1 Uhr nachts am Kotti in Berlin – Party im U-Bahnhof

Neulich in einem der berüchtigten Gefahrengebiete Berlins. Kottbusser Tor, genannt Kotti. 1 Uhr nachts. Bahnsteig U8. Alles ist furchtbar. Die Stimmung mies. Die Menschen haben Angst und hassen einander. Das Rauchverbot wird missachtet.

Aus der Titelgeschichte der nächsten ZITTY „24 Stunden Kottbusser Tor“
1 Uhr: Es ist viel Verkehr, fast alles Taxis. Ein Stockwerk tiefer: Der Bahnsteig der U8 ist voller Scherben, das Rauchverbot scheint es nie gegeben zu haben. Von den Wänden hallen dumpfe Bässe. Rund um eine Box stehen jubelnde Menschen. Einer der Musiker reicht seinen Joint weiter und sagt: „Kämpfen ist alt. Funktioniert nicht. Wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen nett zueinander sind.“ Mit Erfolg. Hier unten tanzen plötzlich Hipster mit Obdachlosen, Anwohner mit Dealern. Leon von der Telefonzelle räumt die Scherben von der Tanzfläche. Wenn eine Bahn einfährt, wird kurz die Musik ausgemacht. Eine dichtgedrängte, erregte Menge, keine Polizei, keine BVG-Securitys – die perfekte Gelegenheit zum Taschendiebstahl. Doch nichts passiert. Als einem tanzenden Mädchen die Handtasche von der Schulter rutscht, kommt jemand damit zu ihr und fragt: „Ist das deine?”

Dit is Berlin!

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