötchen austragen“ oder an Tankstellen Autoscheiben putzen erledigen. Wenn das die Lösungen sind, die Experten sehen…

      • Dieser merkbefreite Schwätzer! Aber da sieht man, was vom sog. „Sachverständigenrat“ zu halten ist. Mir hat zum Schluß der Gewerkschafter gefallen, der vdLs Masche verhöhnt hat und leider dann ausgeblendet wurde.

        Ich finde es haarsträubend, wie Gossenjobs à la Schuheputzen zur Lösung unseres Systemproblems erklärt werden. „Ich blase Leuten in Festanstellung Zucker in den Arsch. Ist immer noch besser als betteln.“ 200 Jahre Automatisierung, und wir sind auf dem besten Weg zurück in eine Welt, wie sie Charles Dickens beschrieben hat.

        • Ah, du hast es auch gesehen. Ja, der Gewerkschafter war gut. Auch weil man ihm gegen Ende wirklich anmerkte, WIE genervt er von von der Leyens „Wir müssen da genauer hinschauen“- Gerede war. Dass sie wohl schon wieder mit falschen Zahlen hantiert hat, ist nun wirklich nix Neues mehr, trotzdem noch immer skandalös.

          Ach, es könnt einem Angst und Bange werden. Andererseits regen sich mittlerweile so viele auf, dass man genauso gut hoffen kann.

  2. Im gleichen Interview, in dem sie davon redete, Arbeitsunwillige müßten stärker bestraft werden, hieß es zwei Absätze weiter, daß sie mit dem Verlust einer Menge weiterer Stellen in naher Zukunft rechne. Der tumbe Populismus dieser Frau ist beängstigend.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s