Archiv der Kategorie: Rezensionen

Industrial Light & Magic wird 40

Aus diesem Anlass haben sie ein knapp 1-minütiges Video voller Special Effects aus Filmen veröffentlicht. ILM – Celebrates 40 Years of Creating the Impossible. Ich finde, das Video zeigt deutlich, dass auch die beste CGI immer noch steriler und seelenloser wirkt, als analoge Spezialeffekte. In dieser Häufung und über die Jahre fällt das deutlich auf, so sehr ich auch im Hinterkopf habe, wie beeindruckend echt die Effekte zu ihrer Zeit wirkten.

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Kendōkämpfer + Lichtschwerter = Real Life Jedi-Kampf

Kendōkämpfer trainieren nicht nur ihre Schwertkampftechnik, sondern auch ihren Geist, sind also schon ein bisschen wie Jediritter. Die zwei hier kämpfen auch noch mit Lichtschwertern gegeneinander. Viel näher kann man einem echten Jedi-Kampf nicht kommen.

Bei uns im Büro wird übrigens fast genauso gut gefochten.

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Original Star Wars Auditions Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Kurt Russell uvm.

 

Eher aus historischem Interesse, hier Mark Hamills Vorsprechen für die Rolle als Luke Skywalker. Hat er gut gemacht. Der Rest ist Geschichte. Sein Partner im Video: ein gewisser Harrison Ford. Laut Kommentaren war Ford zu der Zeit noch nicht als Han Solo gecastet worden, sondern half bloß seinem Buddy George Lucas bei den Screen Tests.

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Mehr Vorsprechen hat die folgende Playlist gesammelt, unter Anderem mit Kurt Russell, der erfolglos für die Rolle des Han Solo vorspricht, Andrew Stevens als Luke und Carrie Fisher als Leia:

Für die unter euch, die gar nicht genug von Schwarzweißvideos eher schlechter Qualität kriegen können, hab ich sogar eine noch längere Liste gefunden: Original Star Wars auditions.

“I did a search and found nothing. And I think they’re really interesting. To those who haven’t seen them. Enjoy.

Longer Carrie Fisher Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=kCXrGuLix7M

Longer Mark Hamill Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=lSjP2GBTr9U

Kurt Russell Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=nix_PID3oiA

William Katt’s Star Wars Audition with Kurt Russell

http://www.youtube.com/watch?v=79XY3d6-tiY

Star Wars Audition – Lisa Eilbacher

http://www.youtube.com/watch?v=Lg4KbjapLmg

Andrew Stevens Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=orz1gx_yyZ4

Cindy Williams Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=8Ob-k0Rr6Fg

Star Wars Audition – Linda Purl

http://www.youtube.com/watch?v=WSBbo7WgFTU

Terri Nunn’s Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=KXy59jMqOsc

Star Wars Audition – Amy Irving & Christopher Allport

http://www.youtube.com/watch?v=GrUDyQmlp8Q

Star Wars Audition – Frederic Forrest

http://www.youtube.com/watch?v=kUjYHi3fQYQ

Star Wars Audition – Perry King and Charles Martin Smith

http://www.youtube.com/watch?v=tdqBtPAZzKg

Robby Benson Star Wars Audition

http://www.youtube.com/watch?v=tv6jQvzpG0w

Star Wars Audition – Anne-Marie Martin (Eddie Benton)

http://www.youtube.com/watch?v=xtT9hrwpE0M

Will Seltzer’s Star Wars Audition (plus end of day wrap up)

http://www.youtube.com/watch?v=fgNlV1Q8_KU

Falls ihr noch mehr Videos von den Star Wars-Castings habt, immer her damit.

Age of Ultron ist scheiße. Discuss!

Avengers: Age of Ultron wasn’t just bad. It was, to me, proof that Marvel movies, even at their best, can only be bad. And that they are going to get worse. The human mission has been lost.

Age of Ultron ist scheiße und Marvel killt gutes Popcornkino. Behauptet jedenfalls Sady Doyle und ich finde sie argumentiert sehr überzeugend. Aber ich hab den Film noch gar nicht gesehen.

At the core of Marvel’s contempt for people: Punching is better than talking. Doing is better than thinking. Instinct is better than intellect; big is better than smart.

Eigentlich geht es auch um viel mehr als langweiliges Popcornkino. Oder ob Joss Whedon scheiße ist. Oder Marvel.

