DC New 52 – Zero Month: Die Reviews

Im September heißt es bei DC Comics „Zero Month“. Ich habe mir für euch einmal die Nullnummern („Before the New 52“) angeschaut und zu jedem ein Kurzreview verfasst. Natürlich subjektiv. Viel Spaß!

DC Comics Zero Month

Animal Man #0 von Jeff Lemire & Steve Pugh

Animal Man #0 erzählt, wie Buddy Baker zu Animal Man wurde. Ich bin mir angesichts der Komplexität und Seltsamkeit der Reihe nicht sicher, ob Heft 0 als Startpunkt für Neuleser geeignet ist, aber Lemire versucht offensichtlich, Neulesern alles Nötige zu erklären, ohne  Stammleser zu langweilen. Ich glaube, Lemire hält sich ziemlich nah an der Originalgeschichte über Buddys Verwandlung, er deutet sie aber um. Das ist spannend zu lesen und creepy wie üblich anzusehen. Hält das hohe Niveau. Ich bin gespannt, wie sich die Serie weiter entwickelt.

Aquaman #0 von Geoff Johns, Ivan Reis & Joe Prado

Von der ersten bis zur letzten Seite unterhaltsam, wird einem in Aquaman #0 quasi nebenbei der Charakter Aquaman ein wenig vorgestellt und schon ist es vorbei. Liest sich schnell, lässt sich keine Zeit, ist aber gekonnt konstruiert, so dass es nicht gehetzt wirkt. Das Äquivalent eines Hollywood-Blockbusters in Comicform. Dazu tragen auch die guten Zeichnungen von Ivan Reis und Joe Prado viel bei. Für Neuleser ganz sicher gut verständlich und daher auch als Einstieg in die Reihe geeignet. Ich mag meine Comics etwas gehaltvoller, aber schlecht ist Aquaman sicher nicht!

Batgirl #0 von Gail Simone & Ed Benes

Barbara Gordon ist Batgirl. Wie es dazu kam erzählt Batgirl #0. Es deutet auch ein tragisches, für die Batgirl-Historie sehr wichtiges Ereignis an. Die Zeichnungen von Ed Benes haben mir nicht gefallen, aber die Geschichte ist schon gut. Barbara will auf dem Polizeirevier mehr über den mysteriösen Batman erfahren und ehe sie sich versieht, ist sie als Geisel in einen Gefängnisausbruch verwickelt und am Ende des Heftes ist sie Batgirl. Das Heft reißt mich nicht vom Hocker, es ist aber auch beileibe nicht schlecht.

Batman, Incorporated #0 von Grant Morrison & Chris Burnham

Eine unterhaltsame Ansammlung alternativer Batmans und eine Art Vorstellung des Geschäftsmodells „Batman Inc“. Wäre in den Händen eines anderen Autors wohl ein totaler Reinfall, aber Morrisons Einfallsreichtum und Humor reißen es raus. Batman Incorporated #0 ist außerdem interessant gezeichnet. Chris Burnhams Stil ist hier sehr verschieden zu den sonstigen Heften. Die Farbpalette ist eine andere. Gefällt mir gut!

Batman & Robin #0 von Peter J. Tomasi, Pat Gleason & Mick Gray

Ich mag Batman-Geschichten, die mit Talia Al Ghul zu tun haben. In Batman & Robin #0 werden wir Zeuge, wie sie ihren Sohn Damian erzieht: Hart, mörderisch. Er soll einmal die Welt „zähmen“, wie es sich für einen Al Ghul gehört. Die Geschichte hat mich für die Länge des Hefts gefesselt. Ich habe sie ohne viel Vorwissen verstanden und möchte erfahren, wie sich die Beziehung zwischen Batman und Damian weiter entwickelt. Insofern alles gut. Die Zeichnungen sind ein schwieriger Fall. Damian sieht meist toll aus, Talia meistens nicht. Manche Panels sind richtig gut, andere nicht einmal mittelmäßig. Die Perspektive ist immerhin fast durchgehend interessant gewählt. Batman & Robin #0 hat mir gut gefallen. Es erinnert mich ein wenig an Batman Incorporated.

