Liebe Hansen Mediengruppe, liebe Jasmin, beste Grüße nach Malta! Aber…

Hört mal!

Am 26.03.2012 schriebt ihr mir folgende Mail:

„Guten Tag!

Ich heiße Jasmin Wittig und bin auf Ihre Seite tileo.wordpress.com im
Internet gestoßen. Ich arbeite im Bereich des Online Vertriebsmanagements
für die Hansen-Mediengruppe.
Ich hätte da eventuell einen Vorschlag für einen Gastbeitrag /
Filmkritik.
Hätten Sie denn generell an einem Gastartikel Interesse und welche
Vergütung könnten Sie sich dafür vorstellen?

Ich freue mich über eine Rückmeldung.

Vielen Dank und mit den besten Grüßen,

Jasmin Wittig
Online Vertriebsmanager

Hansen-Mediengruppe“

Abgesehen davon, dass ich mich natürlich über jeden Leser freue, frage ich mich, so unter uns netzaffinen Menschen, wo man ein Blog denn sonst finden könnte, wenn nicht im Internet. Läuft da auf Malta (wo ihr Glücklichen laut Impressum auf eurer „Homepage“ sitzt) was fundamental anders und ich weiß nichts davon? Sei’s drum, ihr habt mein Blögchen entdeckt, ins Impressum geschaut und mir eine Mail geschrieben. Für Online-Verhältnisse einigermaßen viel Arbeit.

Und wozu das Ganze? Für einen Gastbeitrag also. Filmkritik ist thematisch immerhin halbwegs passend. Nachfrage (im Geiste): In meinem Blog? Fällt euch was auf: Hier ist überall ti_leo. Es gibt keine Gastbeiträge, das Konzept des Blogs (wenn man es so nennen kann) beruht darauf, dass er personalisiert ist. ti_leo meint, niemand sonst. Oder meintet ihr einen Gastbeitrag in einem anderen Blog? Dann gebt das Blog an, irgendeine „Mediengruppe“ interessiert mich kein Stück, sowas bringt mich lediglich dazu, mir anzugucken, wie unseriös ihr denn sein mögt.

Gesagt, getan. Google spuckt eure Homepage aus (und sonst fast nix), die auf den ersten Blick durchaus nicht unansprechend wirkt. Bis man sich durchliest, was da so steht. Unter dem Punkt „E-Mail erhalten?“ (wirklich, Seriösität müsst ihr noch üben!) schreibt ihr schließlich klipp und klar, was ihr wollt: Verlinkung für eure Kunden, „die sich völlig unauffällig und natürlich in das Design der Partnerseiten integriert“.

Was ihr macht, ist Linkkauf. Je unauffälliger und natürlicher der Werbelink, desto wertvoller für eure Kunden. Zum Thema Linkkauf gab es in Deutschland vor gar nicht langer Zeit eine recht hitzige Diskussion, folgerichtig #bloggergate getauft. Wusstet ihr nicht? Geschenkt! Auch die nächste Info gibt’s für lau: Ich stand und stehe dabei übrigens auf Seiten derer, die sowas kacke finden.

Habt ihr da oben, direkt neben „Impressum“ mal auf „Wieso Ti_Leo meint“ geklickt, bevor ihr mein Blog für geeignet befunden habt, Artikel werblicher Natur zu veröffentlichen, heimlich? Dort steht zu lesen:

„Ti_Leo macht was sie will, denn das hier ist sein Weblog. Ti_Leo könnte auch anders, aber da sie mit dem Blog kein Geld verdient, schreibt er so, wie sie will.“

Eigentlich ziemlich deutlich, oder? Geld und Blog sind strikt getrennt. Ich halte sie getrennt. Ich mache natürlich Werbung, es wäre naiv anzunehmen, das wäre nicht der Fall. Den Berliner Comichändler Grober Unfug kann ich gar nicht oft genug loben und verlinken. Aber die kenne ich, die mag ich und die würden mir nie Geld geben (Sachspenden natürlich schon. ^^ Aber das ist kein Geheimnis. Es wird von beiden Seiten aus transparent kommuniziert). Ich würde unglaubwürdig, würde ich hier für Geld bloggen. Das mache ich nur in Unternehmensblogs.

Machen wir es daher kurz: Jasmin, ich mache mir Sorgen um dich. Heute erreichte mich (im Internet) die folgende Mail von dir:

„Guten Tag!

Leider habe keine Antwort auf meine letzte E-Mail bekommen habe, und daraus
folgend melde ich mich nochmals.
Wie ich auch in meiner ersten E-Mail geschrieben habe, bin ich auf der
Suche nach Internetseiten, die eventuell Interesse an einer Zusammenarbeit
mit anderen Seiten hätten. Bei Ihrer Interesse erläutere ich die
Kooperationshintergründe gerne etwas näher .

Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen, auch wenn Sie glauben, dass
so eine Zusammenarbeit für Sie nicht in Frage kommen sollte.

Mit besten Grüßen,
Jasmin Wittig

Hansen-Mediengruppe“

Dein Deutsch ist auf einmal so schlecht geworden. Ist etwas passiert? Ich schreibe das hier aber vor allem, um dir (als regelmäßiger Leserin meines Blogs) freundlichst mitzuteilen, dass ich gern Rückmeldung gebe, indem ich über euch blogge. Ist hiermit geschehen. Jetzt zum Wesentlichen:

Auf gar keinen Fall, für nichts in der Welt, werde ich mit euch oder euresgleichen zusammen arbeiten. Und jetzt schert euch zum Teufel und belästigt mich nie wieder mit euren Anfragen!

Danke und beste Grüße

ti_leo

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Eine Antwort zu “Liebe Hansen Mediengruppe, liebe Jasmin, beste Grüße nach Malta! Aber…

  1. hi, Danke für den Beitrag. Wir haben heute für unser (Horror-) Filmportal auch eine Anfrage von Jasmin erhalten. Den Gastbeitrag hätt‘ ich gern gelesen. Interessant ist auch, dass es von dem Namen ein halbherzig ausgefülltes Facebook-, Xing- und Twitter-Profil gibt. Aber wer schickt schon am Herrentag solche E-Mails?

    PS: es gibt eine kleine Textänderung in der versenden E-Mail: „[…] Sind Sie generell daran interessiert mit anderen Internetseiten zusammen zu arbeiten? Ich freue mich über eine Rückmeldung, auch wenn dieser ablehnend sein sollte. […]“

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