If I wanted to see something artful, I could have gone to watch Ex Machina or whatever that new David Cronenberg movie is supposed to be. I didn’t. I went to see Avengers on opening weekend. What I really dislike about Marvel is what they’re doing to stupid popcorn movies.

Oder ihre Art und Weise, Geschichten zu erzählen oder ob ihre Art und Weise, Geschichten zu erzählen, vielleicht einfach nicht zusammen passt.

Marvel has no investment in doing so; that, even if they manage to grab a director who is capable of doing those things, the prioritization of the brand and the formula over individual creators will ultimately sabotage the attempt.

Apropos Geschichten erzählen: Wie Marvel als Produzent von Endlosserien im Comic jetzt Endlosserien im Kino etabliert – das ist genau beobachtet und wird sich voraussichtlich sehr auswirken. Letztlich ist nicht allein Marvel schuld, die nutzen nur einen sowieso bestehenden Trend aus.

The problems with Marvel’s storytelling will be the problems of narrative storytelling for the foreseeable future. Once this is over, we’ll be dealing with a generation raised on this stuff, who believes it’s how storytelling ought to work: Harry Potter came out when I was in high school. I’m in my thirties, and I still haven’t seen the end of the “serialized YA fantasy” onslaught. Something this big sticks around.

Margaret Atwood liest Sex Criminals von Matt Fraction und Chip Zdarsky

I am trying to hook Margaret Atwood onto @zdarsky. next visit: Bitch Planet. @imagecomics

A photo posted by Hope L Nicholson (@hopelnicholson) on

Sex Criminals kennt ihr? Guter Comic, auch wenn ich bisher leider nur #1 gelesen habe.

In der Serie geht es um Suzie und Jon, deren Superkraft darin besteht, dass sie beim Orgasmus die Zeit anhalten können.

Klingt bescheuert, aber nach allem was man so liest, gelingt es Matt Fraction und Chip Zdarsky, aus der Prämisse eine fesselnde Comedy-Story zu entwickeln, die sich auch vor ernsteren Themen nicht scheut.

Hauptcharakter von Sex Criminals ist Suzie und in Reviews wird immer wieder gelobt, wie echt Suzie wirkt und wie überraschend es sei, dass zwei Dudes überhaupt eine solch realistische Frauenfigur schreiben können. Fraction ist aber sowieso einer von den Guten im Comic-Geschäft. Gab dann auch verdient einen Eisner Award für Beste Neue Serie 2014 und eine Fernsehserie ist ebenfalls geplant. Geschrieben von Matt Fraction zusammen mit Kelly Sue DeConnick, eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen und “wife of Matt Fraction“. Kann eigentlich nur richtig gut werden. Jetzt also die “Adelung” durch Margaret Atwood.

TMS hat ein lesenswertes Interview mit Chip Zdarsky geführt: Not All Ducks: The Mary Sue’s Interview with Sex Criminals and Howard the Duck‘s Chip Zdarsky. Durch den Artikel bin ich auf das Atwood-Foto gestoßen.

Zdarsky darüber, wieso Fraction und er sich für Suzie als Hauptcharakter entschieden haben und wie man auch als Kerl realistische Frauenfiguren schreiben und zeichnen kann:

Two straight white dudes writing about a straight white dude in a sex comedy, is, like, essentially the easiest thing in the world for us to do, so it added a bit of complexity to the process by making the main character Suzie. And it’s totally paid off. Matt would have conversations with his female friends, and he was kind of mining stories that they’d told him in the past, and also like fifty percent of the people I know are women.

Some of the guys, when you see their drawings or their stories, you know that they just don’t interact with women, in a way that’s meaningful at least. They might have their internet pornography or that girl who broke up with them in grade 8 and that’s it, but like, I’ve been surrounded by feminists my whole life and Matt has too I think, and so…there’s never been any kind of question about treatment of women in comics for me. And also on the drawing side I based the main characters on friends of mine, so because she’s based on a real person now, there’s no danger of me sliding into titillation depicting her because she’s a friend, and I have a responsibility to her. Whenever there’s nudity or sex in the story, it’s story-based, it’s not like “alright, we’ve gone four pages without an ass shot. Alright boys.”

Gar nicht so schwierig.

Übrigens ist Atwood auch sonst offenbar an Comics interessiert. 2014 hat sie für Guardian die kure Dystopie Freeforall geschrieben, gezeichnet von Christian Ward.