Batman: The Dark Knight #0 von Gregg Hurwitz, Mico Suayan & Juan José Ryp

Meh. Ein bisschen viele düstere Gedanken, eine wenig überraschende oder gar befriedigende Geschichte. Einmal mehr erleben wir das Trauma Bruce Waynes: Den Tod seiner Eltern. Die Zeichnungen sind nicht direkt hübsch, aber ganz interessant. Kann man sich sparen.

Batwing #0 von Judd Winick, Marcus To, Ryan Winn & Richard Zajac

Ich mag das Setting. Es mag klischeebeladen sein, aber Afrika taugt als Handlungsort für die wirklich düsteren Batwing-Stories ausgesprochen gut. Hier spritzt viel Blut und es wirkt erschreckend glaubwürdig und realistisch. Menschenleben zählen hier nicht viel. Die Bösen haben keine komplizierten Vorgeschichten. Sie beherrschen und töten, weil sie es können. Auch David alias Batwing ist ein Getriebener. Batwing #0 erzählt, wie er zu Batwing wurde und verbindet Batwing recht unkreativ, aber logisch, mit den anderen Bat-Titeln. Ganz cool. Eher zweckmäßig gezeichnet.

Batwoman #0 von J.H. Williams, III & W. Haden Blackman

Geilomat. Das war laberlastig, aber sehr gut. Ein wenig rührselig anfangs, aber gen Ende hin nahezu perfekt den Ton getroffen, den ich bei Batwoman mag. Und ein super Einstiegspunkt für Neuleser. Chapeau, ich bin wieder überzeugt davon, dass Batwoman ein toller Charakter und ihre Serie lesenswert ist.

Blue Beetle #0 von Keith Giffen, Tony Bedard, Ig Guara & J.P. Mayer

Blue Beetle #0 fand ich durchwachsen. Die Zeichnungen sind wenig beeindruckend. Die Mimik der Charaktere besteht vor allem daraus, dass sie ihre Münder aufreißen und Zähne zeigen. Die gewählten Perspektiven wirken altbacken, wohlbekannt. Da ich über den Blue Beetle nichts weiß, konnte ich die Herkunftsgeschichte hier unbelastet von Vorwissen lesen. War ganz spannend, wenn auch nicht perfekt erzählt. Am Coolsten fand ich den Teil mit Lady Styx. Die Konkurrenz zwischen dem Käfer und seinem Wirt könnte ein spannendes Thema sein. Im actionreichen SciFi-Kontext der Serie wirken die Andeutungen von moralischer Tiefe wie ein Fremdkörper. Bestenfalls Mittelmaß.

Captain Atom #0 von J.T.Krul & Freddie Williams II

Captain Atom endet mit #0. Habe die Serie komplett gelesen und für gut befunden. Beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, die ein „Supermensch“ so hat. Einsamkeit, Entfremdung, Allmachtsfantasien etc. Captain Atom erinnert nicht zufällig sehr an einen gewissen Doctor Manhattan aus „Watchmen“. Issue 0 ist für sich genommen eher unspektakulär. Es liefert uns die Geschichte von Captain Atoms Entstehung. Blöderweise ist die schon ziemlich gut bekannt, liefert also keine großen Überraschungen. Da es aber sowieso keinen Sinn macht, nur die Nullnummer zu lesen, muss man Captain Atom #0 im Kontext der Serie lesen und dann ist es ein gelungener Abschluss einer hochwertigen, zu kurz gelaufenen, Reihe. Die Zeichnungen von Freddie Williams II passen gut zum etwas anderen Ton der Serie, die auch gut ins Portfolio von Vertigo Comics gepasst hätte.

Demon Knights #0 von Paul Cornell & Bernard Chang

Demon Knights ist momentan einer meiner Lieblingscomics von DC Comics. Sieht super aus und erzählt spannende Geschichten. Das Setting erinnert an Mittelalter/Fantasy, mit großen Spritzern der Artus-Geschichte. Highlight der Reihe ist aber das Team. Hier ist wirklich jeder Charakter spannend und entwickelt sich interessant. Großartig. Man will einfach immer mehr Geschichten mit diesen Protagonisten lesen. Etrigan/Jason, Madame Xanadu, The Shining Night, Vandal Savage – alle zusammen in einem Comic. Issue #0 erzählt, wie es dazu kam, dass der Dämon Etrigan und der Merlin-Schüler Jason of Norwich, miteinander verschmolzen und wie sie sich miteinander arrangierten. Gerade im Hinblick auf die Ereignisse der eigentlichen Serie ein spannendes Heft, aber auch Neuleser dürften sich amüsieren. Testet Issue #0 und steigt in die Serie ein. Ich bin sehr sicher, dass ihr es nicht bereuen werdet.

