Mindfuck zum Sonntag: Isotopes V.02 von Nonotak

Erst lockt einen das regelmäßig wabernde Licht und der beruhigende Sound an. Man entspannt sich, fühlt sich ein bisschen wie Unterwasser. Plötzlich kippt die Stimmung ins Beunruhigende. Die durchlässigen Wände werden massiver, die Formen unvorhersehbar, die Sound laut und industriell. Man fühlt sich gefangen und unwohl.

Mit Isotopes V.02 hat das französische Projekt Nonotak (Takami Nakamoto & Noemi Schipfer) eine beeindruckende Installation geschaffen, die mithilfe von Licht und Ton mit unserer Wahrnehmung spielt. Der zuerst offen wirkende Lichtraum wird mehr und mehr zum Gefängnis. Für Nonotak ist Isotopes V.02 keine Spielerei, sondern eine Metapher für die Atomkraft, die den Menschen erst wie die Lösung aller Probleme erschien, dann als notwendige, aber beherrschbare Technologie, die sich letztlich, wie in Tschernobyl und Fukushima zu sehen, als unkontrollierbar und zutiefst beängstigend herausstellte.

Live erleben konnte man die Installation vom 2. – 12.05.2013 beim Mapping Festival in Genf. Ob die Installation auch andernorts ausgestellt wird, weiß ich leider nicht. Auf ihrer Homepage zeigen Nonotak noch ein paar andere interessante Projekte.

(via)

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