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Mein Jahr 2015 auf Spotify

Spotify hat mit Dein Spotify 2015 eine Jahreszusammenfassung der Aktivitäten auf Spotify zusammen gestellt. Wirkt überlastet, zumindest bei mir laden die einzelnen Bereiche recht unzuverlässig, aber die Daten sind ganz interessant.

Spotify Jahresrückblick 2015

Mein erster Song in 2015 war Lágnætti von Sólstafir.

Top Artists 2015: The Hirsch Effekt, Mitski, Hop Along, Comanechi, Future of the Left

Top Alben: Mitski – Bury Me At Makeout Creek, Chelsea Wolfe – Abyss, Hop Along – Painted Shut, The Hirsch Effekt – Holon: Agnosie, Comanechi – You Own Me Nothing But Love

Top Song: Mitski – Texas Reznikoff. Hop Along – Well dressed. Ansonsten auch hier keine Überraschungen, die üblichen Verdächtigen. 4 der Top 5-Songs sind von Mitski.

Top Genres: Freak Folk, Emo, Deep German Punk, Dance-Punk, Folk-Pop

Ich habe 2015 7.558 Minuten Musik gehört. Das sind 5 Tage, 126 Stunden. 205 verschiedene Künstler. 1.568 verschiedene Songs.

Und ihr so?

Spotify Jahr 2015 Musik Rückblick Jahreszeit

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Die 5 Startup Trends 2015: Mood-based Marketing, Resolute Wondering, Spannende News, Intelligent Tool Finding & Customer Sharing

[Edit 27.04.2015,00:09 Uhr: Da es offenbar nicht anders funktioniert, lasse ich Kommentare zum Artikel vorerst nur noch händisch freischalten. Die bisherigen Kommentare habe ich rigoros gelöscht. Ich wünschte mir auch, das wäre nicht nötig, aber da war nicht eine vernünftige Diskussion dabei.]

Die folgenden 5 Startups sind meiner Meinung nach die heißesten Startups 2015. Sie schaffen Trends oder disrupten bestehende Märkte.

Startup Trends 2015

moody

moody ist grad in aller Munde, dank einer Kapitalspritze in bisher unbekannter Höhe durch A-Grade Investments aka dem Inkubator von Ashton Kutcher (der bereits Secret, eine Plattform zum Teilen von Geheimnissen, mitfinanziert).

moodys ambitionierter Anspruch: Launen zu Geld machen. Ähnlich wie beim gescheiterten Amen (ein weiteres Kutcher-Investment) hofft man, langfristig Geld durch das Sammeln und Verkaufen von Daten zu verdienen sowie durch „mood-based Marketing“. Dafür hat man sich Anfang April PR-wirksam Isabella Loy (Ex-Palantir) ins Boot geholt, die die Entwicklung sogenannter Mood-Datenbanken fortan als CTO überwachen soll.

Für den deutschen Markt sehe ich Schwierigkeiten, aber das Konzept macht Sinn und besetzt eine eigene Nische. Derzeit befindet sich moody noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase (User können ihre moods in einem Stream miteinander teilen und kommentieren, ihre mood-Statistiken miteinander vergleichen und einander kleine Geschenke senden, um die Laune anderer Nutzer zu verbessern. Die meisten Kernfeatures sind derzeit jedoch noch nicht implementiert), daher ist schwer vorherzusehen, wie es sich entwickeln wird. Aber mood-based Marketing is a thing.

Wonderable 

Jeder von uns kennt das: Wir fragen uns etwas und früher oder später finden wir die Antwort. Aber macht uns das wirklich zufrieden? Oft war die Frage letztlich viel interessanter als die Antwort.

Wonderable will „wondering“, wie es im Englischen heißt, auf das nächste Level heben. Momentan arbeitet das Team laut Wonderable-Präsidentin Erika Cunningham an der Betaversion der iPhone-App (eine Android-Version ist bisher nicht geplant). Schon die closed Alpha, an der ich freundlicherweise als Tester teilnehmen durfte, fand ich ziemlich überzeugend.