Dial H #0 von China Miéville & Riccardo Burchielli

Tja, was sage ich zu Dial H? China Miéville ist der vielleicht bekannteste Vertreter sogenannten New Weird. Die Grundidee von Dial H For Hero scheint schon immer bekloppt gewesen zu sein: Mithilfe einer magischen (oder technologisch sehr hochentwickelten) Wählscheibe verwandelt sich ein stinknormaler Mensch für begrenzte Zeit in einen Superhelden.  In welchen Helden er sich genau verwandelt, bestimmt fast immer der Zufall. Gäbe es dass nicht schon, jemand wie Miéville wäre der Richtige, um sich solch eine Geschichte auszudenken. Was Miéville allerdings nicht ist: Leicht zu lesen. Seine Geschichten sind seltsam und komplex und wirken oft fast assoziativ. Er beachtet keine Genregrenzen. Das macht Dial H zu einem ziemlich anspruchsvollen Comic, der einem etwas abfordert, den man nicht einfach so weg liest. Issue 0 führt uns weg von der Gegenwart der Haupthandlung, weit in die Vergangenheit. Obwohl die Hauptserie erst wenige Bände alt ist, würde ich Neulesern empfehlen, mit Issue 0 zu starten. Es ist das bisher am Leichtesten verständliche Heft der Reihe. Danach würde ich die bisher erschienenen Hefte lesen, die versteht man dann deutlich einfacher.

Earth 2 #0 von James Robinson & Tomas Giorello

Earth 2 #0 hat mich ehrlich gesagt etwas überfordert. Das liegt zum Teil daran, dass im Heft Charaktere auftreten, die ich ansatzweise kenne (Wonder Woman, Batman, Superman), allerdings nicht sehr gut. Anspielungen wie andere Realnamen fallen mir oft nicht direkt auf, ich will sie aber gern mitbekommen. Das hilft nicht gerade beim Genießen eines Heftes. Außerdem kann ich Terry Sloan nicht einordnen, was aber wichtig für die Stimmung des Hefts wäre. Terry Sloan ist, Google macht schlauer, Mister Terrific. In Earth 2. Im Hauptuniversum ist ein anderer Mister Terrific. Der wurde aber kürzlich auf Earth 2 teleportiert und traf im letzten Heft auf den Mister Terrific von Earth 2, eben jenen Terry Sloan. Es gab auch mal Terry Sloane, der war auch Mister Terrific, ist aber mittlerweile (meistens) tot. Furchtbar verwirrend und nicht einmal sonderlich spannend. Daher geht bei für mich viel Atmosphäre verloren. Eigentlich strotzt Earth 2 #0 aber vor cooler Action, ist gut erzählt und sehr gut gezeichnet. Die Handlung spielt kurz vor den dramatischen Szenen in Earth 2 #1.

Frankenstein – Agent of S.H.A.D.E. #0 von Matt Kindt, Alberto Ponticelli & Wayne Faucher

