Archiv der Kategorie: Comics

Das Smithsonian Air and Space Museum stellt erstmals Wonder Womans Jet aus

Nah, ich pull jetzt hier keinen späten Aprilscherz, aber nachdem die meisten Aprilscherze dieses Jahr eher unlustig waren, ist das hier mein Favorit: Wonder Woman’s Invisible Jet Now on Display.

Warum sind Frauen in Comics eigentlich immer so leicht bekleidet?

Uterus Force by Stjepan Sejic

Warum tragen soviele Frauen in Comics unpraktische Rüstungen, die in erster Linie mal möglichst knapp sein müssen? Stjepan Sejic, der neue Zeichner von Rat Queens hat das Geheimnis jetzt gelüftet: Uterus Force! Seems totally legit. Wissenschaft! Den ganzen Strip (ähem) in voller Größe gibt’s auf geekxgirls.com.

 

Die elfjährige Rowan schreibt an DC Comics: “I love your comics, but I would love them a whole lot more, if there were more girls.”

Grad feiern ja viele Joss Whedon für seine Statements in Hinsicht auf Sexismus und Superheldenfilme ab. Vor allem dieses zugegebenermaßen griffige Zitat:

If a raccoon can carry a movie, then they believe maybe even a woman can.

Naja. Noch besser finde ich diesen Brief der elfjährigen Rowan an DC Comics, in dem sie sich völlig zu Recht über den Mangel an Superheldinnenfilmen beschwert:

Girls read comics too! An Awesome Letter from Rowan, Age 11, to DC Comics. Source: http://www.thismess.net/2015/01/girls-read-comics-too-awesome-letter.html

Sie argumentiert ähnlich wie Whedon:

Marvel Comics made a movie about a talking tree and raccoon awesome, but you haven’t made a movie with Wonder Woman.

Your turn DC Comics! Wonder Woman wird besser gut! Immerhin hat Marvel mit ihrem Captain Marvel-Film ein ganz heißes Eisen im Feuer.

(Source: Thismess.net. Der Autor findet es übrigens völlig ok, den Brief zu teilen, solange man ihm kurz Bescheid sagt und auf den Originalartikel linkt. Dort gibt es auch ein Transkript des Briefs.)

Update: Grad bei Comic Book Resources gesehen, dass DC Rowan geantwortet hat:

Review Sinergy #1 & #2 (Image Comics) – Family Business

Sinergy #2 Variant Cover by Mike & Laura Allred, Source: https://imagecomics.com/comics/releases/sinergy-2

Der Quitzi war letztes Mal sehr spendabel und hat mir noch die ersten beiden Hefte von Sinergy mitgegeben. Weiter geht’s also mit der Image-Aktion.

Jess hat einen wirklich schlimmen Tag hinter sich. Eigentlich wollte sie nur eine romantische Nacht mit ihrem Freund verbringen, aber dann kommt alles ganz anders. Sie muss erfahren, dass ihr süßer Freund ein Dämon und ihr Vater ein Dämonenjäger ist (Dämonen müssen bekämpft werden, weil sie Menschen die “Sinergy” aussaugen, woran diese sterben). Außerdem kann Jess von nun an die Verkleidung der Dämonen durchschauen. Ach ja, ihr Hund ist natürlich ein Dämonenhund.

So startet Sinergy, die neue Serie von Michael Avon Oeming, der hier bis auf die Farben und die Backstory (beides Taki Soma) sowohl für Texte als auch für Artwork verantwortlich ist. Ich muss gestehen, dass mir sein Zeichenstil bisher nie wirklich gut gefallen hat, aber in Sinergy find ich ihn wirklich gut. Alles ist ziemlich düster, aber trotzdem auch leicht. Immer wieder lockert ein Witz Situationen auf. Stellt euch ungefähr Buffy vor.

Jess, die junge Dämonenjägerin wider Willen, ist ein ziemlich sympathischer Charakter und sie wird sicher noch viel cooler, wenn sie erstmal anfängt, selbst Dämonen zu jagen. Falls sie damit anfängt. Oeming widmet viel Zeit dem Zwischenmenschlichen und Familiären und wie sich die neue Situation darauf auswirkt. Jess glaubt den ganzen Dämonenkram noch nicht recht und außerdem ist das noch lange kein Grund, nicht aufs College zu können oder nichts mehr mit ihrem Freund zu tun haben zu wollen. Der schmiedet allerdings derweil mit anderen Dämonen zusammen geheime Pläne. Außerdem ist die Polizei den Dämonenjägern auf der Spur.

Die Nebencharaktere kommen bisher etwas kurz, aber das kann sich noch ändern. Sicher kein Must-Read, aber wenn ihr Buffy mochtet, könnte euch Sinergy durchaus einigen Spaß machen. Das Bild oben ist übrigens das Variant Cover zu Sinergy #2 von Mike und Laura Allred. Wunderschön! (Auch wenn bei mir der Sinergy-Schriftzug nicht weiß, sondern rot ist.)

Review: Shutter #7 (Image Comics) – Where is Kate Kristopher?

Shutter #7 Image Comics Cover, Source: https://imagecomics.com/comics/releases/shutter-7

I’m late to the party, aber was soll’s. Quitzi (vom Groben Unfug, ihr kennt den Rest) und ich dachten uns, es könnte ja durchaus spannend sein, einfach mal mitten in einen Comic einzusteigen und zu sehen, wie das so läuft. Hier sind wir also.

