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Warum ich diesen Blogartikel eigentlich nicht schreiben wollte – Ein Plädoyer gegen die Trollierung von Masku-Sprech

Ich glaub, mit diesem Tweet fing es an. Weil die Maskulisten fleißig #Aufschrei trollen, sollen nun deren Begrifflichkeiten getrollt werden.

Warum ich das für keine gute Idee halte:

#Aufschrei ist trollbar, weil es Assoziationsraum bietet. #Aufschrei ist ein inkludierendes Hashtag. Es wurde, wenn man so will, gebrandet und die Maskus versuchen, es umzudeuten. Was nicht funktioniert, aber möglich wäre es.

Begriffe wie #femhatespeech oder #feminazi sind aber nicht nur geschmacklos, sondern auch klare Kampfbegriffe, Beleidigungen. Maskus glauben, diese Hashtags sind untrollbar und ich denke, sie haben in gewisser Weise recht: Es sind bereits Trollbegrifflichkeiten, Geschmacklosigkeiten, die Feminismus mit Nazigreueln gleichsetzen und Opfer von Diskriminierung zu Tätern stilisieren. Diese Begrifflichkeiten umzudeuten ist weder möglich noch erstrebenswert. Sie zu verbreiten halte ich für klar falsch.

Noch aus einem weiteren Grund: der Relevanz. Wo #Aufschrei wahnsinnig viele Menschen erreicht und viel Aufmerksamkeit erregt hat, interessiert sich für #femhatespeech und Co keine Sau. Verständlicherweise, wenn man sich die Tweets zum Thema anschaut. Klar mag es ärgerlich sein, dass Maskus an jeden ihrer Misttweets #Aufschrei dran hängen. Sie zeigen damit aber letztlich nur, wie relevant #Aufschrei ist. #femhatespeech und Co sind irrelevant und werden es auch bleiben, wenn wir sie so bleiben lassen, wie sie sind: Ein Ventil für misogyne Scheiße, die ein paar Typen auf Twitter ablassen.

tl:dr: Misogyne Hashtags ignorieren. Maskulisten keine Reichweite verschaffen.

Laut gegen Sexismus – „Was ich habe“ von Bente Varlemann

Nehmt euch die 5 Minuten. Politische Poesie von Bente Varlemann beim ZDF.Kultur Poetry Slam 2013. Ich wünsch mir immer mal wieder politischere Kunst. Oft genug übersehe ich wahrscheinlich einfach, dass es die bereits gibt und ich vielleicht nur nicht an den richtigen Stellen suche. An Poetry Slams nervt mich meist diese etwas gehetzte, wahnsinnig vehemente Vortragsart. Zu dem Text „Was ich habe“ passt sie allerdings sehr gut.

Hier noch ein kurzes Portrait der Autorin.

(via)

Hatespeech und Victim Blaming nach dem #Aufschrei & Cybersexism: Sex, Gender and Power on the Internet

Jasna Strick (@faserpiratin) hat auf der Open Mind 2013 (#om13) einen Vortrag zu „Hatespeech und Victim Blamin nach dem #Aufschrei“ gehalten. Lege ich euch ans Herz. Macht deutlich, warum es zu #Aufschrei kam, was dadurch bewirkt wurde und warum #Aufschrei noch lang nicht vorbei ist.

Cybersexism: Sex, Gender and Power on the Internet Laurie Penny

Zum Thema Cybersexismus las ich in den letzten Tagen noch „Cybersexism: Sex, Gender and Power on the Internet“ von Laurie Penny. Kann ich ebenfalls sehr empfehlen. Die Kindle-Version ist, weil der Text nicht lang ist, sehr günstig. Momentan 1,72€. Gut angelegtes Pfandgeld.