17.05. ist Internationaler Tag gegen Homophobie

Logo Internationaler Tag gegen Homophobie (IDAHO)
(Quelle)
Heute ist Internationaler Tag gegen Homophobie (IDAHO). Ziel des Tages ist es, Respekt für Lesben und Schwule einzufordern. Traurigerweise ist der immer noch nicht selbstverständlich. Homosexualität ist laut Wikipedia weltweit in rund 70 Ländern strafbar! Immer noch werden Menschen aufgrund ihrer Sexualität diskriminiert, ja sogar getötet, und das ist schlimm! Was könnt ihr dagegen tun?

Bei Twitter wurde vom Gruppenblog kleinerdrei dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #prohomo darüber zu twittern, was man an am homo, bi oder trans* sein gut fände und ob und wenn ja welche Erfahrungen man mit Homophobie gemacht hat. Sich als heterosexuell definierende Menschen sollen erzählen, was sie an ihren nicht-heterosexuellen Freunden mögen.

Kann man machen, finde ich aber eher doof, ehrlich gesagt. Ich mein: Ich hab einige Freundinnen und Bekannte, die sich als nicht-heterosexuell definieren. Ich schätze es, an ihren Erfahrungen teilhaben zu können, aber ist das nicht generell so bei Freunden? Sicherlich unterscheiden sich ihre Erfahrungen von denen anderer, aber ist das nicht immer so? Klar, gewisse Erfahrungen werden sie gemeinsam haben, die die Mehrzahl der Heteros so nicht gemacht haben dürften, aber wie stark definiert sie das und was hat es mit der Freundschaft zu tun und mit dem, was ich an ihnen als Menschen schätze? Nicht wirklich viel, denke ich. Zumindest kann ich zu dem Thema echt nicht viel sagen. Und das dürfte in der etwas seltsamen Fragestellung begründet liegen, die zwischen mir und meinen Freundinnen eine Grenze zieht, die es seltsam macht, darüber zu reden. Ich kann das schwer erklären. Wir sind Freunde, die jeweilige Sexualität ist durchaus bekannt, aber sie definiert ja niemanden in der Freundschaft, als Freund. Ob Betroffene nun kleinerdrei brauchen, um über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung zu reden, ob sie das überhaupt wollen, weiß ich auch nicht. Es gibt zumindest in meiner Twitter-Timeline Kritik an der Aktion. Trotzdem: Lieber #prohomo als gar nix tun, schätze ich. Edit: Wobei, #Prohomo klingt, von Heteros benutzt, sehr gönnerhaft, herablassend. Vielleicht lässt man den Hashtag lieber ganz sein!

Sinnvoller ist es da schon, diese Petition gegen die Streichung finanzieller Mittel für die Gesundheit von Lesben, Bisexuellen und Trans* mitzuzeichnen.

Aber auch das ist natürlich nur eine Petition. Ob sich so etwas bewegen lässt, darf zurecht bezweifelt werden. Was also tun? Ehrlich gesagt, hab ich keine richtige Antwort parat. Klar, weg mit Homophobie, her mit Respekt für andere Lebensentwürfe, langfristig Geschlechterklischees hinterfragen und abbauen. Aber das ist ein Prozess und keine Strategie. Wichtig ist wohl vor allem: Sich bewusst sein und Bewusstsein schaffen. Nicht einfach aufgrund der sexuellen Orientierung alle über einen Kamm scheren. Miteinander reden und gegen intolerante Idioten jeder Art angehen. Nicht nur heute, sondern einfach so, immer. An jedem Tag des Jahres.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s