In Shutter, geschrieben von Joe Keatinge,  geht es um Kate Kristopher, soviel ist schnell klar. Sie ist Fotografin in einer Welt, die unserer sehr ähnelt, außer dass es dort nur so vor Monstern, Roboterkatzen, Drachen und anderem coolen und gefährlichen Zeug wimmelt. Das Backcover von Shutter #7 verrät außerdem, dass Kate früher eine berühmte Abenteurerin war, aber vor 10 Jahren aus unbekannten Gründen diesen Job an den Nagel hängte. Jetzt aber wurde sie wieder in Seltsamkeiten hineingezogen. Und wie!

Der Comic macht keine Gefangenen. Gleich am Anfang des Heftes müssen sich Kate, ein kleiner Junge namens Chris und Alarm Cat, die Roboterkatze, gegen Unmengen Drachen wehren und auch wenn sie diesen Kampf verlieren – die Action lässt nie wirklich nach. Das liegt auch an den tollen Zeichnungen von Leila del Duca, die offenbar einfach alles zeichnen kann (Farben von Owen Gieni). Riesige Drachen, die kleinere, fliegende Fledermausgranaten ausspucken oder eine Kettensägen schwingende Roboterkatze im Retrolook – kein Problem für del Duca. Außerdem erinnert Chris frappierend an den Vault Boy aus Fallout.

Alles in Shutter ist spannend und interessant, auch weil es so seltsam ist. In Kates Welt scheint alles möglich, der Comic bordet über vor Ideen. Letztlich ist das etwas viel für ein Heft, aber das mag eben daran liegen, dass ich die vorigen Hefte nicht gelesen habe. Shutter #7 endet mit einem fiesen Cliffhanger. Gute Serie, glaube ich.

 

 

Review: The Humans #2 (Image Comics) – One Percenter till I die!

The Humans #2 Cover Source: https://imagecomics.com/comics/releases/the-humans-2

Willkommen in den Seventies. The Humans sind eine abgefuckte Rockerbande. Als einer von ihnen, Mojo, ins Gras beißt, versammeln sich alle und schmeißen eine wilde Party. Aber das weiß ich nur, weil es am Anfang von Heft 2 einen Rückblick gibt. The Humans #1 habe ich nicht gelesen.

Wegen Ethik im Comicjournalismus wie immer der Hinweis auf den Lieblingscomicladen, der mir das Heft (und noch ein paar mehr!) im Rahmen der Image Comics-Aktion zur Rezension überlassen hat.

In The Humans #2 – Return of the Living Dead kehrt der totgeglaubte Johnny aus dem Vietnamkrieg nach Bakersfield zurück, wo das Clubhaus der Humans sich befindet. Auf dem Weg dorthin gerät er natürlich gleich mit der örtlichen Polizei aneinander. Im Clubhaus angekommen, wird wieder eine wilde Party geschmissen, dieses Mal zu Ehren von Johnnys Rückkehr. Das Heft endet mit einer psychedelischen Szene, die schön auf das nächste Heft verweist, in dem wir mehr über Johnnys Erfahrungen im Vietnamkrieg erfahren dürften. Sehr Apocalypse Now.

Die Humans und allen voran Johnny sind klar als Antihelden konzipiert. Sie fluchen, pöbeln, saufen und machen auch sonst nur Ärger. Sie stehen außerhalb der Gesellschaft. One Percenter eben. Ihr könnt euch die “Humans” ungefähr vorstellen, wie die Hells Angels und andere Biker Gangs aus der Zeit. Mit dem Unterschied, dass in der Welt der Humans Affen die Menschen sind und Menschen – nun ja, nicht an der Spitze der Evolution stehen (sie werden abwertend “Skins” genannt). Sich “The Humans” zu nennen ist ein ähnlich starkes Statement, wie “The Apes” es in unserer Welt wäre. Die Humans lehnen die Gesellschaft ab und werden von dieser abgelehnt.

Erdacht wurden The Humans von Keenan Marshal Keller (der sich um das Schreiben kümmert) und Tom Neely (der für die Zeichnungen verantwortlich ist). Beide haben einen guten Job gemacht, zumal sie meiner Googlerecherche nach blutige Newcomer sind. Zusammen mit den Farben von Kristina Collantes erzeugt The Humans ohne viel Aufwand ein glaubwürdiges 70er-Feeling. Zumindest für Menschen, die die Zeit nur aus dem Kino kennen. Hier bedient sich The Humans teils ziemlich direkt, sei es beim schon erwähnten Apocalypse Now oder auch bei Full Metal Jacket.

The Humans trifft wahrscheinlich nicht jeden Geschmack. Letztlich passiert bisher nicht viel. Der Rückblick lässt darauf schließen, dass auch im ersten Heft nicht viel mehr geschehen ist. Trotzdem gefällt mir der Comic gut. Ich interessiere mich allerdings auch für Biker Gangs und wenn das bei euch genauso ist, würde ich das Heft klar empfehlen. The Humans ist Punk, wie es nur wenige Comics sind. Es wird geflucht, getrunken und gefeiert und sonst eigentlich nicht viel. The Humans ist ein bisschen wie Fear & Loathing in Las Vegas, nur ohne den wirklich verrückten Kram. Ich würde Heft 3 lesen.