So bietet Wonderable dem User statt vorgegebener fester Antworten zu jeder Frage eine Anzahl verwandter Fragen, die bereits in dieser frühen Phase oft von deutlich besserer Qualität sind als die Ausgangsfrage. Langfristig soll „Wonderable“ auch Antworten liefern, aber „das hat derzeit keine Priorität. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche“ (Cunningham). Der nächste Schritt wird die Anpassung der Wonderable-App für die apple Watch sein. Ein smarter Move. „Resolutely wondering“ hat auf jeden Fall Zukunft.

news

news will den Nachrichtenmarkt revolutionieren. „Die heutigen Nachrichten sind langweilig!“, meint CBO Christon Mayne und fügt hinzu: „Unsere App wird Nachrichten wieder spannend machen! So einfach ist das.“

Wie schon dream (auf dessen Technikgerüst news entwickelt wurde) kommt news äußerst minimalistisch daher. Entwickler Michael Munoz (Ex-dream) spricht diesbezüglich aber von „weltbewegenden Änderungen“ und „unvorstellbaren Verbesserungen“. Derzeit ist news im „closed beta“-Modus.

Der Nachrichtenmarkt ist traditionell heiß umkämpft, aber das Team um news hat bereits bewiesen, dass es erfolgreiche Startups hochziehen kann. Wer hätte vor einem Jahr an den Erfolg von dream gelaubt? Heute wird dream von fast 7 Milliarden Menschen weltweit genutzt. Ein Riesenerfolg. news ist definitiv ein Startup, das man im Auge behalten sollte.

Dank des Erfolgs von dream sollte außerdem derzeit auch genug Kapital zur Verfügung stehen, um den Nachrichtenmarkt möglichst radikal und mit vollem Einsatz umzukrempeln. Es wird spannend.

Toolstr

Ein Tool für alles? Geht nicht. Toolstr geht daher einen völlig anderen Weg: Mit einem Findr genannten Tool (derzeit ausschließlich als Entwickler-Kit für 399 $ erhältlich) soll innerhalb kürzester Zeit das beste Tool für jeweils anstehende Aufgaben geliefert werden. Toolstr soll dabei extrem flexibel sein. Founder Leroy Warren: „Wir können alles liefern, in bester Qualität, analog oder digital, scheißegal. Das Geheimnis liegt in unserem ausgeklügelten Suchalgorithmus.“

Große Worte, aber Leroy hat bereits mit DepressionThink (dem „Facebook für Depressionen“ – Mark Zuckerberg, der mit ihm zusammen studierte) bewiesen, dass er out-of-the-box denken und überraschende Lösungen für unmögliche Probleme finden kann.

Wichtig für Toolstr ist jetzt, die richtigen strategischen Partnerschaften aufzubauen. Auf gewisse Ähnlichkeiten zum Amazon Dash Button angesprochen, lacht Leroy nur: „Der Vergleich mit dem Amazon Dash wird oft gezogen, aber das ist ein ganz anderes Produkt, ein anderer Markt. Unsere Produkte ergänzen sich einfach gut. Vielleicht liefern wir bald die Tools und Amazon das Material. Alle können profitieren.“

Die Zukunft für Toolstr sieht rosig aus. Die Technologie existiert bereits und sie weckt Begehrlichkeiten. Es würde mich nicht wundern, wenn im Hintergrund bereits Gespräche mit den ganz Großen im Online-Biz laufen, mit dem Ziel, das noch junge Startup so schnell wie möglich zu kaufen, bevor es ein anderer tut.

ClientDevote

Wie finden Unternehmen die richtigen Kunden? Noch immer eher zufällig oder unterstützt durch gezieltes Marketing. Hier setzt ClientDevote an und es will mit seinen Algorithmen nicht weniger, als den Kundenbindungsmarkt revolutionieren, indem es für jedes Unternehmen die richtigen Kunden findet.

Thematisch passende Unternehmen können außerdem ihre Kunden untereinander tauschen, um den für sie perfekten Kunden-Mix zu erreichen, auf Wunsch auch vollautomatisch und in realtime . Customer Sharing nennt Angel Investor Samuel Jefferson dieses neue und bereits patentierte System. Getreu dem Motto „Sharing is Caring“ soll Customer Sharing Unternehmen letztlich deutlich günstiger kommen als das heute noch dominierende, aber in Zeiten von Social Media zunehmend schwieriger zu kalkulierende Marketing.

Der Markt für Kundenfindung steckt derzeit noch in den Kinderschuhen, wird aber nach Ansicht vieler Experten voraussichtlich spätestens 2016 explodieren.