Sehr cool! Frankenstein – Agent of S.H.A.D.E. ist eine klasse Reihe. Erst geschrieben vom hochgeschätzten Jeff Lemire, hat mittlerweile Matt Kindt übernommen, der übrigens gerade für Darkhorse Comics das phänomenale „Mind MGMT“ schreibt und zeichnet, das ich euch hiermit kräftig ans Herz lege. Bisher sind fünf Hefte erschienen, ihr könnt also locker noch einsteigen. Die Hefte bieten einige Extras, die im Trade Paperback nicht enthalten sein werden. Hm, vielleicht muss ich Mind MGMT mal separat vorstellen. Aber nun zurück zu Frankenstein. Heft 0 erklärt, wie Frankenstein zum Agenten S.H.A.D.E.s wurde und das auf unterhaltsame Weise. Frankenstein entdeckt seine Befähigung zum Guten. Außerdem leitet #0 über ins Rotworld-Event, bei dem Frankenstein ab #13 mitmischen wird. Frankenstein Agent of S.H.A.D.E. ist eine eher actionreiche Serie, ein fun read. Man muss nicht viel nachdenken und wird bombardiert mit abgefahrenen Ideen und einem coolen Protagonisten, der Probleme meist auf die gewalttätige Art löst. Da Gut-Böse aber meist klar verteilt sind und Frankenstein immer für das Gute kämpft, unterhält das prächtig. Lese ich Monat für Monat gern.

G.I. Combat #0 von Justin Gray, Jimmy Palmiotti, J.T. Krul, Staz Johnson & Ariel Olivetti

G.I. Combat versammelt  zwei voneinander unabhängige Geschichten. Im längeren ersten Teil geht es um den Unknown Soldier. Ich mag den etwas dreckigen Zeichenstil. Die Geschichte ist… naja, etwas dünn. Als Neuleser erfahre ich zwar etwas über den Unknown Soldier, aber auf eher trockene Weise. Der Charakter ist sich selbst fremd und bleibt das auch für den Leser. Die zweite Geschichte zeigt uns, wie ein Soldat auf einer Insel (?) voller prähistorischer Tiere um sein Überleben kämpft und dabei selbst zum wilden Tier wird. Interessanter Zeichenstil, der aussieht, als wären Fototexturen verwendet worden. Da stehe ich nicht so drauf, aber es sorgt für einen netten Look und passt zur Atmosphäre der Geschichte. Insgesamt aber ein unbefriedigendes Paket, das man aufgrund seiner Belanglosigkeit getrost ignorieren kann.

Green Lantern #0 von Johns, Mahnke, Alamy, Irwin & Champagne

Ein neuer Green Lantern? Gar nicht übel. Für einen Comic ziemlich viele Anspielungen auf die amerikanische Politik nach 9/11. Den Zeichenstil mag ich gar nicht, der erinnert mich an ältere Image-Sachen. Überhaupt nicht mein Fall. Die Geschichte ist aber echt gut und flott erzählt. Die neue(?) grüne Laterne wird gekonnt eingeführt. Ich mag Simon Baz, der als Moslem kurz nach 9/11  zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt wird, das er nicht begangen hat. Ich kann nur einfach nicht mit Green Lantern. Dieses Heft hier liefert meiner Abneigung kaum Argumente, denn es ist wirklich nicht schlecht. Auch für Neueinsteiger geeignet.

Grifter #0 von Liefeld, Tieri, Clark & Beaty

Ach Grifter. Ich habe die ersten Hefte dieser Serie, geschrieben von Nathan Edmondson, gelesen und war positiv überrascht, wie gut die Serie ist. Nathan Cole aka Grifter ist ein interessanter Charakter und Edmondson erspart ihm nix. Die Serie traut sich was! Und dann kam Rob Liefeld und ich entschied mich, doch nicht in die laufende Serie einzusteigen. Edmondson ist der, der einen guten Comic nach dem Anderen raus haut (aktuell beispielsweise den großartigen Scharfschützen-Thriller „Dancer“ bei Image Comics). Rob Liefeld ist der, der immer über seine Kollegen meckert. Grifter #0 ist nicht wirklich übel, aber ich will es nicht mögen. Lest lieber was Besseres!

