Archiv der Kategorie: Filme

Kandidatinnen für das Amt des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin einfach mal den Voight-Kampff-Test machen lassen

The Wave Magazine - More Human Than Human

Groß! Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin einfach mal den Voight-Kampff-Test machen lassen. Hat das The Wave Magazin 2003 in San Francisco tatsächlich gemacht. Subject 4 hat den Braten offensichtlich gerochen. Der Kandidat hat den Test selbstverständlich auch bestanden. Die Kandidatinnen sind beide Replikanten. Auch ganz interessant.

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Los Angeles – The City in Cinema

Ich wollte eigentlich schon immer nach Berlin ziehen. Obwohl ich damals erst zweimal in Berlin war und mich nur an einen Besuch erinnern konnte. Berlin faszinierte mich und da ich die Stadt nicht selbst besuchte, bestand all mein Wissen über Berlin aus dem, was ich mir erlesen und erschauen konnte. (Pop)Kultur. Boris, Kreuzberg, 12 Jahre in der Schule. Berlin Alexanderplatz – nie wirklich gelesen, aber immer auf der Leseliste. Wim Wenders. Christiane F. Und all die anderen Berlingeschichten. Von Kalkbrenner bis zu schlechten Vampirgeschichten.

All die Geschichten ergeben ein ziemlich treffendes Bild. Städte sind sehr verschieden. Da finde ich es nützlich, sich vorher in der Popkultur zu informieren.

Colin Marshall hat im Alleingang versucht, eine Popkultur für Los Angeles zu erschaffen und, vielleicht noch wichtiger: zu erklären. The City in Cinema sind eine Reihe von Video-Essays über die Darstellung der Stadt Los Angeles in populären Filmen. Ich verlinke hier nur ein Video (Blade Runner natürlich), aber ihr müsst selbstverständlich alle Videos schauen, um das komplette Bild zu kriegen. Sowas wünsche ich mir auch für andere Städte und eigentlich sogar für andere Medien.

Bisher gibt es Essays zu 16 Filmen:

Alien Nation (Graham Baker, 1988)
Blade Runner (Ridley Scott, 1982)
Brother (Takeshi Kitano, 2000)
The Crimson Kimono (Samuel Fuller, 1959)
Drive (Nicolas Winding Refn, 2011)
The Driver (Walter Hill, 1978)
Her (Spike Jonze, 2013)
The Killing of a Chinese Bookie (John Cassavetes, 1978)
Kiss Me Deadly (Robert Aldrich, 1955)
The Limey (Steven Soderbergh, 1999)
Model Shop (Jacques Demy, 1969)
Night of the Comet (Thom Eberhardt, 1984)
Repo Man (Alex Cox, 1984)
Southland Tales (Richard Kelly, 2006)
Strange Days (Kathryn Bigelow, 1995)
Timecode (Mike Figgis, 2000)

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Everything south of my waist tightens deliciously – Der Fifty Shades of Grey-Text-Generator

Für sowas bin ich ja immer zu haben: Ich präsentiere den fifty shades text generator. Aus meinem Beispieltext, komplett computergeneriert:

‘You were very disobedient,’ he whispers, his voice harsh, and everything south of my waist tightens deliciously as tingling shoots through me. I’m quaking like a leaf.

Liest sich wirklich wie E. L. James eher mittelgute Schreibe. Ausgedacht hat sich das Ding Lisa Wray. Hier erklärt sie euch genauer, wie das Ganze funktioniert.

(via)

Auf der Suche nach einem Kunstwerk – “Where is Rocky II?”

Where is Rocky II? Screenshot

Bin bei Dangerous Minds auf den Künstler Ed Ruscha gestoßen, bzw. eigentlich auf eine Doku über ihn. In Where is Rocky II? von Pierre Bismuth geht es um die Suche nach einem Kunstwerk Ruschas. Eben jenem “Rocky II” (benannt nach dem Stalone-Film), einen falschen Stein, den Ruscha 1979 in der Wüste Kaliforniens zwischen echten Steinen ablegte und der laut eigener Aussage nicht zu finden ist. Hätte ihn BBC nicht beim Ablegen gefilmt, wüsste wohl niemand, dass es dieses Kunstwerk überhaupt gibt.

Bismuth (bekannt durch Eternal Sunshine of the Spotless Mind) engagierte einen Privatdetektiv und zwei Drehbuchschreiber aus Hollywood, um den Stein zu finden und Theorien zu seinem Verbleib zu entwickeln. Daraus ist nun ein Film geworden, der angeblich zu 90% fertig ist. Die 100% will man bis 20. Februar mittels Crowdfunding erreichen. Also falls ihr das Projekt ähnlich interessant findet wie ich…Klick. Ansonsten wisst ihr jetzt immerhin, dass es da was gibt. Bismuth nennt seinen Film übrigens eine “fake fiction”, ihr seid gewarnt.

Aber die Frage, die sich unweigerlich stellt, finde ich interessant: Ist es eigentlich Kunst, wenn niemand Rocky II anschauen oder irgendwie “konsumieren” kann? Ist es Anti-Kunst? Mehr Text hat der Guardian: Where is Rocky II? The 10-year desert hunt for Ed Ruscha’s missing boulder.