Für welches Startup seht ihr die besten Chancen, welches Startup ist euer Startup Trend für 2015?

P.S.:

Ganz knapp nicht auf die Liste hat es übrigens Zoomstr geschafft, aber ich benutze die App aktuell eigentlich fast täglich. Habe mich schon sehr an diese neue Art des Zoomens gewöhnt.

P.P.S.:

Ein paar Bemerkungen zu euren Kommentaren:

Custom Moods für moody sind aktuell noch nicht implementiert. Man hat das fest vor, aber zunächst müssen die Mood-Datenbanken soweit stehen. Um Geschenke versenden zu können, wird eine Kreditkarte benötigt. PayPal und paysafecard sollen schnellstmöglich folgen.

Wonderable funktioniert derzeit wirklich nur auf iPhones und die Alpha ist ausschließlich englischsprachig. Lokalisierungen sind geplant, haben derzeit aber keine hohe Priorität.

Da sich hier außerdem Kommentare häufen (trotz closed Beta und ziemlich oft anonym, aber ich will nichts andeuten), news sei eigentlich gar nicht so spannend und neu, bat mich Michael Munoz via Twitter darum, nochmal Folgendes klarzustellen:

news befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Der Algorithmus ist nicht final und wird noch deutlich verbessert werden. Außerdem ist der richtige Mix zwischen privaten Neuigkeiten (new news) und Nachrichten-News (news news) derzeit noch nicht gefunden. Man sei dafür dringend auf User-Feedback angewiesen.

Also bitte zukünftig keine Kommentare mehr hier über die miese Auswahl der Nachrichten. Das Problem ist bekannt. Wendet euch im Zweifel direkt an die Entwickler.

Toolstr bat um Klarstellung, dass der Versand des Findr derzeit nur innerhalb der USA möglich ist. Ob und wann man das Tool auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist derzeit nicht bekannt.

ClientDevote weist darauf hin, dass sein Service nur für Unternehmen gedacht ist und nicht für Privatpersonen. Die Arbeiten an einer App für Privatkunden sollen aber bald nachdem ClientDevote „richtig rund läuft“ (O-Ton Jefferson) beginnen.

P.P.P.S.: Jetzt ihr: Der Startup Generator von Tiffany Zhang and Mike Bradley

Am Wochenende ist ComicInvasion!

ComicInvasionBerlin 2015

Berliner aufgepasst! Am Wochenende findet wieder mal die ComicInvasionBerlin statt, Berlins großes Comics-Festival. Erstmals sogar gleich an zwei Tagen (18.04 & 19.04). Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es noch nie selbst hingeschafft habe, aber Tarante von micomics, der jedes Jahr dort ist, erzählt eigentlich nur Gutes darüber. Der Eintritt ist frei. Das Wetter soll auch ganz ansehnlich werden. Also auf zur Urban Spree, gemeinsam Comics zelebrieren.

Meine fünf Buchvorsätze 2015

Mir wurde  ein Stöckchen zugeworfen. Robin hat sich für mich ein sehr passendes ausgesucht, daher mache ich selbstverständlich mit. Eigentlich sind es sogar zwei Stöckchen, na mal schauen. Pro Stöckchen ein Post, damit alles seine Ordnung hat. Den Anfang machen fünf Buchvorsätze 2015.

Ich hab sowas ähnliches bereits 2014 gemacht. Aus den fünf Büchern auf meiner Wunschliste wurden zehn. Gelesen habe ich davon witzigerweise gar keins, stattdessen hab ich so um die 20 andere Bücher gelesen. Immerhin besitze ich drei der Bücher mittlerweile als E-Books. Der Wille ist da. Ich plane trotzdem dieses Jahr eine etwas andere Herangehensweise an meine Liste.

Keine Sachbücher! Erfahrungsgemäß fehlt mir dafür aktuell einfach die Zeit und Ruhe. Ich will unterhalten werden, daher beschränke ich meine Liste auf Belletristik.

Mehr Autorinnen! Laut Goodreads habe ich 2014 insgesamt 21 Bücher gelesen. Davon sieben von Autorinnen. Auf meiner letztjährigen Liste dasselbe Bild: 3/10 Autorinnen. 2/3 also männlich. Das möchte ich ändern. 2/3 Autorinnen lesen finde ich ein gutes Ziel. Meine diesjährige Liste wird nur Bücher von Frauen enthalten. So!

