DC New 52 Wonder Woman #1 Review – Amazonen ftw!

Als ich hörte, dass Wonder Woman #1 von Brian Azzarello geschrieben wird, war klar, dass ich es mir holen würde. Azzarello kenne ich von 100 Bullets, Wonder Woman nur dem Namen nach. Auf geht’s!

Wonder Woman #1 Cover

Cover: Wonder Woman #1 hat eines der ungewöhnlicheren Cover bekommen. Alles Andere als realistisch, eher stilisiert, mit dicken Linien, wirkt es nicht sehr dreidimensional. Mit dem Wonder Woman-Cover habe ich mich länger beschäftigt als mit den meisten anderen (Ausnahme: Animal Man). Ich war anfangs unentschlossen, ob ich es mag oder nicht. Aber je länger ich es begutachtete, umso lieber mochte ich es. Es macht einfach Lust auf den Comic, versprüht Energie und ist aufgrund des Stils interessant. So stelle ich mir eine Amazone vor. Sehr gutes Cover. (Fun Fact: In früheren Versionen des Covers hatte Wonder Woman eine Hose an. Warum man ihr die für das entgültige Cover entfernt hat, weiß wohl nur DC. Sei’s drum.)

Story: Seltsame Dinge passieren in Zolas Leben. Eben noch führte sie ein ruhiges Leben auf einer Farm im Nirgendwo und jetzt steht plötzlich ein blauhäutiges Etwas mit Alienaugen in ihrem Haus und verkündet, dass sie die Farm sofort verlassen muss oder sterben wird. Kurz bevor Zola von zwei Zentauren niedergetrampelt wird, wirft ihr das blauhäutige Wesen einen Schlüssel zu, der sie direkt nach London, zu Wonderwoman ins Schlafzimmer teleportiert. Diese findet das eher unlustig, aber als sie den Schlüssel in Zolas Hand entdeckt, weiß sie, das Gefahr droht und verspricht, das Problem zu lösen und Zola zu beschützen. Währenddessen versucht ein Sohn des Gottes Zeus, zu verstehen, was für einen perfiden Plan sein Vater im Hintergrund ausheckt und wo er sich versteckt.

Review: Wonder Woman #1 habe ich in dieser Woche zuerst gelesen, weil ich wissen wollte, ob es mir zusagt. Ich mag Azzarello und er enttäuscht nicht. Wonder Woman #1 strotzt vor Action, zugleich fesselt es mit einer Vielzahl an Andeutungen. Hier wird der Leser direkt ins kalte Wasser geworfen, erst nach und nach zeichnet sich eine größere Geschichte ab. Am Ende bleibt man etwas verwirrt, aber interessiert, zurück. Azzarello gelingen (auch dank des Zeichners Cliff Chiang) einige bemerkenswerte Szenen. Wie die Zentauren aus enthaupteten Pferden wachsen ist dabei sicher das gruselige Highlight. Azzarello hat sich schlauerweise die spannendste Info für das Finale des Heftes aufgehoben. Seine Wonder Woman gefällt mir ausgesprochen gut, vor allem nach dem Catwoman-Desaster. Wonder Woman ist stark. Im Vergleich zu Zola ist sie riesig. Sie wehrt Pfeile mit den Händen ab, kämpft furchtlos gegen Zentauren – so gefällt mir das.

Dazu die wirklich tollen Zeichnungen von Cliff Chiang, die mich teilweise an Jeff Lemire erinnern. Chiang zeichnet nicht sehr detailliert, sondern ist eher auf Stimmung und Atmosphäre bedacht. Die Horrorszenen in Wonder Woman #1 sind wirklich gruselig, in den Actionszenen kommt die Rasanz und Brutalität des Kampfes gut rüber, die Charaktere sehen sympathisch aus – wirklich gute Arbeit, Wonder Woman hebt sich hier klar vom Superhelden-Durchschnitt ab.

Fazit: Azzarello und Chang liefern mit Wonder Woman #1 überdurchschnittliche Qualität ab. Wonder Woman ist mit seinem Mix aus Action und Mythologie und seinen sympathischen Protagonisten einer der besten Neustarts im DC-Universum und eine der Serien, die ich auf jeden Fall weiter lesen möchte.

Für weitere Infos rund um Comics lege ich euch wie gewohnt, den Weblog des Berliner Comic-Ladens Grober Unfug ans Herz.

5 Antworten zu “DC New 52 Wonder Woman #1 Review – Amazonen ftw!

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  4. Apollo? Hm, „der Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste.“ Das Licht erklärt zumindest das Seltsame „I guess you could say I’m the sun (sic!) of a king.“ Sun statt Son? Das ist irgendwie zu auffällig gewesen, um einfach so mit durch zu rutschen.

  5. Guter Artikel. Bei den Pferden kann ich dir nur zustimmen, dass war grausig und gruselig. Aber Cliff Chiang gefällt mir eh immer besser, je mehr ich von ihm sehe. (Und das mit den Hosen mussten sie angeblich nach zu viel Protest wieder streichen).
    Ich hab übrigens gelesen, dass der Sohn von Zeus wohl Apollo sein soll.

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