I,Vampire #0 von Joshua Hale Fialkov und Andrea Sorrentino

Ich kaufte mir letztens für günstig Geld alle seit dem DC-Neustart erschienenen Hefte von I,Vampire und wurde vom ersten Heft an Fan von Andrew und vor allem Mary. Autor Fialkov traut sich was (um genau zu sein, traut er sich soviel, dass man sich ernstlich fragt, wie das noch irgendwie zum Rest des DC-Universums passt!) und I, Vampire ist mit Sicherheit eine der besten Serien, die DC momentan im Programm hat. Das verdankt sich auch den tollen Zeichnungen von Andrea Sorrentino. Mary und Andrew sehen einfach faszinierend aus. Sorrentinos Zeichnungen untestützen die Ambivalenz, mit der Fialkov seine Charaktere gestaltet. Immerhin sind Mary und Andrew sowohl ein Paar, als auch Erzfeinde. Genug Stoff für Konflikte. I,Vampire wäre wohl wirklich nur halb so gut, würde ein Anderer die Pinsel schwingen. Die Story, wie man zum Vampir wird, ist hinlänglich bekannt. Das weiß natürlich auch Autor Fialkov, weswegen  er auf die Charaktere setzt und es funktioniert. Andrew zu sehen, bevor er imba wurde ist spannend. Somit unterhält I,Vampire #0 auf gewohnt hohem Niveau, was zutiefst super ist!

Justice League Dark #0 von Jeff Lemire & Lee Garbett

Ein junger John Constantine steckt während seiner Zeit als Magielehrling in einer Dreiecksbeziehung mit Zatanna und Nick Necro. Es nimmt ein böses Ende. Jeff Lemire schafft es, eine Art Origin-Story von John Constantine mit der aktuellen Storyline um die „Books Of Magic“, unfassbar mächtige magische Artefakte, die Essenz der Magie, zu verbinden. Gute Unterhaltung, nett gezeichnet. Für Fans der Reihe. Zum Neueinstieg durchaus geeignet, aber wahrscheinlich nicht „catchy“ genug, um neue Leser über das Heft hinaus zu halten.

Swamp Thing #0 von Scott Snyder & Kano

Swamp Thing #0 erzählt uns mehr über Anton Arcane und Alec Holland, das Swamp Thing. Die beiden sind schon einmal aufeinander getroffen, mit tragischem Ausgang für einen der beiden. Die Zeichnungen von Kano sind famos, stellenweise sieht Swamp Thing #0 unheimlich gut aus und stellenweise ist es ekelerregend und verstörend, je nachdem, wie die abwechslungsreiche Geschichte von Scott Snyder es erfordert. Im Vergleich zur Hauptserie sind die Panels weniger experimentell angeordnet, was es leichter macht, der Handlung zu folgen. Swamp Thing #0 dürfte man auch als Neuleser gut genug verstehen, um in die Reihe einsteigen zu können.

Sword Of Sorcery – Amethyst #0 (plus Beowulf) von Christy Marx, Tony Bedard, Aaron Lopresti & Jesus Saiz

Sword Of Sorcery ist ein weiterer Neustart im Rahmen des Zero Months. Wie so oft handelt es sich bei Issue 0 um eine Herkunftsgeschichte. Wie wurde aus der Schülerin Amy Winston die Heldin Amethyst? Sehr cool, ich mag die Charaktere direkt. Endet mit einem fiesen Cliffhanger, der wohl direkt in die Nummer 1 mündet. Außerdem im Heft: Beowulf. Versetzt Wikinger in eine postapokalyptische Welt, wo sie auf den Riesen Beowulf treffen. Auch nicht übel, ich hätte aber lieber mehr über Amethyst gelesen. Das spricht aber eher für Amethyst als gegen Beowulf.

Talon #0 von Scott Snyder, James Tynion IV und Guillem March

Langweilig! Wirklich. Standard-Origin-Geschichte ohne das gewisse Etwas. Ein kleiner Junge namens Calvin Rose wird zum Entfesslungskünstler, wird ein Mitglied des Court Of Owls (eine Sekte aus Batman, soweit ich informiert bin), wird zum Talon, so eine Art Assassine der Owls, wird zum Abtrünnigen, wird verfolgt und von einem anderen Mörder mit dem Messer verletzt und im Kofferraum eines PKWs im Wasser versenkt. Die Rechtfertigung für letztere Aktion wirkt übrigens mehr als fadenscheinig. Die Zeichnungen von Guillem March kann man hübsch finden. Ich hab bei March allerdings für alle Zeit seinen furchtbaren Catwoman-Ball für das Cover von Catwoman #0 vor Augen, den DC mittlerweile sogar durch ein anderes Cover ersetzt hat, so furchtbar war er. Das wird March nicht wieder los. Nichts hier, was ich sonderlich mag. Der Comic ist routiniert, aber ohne Highlights erzählt. Uninspiriert wirkende Standardkost. Da Talon #0 das erste Heft eines Neustarts ist, bin ich ziemlich enttäuscht.

