Nach Überwachung kommt Kontrolle. China bewertet zukünftig seine Bürger nach dem Grad ihres Wohlverhaltens.

Gemäß dem Motto »Wenn das Volk eine andere Meinung als der Staat hat, dann suche sich der Staat ein neues Volk.« (Bertold Brecht) vergibt China wohl zukünftig nach bestimmten Kriterien Punkte an seiner Bürger. Wahrscheinlich, damit man im Ernstfall schon weiß, welche Bürger gut sind und welche falsch.

Schlecht sind zum Beispiel Schulden oder Gefängnisstrafen, aber auch die falschen politischen Ansichten oder Freunde, unbedachte Äußerungen oder das Lesen eines „falschen“ Buches können einen Bürger Punkte kosten.

Früher wäre eine solch umfassende Überwachung zumindest technisch undenkbar gewesen, aber dank Big Data und grundsätzlicher Sympathien chinesischer Internetunternehmen erscheint es machbar und es wird ernsthaft daran gearbeitet.

Das sogenannte Social Credit System soll ab 2020 zum Einsatz kommen und öffentlich sein. Wohl die konsequenteste Fortsetzung der allgegenwärtigen Überwachung von Bürgern durch ihren Staat. Nach Überwachung kommt Kontrolle. Der gemeine Bürger wird zum Staatsdiener. Das wird sicher nicht nur China gefallen. Schließlich weiß „big brother“ doch eh, was am Besten für alle ist.

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