Nur fünf Bücher! Ich werde mich, auch wenn es schwer fallen wird, dieses Mal wirklich auf fünf Bücher beschränken und dafür etwas ausführlicher erklären, warum ich sie lesen möchte.

Außerdem wähle ich Bücher, die ich voraussichtlich auch tatsächlich lese, also schon ziemlich bald. Los geht’s!

1. Kameron Hurley – The Bel Dame Apocrypha

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The Kameron Hurley Omnibus (Bel Dame Apocrypha #1-3)

Ganz weit oben auf meiner Leseliste, wenn auch ein ziemlicher Wälzer. Das les ich wahrscheinlich nicht mal eben so in ein paar Tagen. Eigentlich drei Bücher (God’s War, Infidel, Rapture), aber ich hab mir gleich den Omnibus geholt. Fast 1000 Seiten und nach allem, was ich so mitbekomme und was mir Nulipan erzählt hat: Neben Steven Eriksons „Malazan Book of the Fallen“ vielleicht das Beste, was Fantasy und SciFi aktuell zu bieten hat. Allein schon die ersten paar Sätze:

Nyx sold her womb somewhere between Punjai and Faleen, on the edge of the desert.

Drunk, but no longer bleeding, she pushed into a smoky cantina just after dark and ordered a pinch of morphine and a whiskey chaser. She bet all of her money on a boxer named Jaks, and lost it two rounds later when Jaks hit the floor like an antique harem girl.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das ist genau der richtige Ton für mich. Nyx wird bestmöglich eingeführt. Ich bin ein großer Fan von tollen ersten Sätzen! Ich will mehr lesen!

Außerdem hat Kameron Hurley sich für ihre Welt viele nette Details einfallen lassen. Insekten spielen eine wichtige Rolle im täglichen Leben (zum Beispiel als Treibstoff). Die Religionen basieren auf einer Art Islam, wie er sich vielleicht in ferner Zukunft entwickelt haben könnte. Boxen ist reine Frauensache. Generell entspricht die Rollenverteilung in Nyx‘ Welt nicht unbedingt der in Fantasy leider noch immer verbreiteten, klassischen. Wie Kameron Hurley es ausdrückt: In den Bel Dame Apocrypha geht es um „Bugs. Blood. Brutal Women.“ Klingt doch großartig! (Außerdem habe ich schon Hurleys ebenfalls lesenswerten Kurzgeschichtenband namens „Brutal Women“ gelesen. Ich weiß also bereits, dass sie super ist.)

2. Catherynne M. Valente  – Palimpsest

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Catherynne M. Valente - Palimpsest

In „Palimpsest“ geht es um eine sexuell übertragbare Stadt. Reicht eigentlich schon als Grund zum Lesen, oder? Von Catherynne M. Valente hab ich diese Woche erst die Novella „Silently and Very Fast“ gelesen und für großartig befunden. Bekannt sind ihre Fairytales-Romane, aber mir ist es nach etwas Erwachsenerem. „Palimpsest“ also. Eine Stadt in einer anderen Realität, die man nur durch Sex erreichen kann. Klingt abgefahren. Valente hat aber nicht nur tolle Ideen, sondern auch eine wunderbare Sprache. Alles sehr poetisch, aber nicht verkünstelt. „Palimpsest“ ist wohl nicht wirklich plot-driven, es geht eher um Atmosphäre. Ich las Vergleiche mit China Mieville oder Jeff VanderMeer, die „Palimpest“ also dem Genre „New Weird“ zuordnen würden. Klingt, als könnte es mir gefallen. Falls ihr neugierig seid: Valente hat 2007 eine Kurzgeschichte namens „Palimpsest“ geschrieben, die ihr online lesen könnt: „Palimpsest“.

3. Ann Leckie – Ancillary Justice

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Ann Leckie Ancillary Justice (Imperial Radch #1)

Noch so ein Tipp von Nulipan. Sie hat die bisher erschienenen zwei Bände bereits gelesen und nach leichten Startschwierigkeiten für sehr gut befunden. Außerdem hat Ann Leckie mit diesem Buch, ihrem Debut, gleich so ziemlich jeden wichtigen Preis in den USA abgeräumt (Hugo, Nebula, Locus usw.), damit mache ich also nichts verkehrt. Ich weiß sonst nicht viel über das Buch, außer dass es sich mit spannenden Themen auf kluge Art und Weise befasst. Space Opera für Erwachsene. Au ja! „Ancilliary Justice“ ist das erste Buch der Imperial Radch-Trilogie. Naja. Hat sowieso jeder auf seiner Liste, schätz ich, darum mach ich gar nicht mehr Worte drum.