Team 7 #0 von Justin Jordan & Jesus Merino

Wie der Titel schon verrät, ist Team 7 ein Teamcomic. Die Reihe startet mit Issue 0. Ich weiß, dass viele der vorkommenden Charaktere bekannt sind, im Comic erkannt habe ich aber nur Cole Cash aka. Grifter, weil ich von dieser Reihe ein paar Hefte gelesen habe (alles von  Nathan Edmonson, um genau zu sein). Ich glaube, wenn man die Charaktere erkennt, könnte das Heft Spaß machen. So ist es eine etwas überwältigende Aneinanderreihung kurzer Charaktervorstellungen. Wie auf wenigen Seiten jeweils ein Protagonist eingeführt wird, ist gelungen. Mir ist das Ganze bisher zu militärisch, es fehlt ein bisschen die Lust, diesen harten, brutalen Charakteren zu folgen. Die Zeichnungen sind auch eher zweckmäßig.

The Phantom Stranger #0 von Dan Didio, Brent Anderson & Scott Hanna

Ein Neustart im Rahmen des Zero Months. Der Charakter Phantom Stranger war mir vorher unbekannt, aber Issue 0 hat mich davon überzeugt, dass er sehr interessant ist. Ein Mann wird für seine Sünden damit gestraft, für immer auf Erden zu wandeln. Oder zumindest solange, bis er genug Gutes getan hat. Das Problem: Er wird am Ende unausweichlich alle betrügen, denen er zu helfen versucht. Hat einen schönen Retrotouch und sieht mit seiner kräftigen Kolorierung wirklich hübsch aus. Ich glaube, in diese Serie steige ich ein.

Wonder Woman #0 von Brian Azzarello & Cliff Chiang

In Wonder Woman #0 treffen wir auf eine jüngere, wildere Wonder Woman. Wo die Hauptserie doch sehr ernst daher kommt, unterhält hier das Spielerische, Leichtere, zumindest zu Beginn. Chiangs Zeichnungen sind wie immer toll.  Chiang und Azzarello tun so, als sei Wonder Woman #0 ein Neudruck von „All-Girl Adventure Tales For Men“ #41, inklusive heute eher veralteter Stilmittel wie Gedankenblasen. Gefiel mir gut, aber ich denke, man sollte den Charakter Wonder Woman kennen und mögen, um Wonder Woman #0 voll schätzen zu können.

Worlds‘ Finest – Huntress & Power Girl #0 von Paul Levitz & Kevin Maguire

Alles beim Alten, wirklich. Ob als Huntress und Power Girl oder Robin und Supergirl: Kara und Helena sind einfach toll. Levitz und Maguire schaffen hier einen superunterhaltsamen Action-Comic, den man gelesen haben sollte. Ich freu mich jeden Monat auf meine paar Minuten mit den beiden Freundinnen!

Action Comics #0

All Star Western #0

Batman #0

Birds of Prey #0

Catwoman #0

DC Universe presents #0

Deathstroke #0

Detective Comics #0

Green Arrow #0

Green Lantern Corps #0

Green Lantern: New Guardians # 

Justice League #0

Justice League International #0

Legion of Super-Heroes #0

Nightwing #0

Red Hood & The Outlaws #0 von

Red Lanterns #0 von Peter Milligan

Resurrection Man #0 von

Stormwatch #0

Suicide Squad #0

Superboy #0

Supergirl #0

Superman #0

Teen Titans #0 

The Flash #0

The Fury Of Firestorm: The Nuclear Men #0

The Ravagers #0

The Savage Hawkman #0

Voodoo #0

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2 Antworten zu “DC New 52 – Zero Month: Die Reviews

  1. Na gut. Du hast mich überzeugt. Ich lege meine Nullnummern vom Ungelesenstapel mal nach oben.

    • Sehr gut. Kannst ja dann berichten, welche dir besonders gefallen haben und welche nicht. Oder du füllst die auf, die ich nicht mehr geschafft habe.

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