DC New 52 Red Lantern #1 Review – With Blood And Rage (und viel Gefühl!)

Nach dem Green Lantern-Debakel hatte ich zugegebenermaßen etwas Bauchschmerzen, als ich mir Red Lantern #1 beim Comicladen meines Vertrauens Grober Unfug holte. Der Titel klingt doch arg nach einem Rip-Off von Green Lantern. (Hey, die Leute finden Green Lantern toll. Lass uns sowas in der Art nochmal machen! – Ok, ich hab’s: Red Lantern – quasi dasselbe, nur noch dämlicher!) Wär mir eigentlich herzlich egal, aber geschrieben wird das Ganze von niemand Geringerem als Peter Milligan (Greek Street, Enigma, und viele weitere tolle Comics), den ich wirklich sehrrr schätze.

Red Lantern #1 Cover

Cover: Das Cover sieht auf den ersten Blick nicht vielversprechend aus. Ein glatzköpfiges Alien in rotem Anzug, dahinter andere seltsame Figuren in roten Anzügen. Ich war nicht begeistert, ohne Milligan hätte ich mir den Titel nicht geholt. Aber je länger man es sich anschaut, umso mehr Details fallen einem auf.

Story:
Atrocitus, letzter Hinterbliebener seines Volkes und ein (oder der?) Red Lantern hat ein Problem: Seit Green Lantern Hal Jordan seinen Erzfeind und den Vernichter seines Volkes, Krona, umgebracht hat, ist Atrocitus nicht mehr wütend. Zumindest nicht so wütend wie früher. Da ein Red Lantern aber Wut braucht, um seine Macht entfalten zu können, muss er eine Möglichkeit finden, sich wieder ordentlich über etwas aufregen zu können. Oh – und er muss sein Team im Zaum halten, denn Wut macht nicht gerade empfänglich für Befehle.

Review: Die Story klingt scheiße, oder? Aber lasst euch nicht täuschen. Von der ersten Seite an ist Red Lantern ein Heidenspaß! Red Lantern sieht toll aus, Ed Benes hat wirklich gute Arbeit geleistet. Milligan weiß, wie man Comics schreibt. Als gleich zu Beginn des Comics besteht ein Kampf zwischen einem blauen Katzenwesen im Red Lantern-Anzug (diese Splashpage!) und sadistischen Aliens entbrennt, hatte Milligan mich. Auf den weiteren Seiten stellt Milligan kurz das Red Lantern- Team vor, ein nicht gerade vertrauenerweckender Haufen, wir erfahren erstaunlich viel über Atrocitus Vergangenheit und seine Motive und wir werfen einen Blick in die Zukunft. Hier passiert auf jeder Seite etwas, obwohl knapp die Hälfte des Heftes aus Rückblicken besteht! Es wechseln sich Action und Drama ab und fast nebenbei bekommt der Hauptcharakter etwas Tiefe. Auch das hier ist pure Unterhaltung (siehe kämpfendes Katzenwesen), aber es ist zeitgemäß und eben nicht dämlich.

Fazit: Milligan beginnt mit einem Paukenschlag, um dann nach und nach erstaunlich viel Hintergrundstory und Gefühl in Red Lantern #1 zu packen. Die Zeichnungen gefallen mir ausgesprochen gut. So schreibt man actionreiche Comics, Herr Johns!

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