DC New 52 Green Lantern #1 Review – In die Tonne mit der grünen Laterne!

Es beginnt die zweite Review-Woche zum Neustart der DC-Serien (sponsored by Grober Unfug). Wieder sind gute und weniger gute Comics erschienen. Den Anfang macht Green Lantern #1 von Geoff Johns (der schon den eher durchwachsenen Start Justice League #1 geschrieben hat) und Zeichner Doug Mahnke (der seit 2009 der reguläre Zeichner für Green Lantern ist).

Green Lantern #1 Cover
Cover: Für Comic-Nerds ist das bestimmt was Tolles: Sinestro als Green Lantern. Ich kenne erwartungsgemäß nicht die volle Hintergrundgeschichte, aber Sinestro (sinister- you get it?) war wohl in der Vergangenheit ein Bösewicht und Erzfeind des „Green Lantern Corps“, daher ist es für Kenner sicherlich gelungen, den im Green Lantern-Kostüm auf das Cover zu packen. Quasi Lex Luthor im Superman-Kostüm. Wer die Hintergrund-Story nicht kennt (Neuleser), dürfte das Cover bedeutend weniger gelungen finden.

Story: Die sogenannten Guardians, so eine Art Oberaufsicht über das Universum machen Sinestro tatsächlich wieder zu einem Green Lantern (wenn auch nicht einstimmig, was eigentlich von Nöten wäre). Ein Green Lantern hat die Aufgabe, einen bestimmten Sektor des Universums zu beschützen, dafür bekommt er eine Laterne und einen Ring ausgehändigt, die ihm Superkräfte geben. Sinestro ist der Sektor 1417 anvertraut, auch bekannt als Planet Korugar. In der Vergangenheit hat Sinestro hier die Yellow Lanterns (bzw. das Sinestro Corps) gegründet, aber anstatt die Bevölkerung zu schützen, versklavten diese sie lieber. Green Lanterns betrachten sie als ihre Feinde und so kommt es zu einem Kampf. Währenddessen hat Hal Jordan, ein Ex-Green Lantern, Schwierigkeiten, in sein Leben als normaler Mensch zurück zu finden.

Review: Puh, Geoff Johns ist offenbar nicht mein Fall. Auch in diesem Comic passiert mir viel zu wenig spannendes Zeug. Wie in Justice League #1 wird Einiges angedeutet, aber insgesamt bleibe ich irgendwie außen vor. Mir fällt sogar auf, wie bescheuert es ist, dass Sinestro ernsthaft eine grüne Laterne(!) bekommt. Immerhin ist der Cliffhanger okay, aber Johns gelingt es bis dahin nicht, bei mir auch nur einen Funken Interesse zu erwecken. Ein typischer Auftaktband (obwohl das eigentlich nicht stimmt, nahezu alle anderen #1 des Neustarts, die ich gelesen habe, schafften es besser, mir Infos zu vermitteln und mich zu unterhalten). Geoff Johns schreibt die Art Comics, an die ich denke, wenn ich versuche, zu erklären, warum ich bisher keine Superhelden-Comics gelesen habe. Seicht, weichgespült, ohne jeglichen Anspruch. Immerhin sieht das Ganze recht hübsch aus, auch wenn es bestenfalls durchschnittlich gezeichnet ist.

Fazit: Ich weiß nicht, für wen Geoff Johns seine Comics schreibt. Für Neuleser bietet er zu wenig, um sich zurecht zu finden und in die Welt einzutauchen. Als Neuleser finde ich Green Lantern #1 ehrlich gesagt ziemlich bescheuert. Mit Hintergrundwissen hat der Leser bestimmt mehr von der Geschichte, aber fehlt einem dann nicht noch deutlicher eine fesselnde Story? Ist es ausreichend, einen Bösewicht zum Green Lantern zu machen, um ein spannendes Heft zu schreiben? Meine Antwort lautet: Nein. Ein schlechter Start!

5 Antworten zu “DC New 52 Green Lantern #1 Review – In die Tonne mit der grünen Laterne!

  1. Ich bin großer GL find und finde die aktuellen Geschichten eigentlich ziemlich gut. Nur ist es beim New 52 das Problem das Green Lantern keinen Neustart bekommen hat und die Geschichte einfach weitergeht. So hat die Reihe erlich gesagt keinen wirklichen Wert wenn man nicht die Sonderbände 1-30 gelesen hat. In Sonderband 30 bekommt Sinestro nämlich den grünen Rng wieder.

    Für Neueinsteiger aus meiner Sicht also eher unfreundlich und nicht wirklich zu empfehlen.

    • Mittlerweile kenne ich mich im Green Lantern-Universum etwas besser aus und über die Zeit habe ich auch mehr von Geoff Johns gelesen.Heute würde ich das Heft etwas besser bewerten, auch weil ich den Rest der Serie besser kenne. Vieles erschließt sich dann besser. Meine Lieblingsreihe wird GL aber wohl nie.

  2. hmmm nix für ungut, aber geoff johns ist einer der allerbesten autoren der jüngeren generation bei dc.. mit „rebirth“ von green lantern, dem „blackest night“ und „brightest day“-zyklus hat er das packendste geschaffen, was in so einem universum möglich ist. ich sage das nur der gerechtigkeit halber :-) ich hab den von dir rezensierten green lantern-band auch noch nicht gelesen, weil ich DCnU sowieso vollkommen obsolet finde – aber ich denke mir, dass der johns da möglicherweise eine grössere story entworfen hat, die halt ein wenig zeit braucht…

    liebe grüsse von einem comicbegeisterten blog-kollegen :-)

    • Hi, danke für deinen Kommentar. Ich bin ja, was kein Geheimnis ist, ein relativer Noob, wenn es um DC geht. Und ich hab mittlerweile Flashpoint von Johns gelesen und mochte es saugern. Es war episch, es war knackig und es erklärte sogar, was mit der Timeline passiert ist. Habe gestern ein Gespräch mit meinem Comicdealer geführt (@quitzi bei Twitter, von Grober Unfug) und der meinte sinngemäß: Johns kann entweder genial oder gar nicht. Das würde ich unterschreiben. Flashpoint fand ich, ohne Vorwissen, toll, aber die bisherigen Neustarts von ihm (Green Lantern und Justice League) fand ich eher meh. Möglicherweise hat Johns eine größere Story im Kopf, die Zeit braucht und offenbar sollte ich die von dir genannten Story-Arcs bzw. Events unbedingt lesen.

      Hier kriegst du ungefiltert meine Eindrücke als Neuleser im DC-Universum. Ich würde mich freuen, wenn du auch nächste Woche wieder meine Reviews liest und ganz ungeniert deine Meinung sagst. Ich freu mich über jeden Kommentar und lasse mich gern auf Diskussionen ein. Umso mehr, da du offensichtlich über Vorwissen verfügst.

      Danke (1000 Dank!) für deinen Kommentar

      Ti

  3. Pingback: DC New 52 Green Lantern #1 Review – With Blood And Rage (und viel Gefühl!) | Ti_Leo meint:

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