4. Maria Dahvana Headley – Magonia 

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 Maria Dahvana Headley - Magonia

„Magonia“ ist noch gar nicht erschienen, es kommt im April 2015 raus. „Magonia“ ist Young Adult. Ich hab zwar nichts gegen YA, aber eigentlich ist es nicht mein bevorzugtes Genre. Trotzdem will ich „Magonia“ sehr gern lesen, seit ich im letzten Jahr „Queen of Kings“ von Headley geradezu verschlungen habe. Darin geht es um Kleopatra, nur dass Kleopatra nicht durch einen Schlangenbiss starb. Stattdessen bekam sie von der Göttin Sekhmet göttliche Kräfte verliehen. Die Sache hat natürlich einige Haken. „Queen of Kings“ nimmt sich Historie und macht düstere Fantasy daraus. Ein bisschen wie eine modernere Ann Rice. Headley schreibt gut. Daher bin ich auf „Magonia“ gespannt. Danach kann Headley sich aber gern an die Fortsetzung von „Queen of Kings“ machen, immerhin sind die Kleopatra-Romane als Trilogie konzipiert.

5. Alissa Nuttin – Tampa

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Alissa Nutting - Tampa

„Tampa“ handelt von einer pädophilen Lehrerin. Es basiert dabei auf der wahren Geschichte der Lehrerin Debra Lafave, die 2005 verhaftet wurde, da sie als 23-Jährige Sex mit einem 14-jährigen Schüler hatte. Schwierig an dem Buch ist sicherlich, dass es konsequent aus Sicht der Pädophilen erzählt wird. Für manche (FAZ zum Beispiel) ein Skandalroman wie weiland „American Psycho“ oder, beim gewählten Sujet am naheliegendsten, „Lolita“ von Nabokov. Literarisch wohl nicht ganz auf dem Niveau des letzteren, aber ich bin interessiert genug. Schwieriges Thema, zumal für einen Debutroman. Und offenbar nicht ganz schlecht. Lavave ist letztlich übrigens zu einer sehr milden Strafe von 3 Jahren Hausarrest verurteilt worden.  Ins Gefängnis musste sie nicht. Dafür war sie, nach Aussage ihres Anwalts, wirklich zu schön.

So, das waren fünf. Also erwähne ich nur noch kurz Jagannath von  Karin Tidbeck, Troll: A Love Story –  Johanna Sinisalo, Church of Marvels – Leslie Parry, Conservation of Shadows – Yoon Ha Lee, Suicide Girls in Afterlife – Gina Ranalli, Clockwork Girl – Athena Villaverde, Trashland A Go-Go – Constance Ann Fitzgerald, The Invisible Library – Genevieve Cogman, We Are All Completely Beside Ourselves – Karen Joy Fowler, Doomsday Book – Connie Willis, Who Fears Death – Nnedi Okorafor, The Miseducation of Cameron Post – Emily M. Danforth, Gate of Darkness, Circle of Light – Tanya Huff, The Marketplace – Laura Antoniou, Parable of the Sower – Octavia E. Butler, The Secret History – Donna Tartt, Synners – Pat Cadigan, Blood Oranges –  Kathleen Tierney, Zoo City – Lauren Beukes, Alif the Unseen – G. Willow Wilson, Ascension – Jacqueline Koyanagi, Black Wine – Candas Jane Dorsey, Hammered – Elizabeth Bear, The Kingdom of Gods – N.K. Jemisin, Bones & All – Camille DeAngelis und Slow River von Nicola Griffith.

René hat mir letztes Jahr ein ähnliches Stöckchen zugeworfen, also geb ich das mal zurück.

Spiri liest zwar eigentlich nur Comics, aber vielleicht hat er ja trotzdem auch ein paar Buchtipps in petto.

Helga hat bestimmt auch ein paar gute Tipps parat.

Beim DigiFla bin ich mir da sicher.

Nulipan sollte ein Blog haben.