DC New 52 Swamp Thing #1 Review: Das Ding aus dem Sumpf ist zurück

Swamp Thing hat eine lange Geschichte. Ursprünglich in den 70ern als Horrorfigur geschaffen, hat sich später der begnadete Alan Moore der Serie und auch der Figur angenommen und eher erwachsene Themen behandelt. Sein Swamp Thing war einer der Starttitel von Vertigo Comics und gilt immer noch als großartig. Noch später haben unter Anderem Autorengrößen wie Grant Morrison, Mark Millar und Brian K. Vaughan die Serie weiter geschrieben. All das war lange vor meiner Zeit als Comicsleser.

Nun ist Swamp Thing zurück im DC-Universum und einen Neustart der Reihe, geschrieben von Scott Snyder (American Vampire, Detective Comics und Batman: Gates of Gotham) und gezeichnet von Yannick Paquette (unter Anderem Batman Inc.), lasse ich mir natürlich nicht entgehen (Danke auch nochmal an Grober Unfug, die mir das ermöglichen).

Swamp Thing #1 Cover

Cover: Das Cover ist sehr stylish. Im Vordergrund sieht man sehr hübsche, ein wenig stilisierte Sumpfpflanzen und Reiher(?), direkt dahinter taucht ein Ding aus dem Sumpf (so lautet auch der Titel einer alten Verfilmung von Swamp Thing unter Regisseur Wes Craven) auf. Das Swamp Thing sieht wirklich gruselig aus. Gefällt mir!

Plot: Überall auf der Welt passieren plötzlich seltsame Dinge. Vögel, Fische, ganze Kuhherden sterben auf unerklärliche Weise. Ein Ding (nicht Swamp Thing) verwandelt Menschen in wandelnde Leichen. Die Natur ist in Aufruhr. Aufgrund seiner Geschichte (Kurzfassung: Experiment geht schief und plötzlich ist der Wissenschaftler Alec Holland halb Mensch, halb Pflanzenwesen) sucht Superman eben jenen Alec Holland, der sich zurückgezogen hat, auf, aber dieser ist unwillig, zu helfen. Aber Holland stellt sehr bald fest, dass er seiner Vergangenheit nicht einfach entfliehen kann.

Swamp Thing Seite 2-3

Review: Swamp Thing #1 startet mit einem Knall. Die ersten paar Seiten sind wirklich creepy. Ein gelungener Einstieg für einen Horror-Comic. Zwischendurch nimmt Snyder immer wieder etwas Tempo raus und charakterisiert Alec Holland genauer, als jemanden, der seiner Vergangenheit zu entfliehen versucht. Die Mischung aus Horror und bodenständigeren Szenen funktioniert.

Die Zeichnungen von Paquette gefallen mir ausgesprochen gut und tragen viel zum Funktionieren von Swamp Thing #1 bei. Sind die Szenen um Holland noch recht bunt und die Panels übersichtlich gehalten, so arbeitet er in Momenten des Horrors mit reduzierterer Farbpalette. Hier herrschen Rot- und Blautöne vor und die Panels sind chaotischer angeordnet. Sehr gelungen!

Einzig der Cliffhanger ist ein wenig enttäuschend. Nicht falsch verstehen, er ist nicht schlecht. Aber es passiert genau das, was man erwarten würde. Anders als zu Beginn des Heftes ist man nicht wirklich geschockt. Hätte man hier noch etwas mehr raus geholt, wäre Swamp Thing #1 für Horrorfans nahezu perfekt gelungen.

Fazit: Der Cliffhanger mag nicht direkt überraschen, aber ich will wissen, wo die Geschichte hinführt. Snyder ist ein guter Erzähler, Paquette offensichtlich ein fähiger Zeichner. Ich bin angefixt. Ein Muss für Horror-Fans und solche, die es werden wollen.

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