 

 

Romance XXX von Catherine Breillat

Eines meiner etwas abseitigeren Hobbies ist es, Filme mit expliziten Sexszenen zu sammeln. Damit meine ich keine Pornos, sondern Filme, die nicht in erster Linie erregen sollen, sondern in denen Sexualität eine wichtige Rolle spielt, jedenfalls nicht ausgeblendet wird.

Sexualität ist ein wichtiger und oft problembehafteter Bestandteil des Lebens, also eigentlich wie gemacht, um sie zum Thema ernsthafter Filme zu machen. Umso verwunderlicher, dass ihr so selten eine zentrale Rolle in Filmen zukommt. Im Mainstream-Kino kommt sie so gut wie gar nicht vor. Dafür gibt es im Independent-Bereich eine durchaus ansehnliche Zahl von Filmen, die sich des Themas annehmen. Ein paar davon möchte ich euch in meinem Blog vorstellen und ein wenig darüber erzählen, warum ich die Filme sehenswert finde.

Den Anfang mache ich mit dem französischen Arthouse-Drama Romance (im Deutschen unsinnigerweise Romance XXX) von Catherine Breillat. Als der Film 1999 in die Kinos kam, war es noch ziemlich skandalös, dass mit Rocco Siffredi ein Pornodarsteller zum Cast gehörte. Außerdem kommen im Film zahlreiche sexuelle Handlungen vor, die explizit gezeigt werden.

Catherine Breillat Romance XXX Cover

Romance ist dabei aber alles Andere als ein Porno. Das wird jeder verstehen, der sich mit den Werken von Catherine Breillat mal auseinandergesetzt hat. Breillat beschäftigt sich in ihren Filmen mit Sexualität aus weiblicher Perspektive. Erotisch ist das selten, trotzdem wird ihr häufiger der Pornografievorwurf gemacht. Breillat zeigt Sex als Grenzüberschreitung. Ihre Filme sind äußerst körperlich.

Die Hauptperson von Romance ist Marie (Caroline Ducey), eine junge Frau, für die ihre Beziehung zu Paul nicht befriedigend ist. Paul schläft nicht mit ihr. Also begibt sie sich auf die Suche nach Abenteuern. Diese reichen vom Sex mit einem ihr kaum bekannten Mann über Bondage bis hin zu einer Szene, in der Marie im Treppenhaus vergewaltigt wird – nur dass sie das nicht so sieht. Sie sagt “Ich schäme mich nicht” und legt sich neben Paul ins Bett.

Marie ist keine einfache Sympathiefigur, die für uns Dinge erlebt, damit wir am Ende etwas daraus gelernt haben. Was wir sehen und was Marie uns, in philosophischer Sprache, erzählt, passt oft scheinbar nicht zusammen. Das und der eher düstere Grundton macht Romance zu einem eher sperrigen Film.

Bei Rotten Tomatoes wird Romance von den Kritikern mit mageren 47% (von 100) bewertet. Die negativen Kritiken sind fast alle dem Irrtum aufgesessen, bei Romance handle es sich um einen Porno oder einen romantischen Film, während die positiven Reviews den Sex als erzählerisches Mittel betrachten und den Film dann deutlich besser bewerten. Ein Reviewer beschreibt es treffend:

Breillat is less interested in the sex acts than their deeper meaning.

Das mutet im ersten Moment vielleicht komisch an für einen Film, der fast ausschließlich aus Sexakten besteht. Breillats Filme sind körperlich. Aber sie nutzen den Akt als Projektionsfläche. In Romance wird viel verhandelt. Es wird viel geredet, auch und besonders beim Sex, auch und besonders über weibliche Sexualität. Breillat scheut sich auch nicht, ins Absurde, Surreale abzugleiten, wie in der Frauenarztszene gegen Ende. Sie fordert dem Zuschauer etwas ab, er muss mitdenken.

Lest dazu am besten auch dieses tolle Review von Christoph Huber bei Filmzentrale: Romance.

Die Damsel in Distress-Trope in konzentrierter Form – Let Her Go! Supercut

Let Her Go Supercut

Die meisten Supercuts find ich doof. Den hier nicht. Die Damsel in Distress-Trope in konzentrierter Form.  Das Vorgeplänkel zum großen Finale. Held und Bösewicht treffen aufeinander. Bösewicht präsentiert die Geliebte des Helden. Held schreit ihn an: Lass sie gehen! Großes Drama.

Wobei, nee! Gar nicht. Ein furchtbar blöder und abgenutzter Plottwist, wie das Video zeigt.

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Star Wars Paintbrush

Star Wars Paintbrush BATTLE OF ENDOR Source:  http://starwarspaintbrush.tumblr.com/
Star Wars Paintbrush bietet jeden Tag ein Stückchen Star Wars Art. Der Clou: Die dort veröffentlichten Bilder wurden in den 90ern von zwei Brüdern mithilfe von Paint für Windows 3.1, also Paintbrush erstellt. Diese Version ist quasi das Urururgroßelter vom Paint aktueller Windows-Versionen. Hier ein Screenshot, für alle, die sich nicht sofort vorstellen können, mit welch archaischem Tool die Bilder damals erstellt wurden. Das Artikelbild stellt übrigens das “Battle of Endor” dar.
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