Wie klingt ein Higgs Boson als Heavy Metal-Song?

Piotr Traczyk spielt es euch vor.

Der Hintergrund: What would the Higgs discovery sound like as a heavy-metal song?

Überhaupt passt Musik und CERN gut zusammen. Bereits zum 60. Geburtstag des CERN wurde eine LHChamber Music veranstaltet, in der Musiker die Daten von vier Detektoren im LHC in klassische Musik umwandelten.

ti_leos Links zum Sonntag (KW 16)

Seit ich eine Rubrik für Links zum Sonntag im Blog gestartet habe, komme ich ausgerechnet Sonntag kaum noch zum Bloggen. So ist das Leben. Aber heute schaff ich’s. Auch wenn ich ziemlich platt bin, das muss sein. Hab auch ein paar wirklich lesenswerte Texte dieses Mal dabei.

ti_leos Links zum Sonntag (KW 13)

In HUMANITY NOT INCLUDED: DC’S CYBORG AND THE MECHANIZATION OF THE BLACK BODY erklärt Robert Jones, Jr., warum auch der DC Comics-Charakter Cyborg letztlich nur rassistische Stereotype reproduziert. Unbedingt auch die Kommentare lesen!

Unternehmen und der “Freie Markt” können die Welt nicht retten, selbst wenn sie wollten. The Free-Market Fantasy erklärt, warum (unter anderem).

Weil das FBI bei nahezu allen forensischen Haaruntersuchungen, die es vor 2000 vorgenommen hat, wissentlich gelogen hat, wurden viele Menschen zu Unrecht verurteilt, 32 sogar zum Tode. Das wurde jetzt offiziell zugegeben.

Too many books? geht der Frage nach, wie die schier unendliche Anzahl Bücher heutzutage sich auf unsere Lesegewohnheiten auswirkt, ist letztlich aber auch sowas wie eine kurze Geschichte des Buches überhaupt. Für Bibliophile (die wissen dann allerdings wahrscheinlich auch schon fast alle Fakten).

Der Vatikan erkennt endlich an, dass auch die progressiven, feministischen Nonnen der Leadership Conference of Women Religious (LCWR) in den USA ihrer Kirche dienen.

Science Fiction’s White Boys’ Club Strikes Back fasst die Geschehnisse rund um die Manipulation der Hugo Awards nochmal gut zusammen und ordnet sie in einen generellen Kampf von progressiven (linken) und konservativen (rechten) Autoren und Strömungen innerhalb der SciFi ein.

United Blood erklärt New York Hardcore mit all seinen Stärken und Schwächen. Nicht weniger als das.

The Star Wars George Lucas Doesn’t Want You To See berichtet von den Bemühungen einiger Fans, die originale Star Wars Version wiederherzustellen. Nicht nur für Fans.

Fake-Populismus ist auch scheiße und problematisch. Das zeigt der Rolling Stone anhand der aktuellen Wahlkampagne von Hillary Clinton. Nicht nur relevant für die dortigen Medien und die Politik und ihr Zusammenwirken.

Animals Man ist ein Superheld mit Problemen.

Wie aus einem vielversprechenden Herzchirurgen einer der bekanntesten TV-“Doktoren” der USA werden konnte, der fragwürdige Medizintipps gibt und Mittelchen vertickt, erzählt euch The making of Dr. Oz.

Strange continuity ist ein sehr unterhaltsamer und ziemlich erhellender Text darüber, wie wenig wir eigentlich über unsere Wahrnehmung wissen, wie sehr wir sie überschätzen und warum unsere Köpfe bei Cutscenes in Filmen nicht explodieren, wir Stroboskop-Licht aber eher nicht so gut abkönnen.

Alison Bechdel hat eine Coda für Fun Home gezeichnet.

Ohne Deutschland, genauer: Ramstein, liefe im US-amerikanischen Drohnenkrieg nicht viel.

Barbie hat einen eigenen Instagram-Account und da steckt viel Arbeit drin: Behind the Scenes of Barbie’s Insanely Popular, Painstakingly-Produced Instagram.

Außerdem: Mehr 90er als dieses Commercial von 1991 geht vermutlich nicht. Es ist irgendwie der Inbegriff der frühen 90er (besondern in den USA, aber letztlich hat das ja auch unsere Erinnerung geprägt: