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Age of Ultron ist scheiße. Discuss!

Avengers: Age of Ultron wasn’t just bad. It was, to me, proof that Marvel movies, even at their best, can only be bad. And that they are going to get worse. The human mission has been lost.

Age of Ultron ist scheiße und Marvel killt gutes Popcornkino. Behauptet jedenfalls Sady Doyle und ich finde sie argumentiert sehr überzeugend. Aber ich hab den Film noch gar nicht gesehen.

At the core of Marvel’s contempt for people: Punching is better than talking. Doing is better than thinking. Instinct is better than intellect; big is better than smart.

Eigentlich geht es auch um viel mehr als langweiliges Popcornkino. Oder ob Joss Whedon scheiße ist. Oder Marvel.

If I wanted to see something artful, I could have gone to watch Ex Machina or whatever that new David Cronenberg movie is supposed to be. I didn’t. I went to see Avengers on opening weekend. What I really dislike about Marvel is what they’re doing to stupid popcorn movies.

Oder ihre Art und Weise, Geschichten zu erzählen oder ob ihre Art und Weise, Geschichten zu erzählen, vielleicht einfach nicht zusammen passt.

Marvel has no investment in doing so; that, even if they manage to grab a director who is capable of doing those things, the prioritization of the brand and the formula over individual creators will ultimately sabotage the attempt.

Apropos Geschichten erzählen: Wie Marvel als Produzent von Endlosserien im Comic jetzt Endlosserien im Kino etabliert – das ist genau beobachtet und wird sich voraussichtlich sehr auswirken. Letztlich ist nicht allein Marvel schuld, die nutzen nur einen sowieso bestehenden Trend aus.

The problems with Marvel’s storytelling will be the problems of narrative storytelling for the foreseeable future. Once this is over, we’ll be dealing with a generation raised on this stuff, who believes it’s how storytelling ought to work: Harry Potter came out when I was in high school. I’m in my thirties, and I still haven’t seen the end of the “serialized YA fantasy” onslaught. Something this big sticks around.

Review: Shutter #7 (Image Comics) – Where is Kate Kristopher?

Shutter #7 Image Comics Cover, Source: https://imagecomics.com/comics/releases/shutter-7

I’m late to the party, aber was soll’s. Quitzi (vom Groben Unfug, ihr kennt den Rest) und ich dachten uns, es könnte ja durchaus spannend sein, einfach mal mitten in einen Comic einzusteigen und zu sehen, wie das so läuft. Hier sind wir also.

In Shutter, geschrieben von Joe Keatinge,  geht es um Kate Kristopher, soviel ist schnell klar. Sie ist Fotografin in einer Welt, die unserer sehr ähnelt, außer dass es dort nur so vor Monstern, Roboterkatzen, Drachen und anderem coolen und gefährlichen Zeug wimmelt. Das Backcover von Shutter #7 verrät außerdem, dass Kate früher eine berühmte Abenteurerin war, aber vor 10 Jahren aus unbekannten Gründen diesen Job an den Nagel hängte. Jetzt aber wurde sie wieder in Seltsamkeiten hineingezogen. Und wie!

Der Comic macht keine Gefangenen. Gleich am Anfang des Heftes müssen sich Kate, ein kleiner Junge namens Chris und Alarm Cat, die Roboterkatze, gegen Unmengen Drachen wehren und auch wenn sie diesen Kampf verlieren – die Action lässt nie wirklich nach. Das liegt auch an den tollen Zeichnungen von Leila del Duca, die offenbar einfach alles zeichnen kann (Farben von Owen Gieni). Riesige Drachen, die kleinere, fliegende Fledermausgranaten ausspucken oder eine Kettensägen schwingende Roboterkatze im Retrolook – kein Problem für del Duca. Außerdem erinnert Chris frappierend an den Vault Boy aus Fallout.

Alles in Shutter ist spannend und interessant, auch weil es so seltsam ist. In Kates Welt scheint alles möglich, der Comic bordet über vor Ideen. Letztlich ist das etwas viel für ein Heft, aber das mag eben daran liegen, dass ich die vorigen Hefte nicht gelesen habe. Shutter #7 endet mit einem fiesen Cliffhanger. Gute Serie, glaube ich.

 

 

Lest den teuersten Comic der Welt online – Action Comics #1 Scan von CGC Comics

Action Comics #1 Cover

$3,207,852 $ – soviel hat die bisher(?) am besten erhaltene Ausgabe von Action Comics #1 bei ebay erbracht. Das Heft ist von 1938, aber super erhalten (9,0 auf der CGC-Skala, die den Zustand von Heften bewerten, also “near mint”). Warum ist Action Comics so legendär? In ihm tritt erstmals überhaupt ein heute ziemlich bekannter Superheld namens Superman auf. Ist also ein historisches Dokument!

Da das Heft für Normalsterbliche absolut unbezahlbar ist und überhaupt wahrscheinlich nicht mal mehr 100 Exemplare davon existieren, haben CGC Comics das besterhaltene Exemplar von Action Comics #1 gescannt und komplett online gestellt.

Action Comics #1 Scan Screenshot

Für mich sehen die Scans jetzt nicht unbedingt super aus, ich hatte mir mehr Schärfe erwartet, aber laut io9 ist der Scan der beste, den es bisher gibt.

Tuki – Neuer Webcomic von Jeff Smith (BONE,RASL)

TUKI - Webcomic by Jeff Smith Cover
Bei Boingboing grad auf einen neuen Webcomic von Cartoonist Jeff Smith gestoßen. Jeff Smith hat mit BONE und RASL bereits zwei sehr gute und sehr verschiedene Comics veröffentlicht. In Tuki geht es um einen prähistorischen Menschen, der Afrika verlässt. Aktuell sind erst ein paar Seiten erschienen. Ihr habt also noch nichts verpasst. Bin ich eigentlich der einzige, der den Titel als “TÜKI” liest?

“Hamas – Terror and Tyranny in Gaza” – Israelische Armee veröffentlicht Hamas-Comic

Comic: Hamas - Terror and tyranny in Gaza
Die israelische Armee hat einen Hamas-Comic (PDF) veröffentlicht. Das sorgt für Kontroversen. Ich finde interessant, dass sie das Medium Comic nutzen, offenbar ohne es verstanden zu haben. Sie nutzen keinerlei Kniffe, keine allgemein bekannten Storytelling-Tricks. “Show, don’t tell!” So vermittelt man keine Fakten in einem Comic.
(via)

Kriegen wir bald eine “Preacher”-Serie von AMC?

Preacher #1 Cover Vertigo
Es sieht so aus. Angeblich hat AMC (The Walking Dead, Mad Men) einen Piloten geordert.

Sorgen macht mir allerdings, dass Seth Rogen als Regisseur gehandelt wird. Bin mir nicht sicher, ob das die Art Humor ist, die Preacher braucht. Andererseits war Preacher schon mehrmals im Gespräch für eine Serie oder einen Film. Als Regisseure wurden bereits gehandelt: D. J. Caruso, Kevin Smith, Mark Steven Johnson, Sam Mendez und Darren Aronofsky. Insofern muss ich vielleicht froh sein, wenn der Vertigo-Comic überhaupt irgendwann verfilmt wird. Oder ich ärgere mich im nachhinein sehr. Ich muss mich wohl noch etwas gedulden.

Ungnade? Nee nee. Nicht Colleen Doran und nicht “Gone to Amerikay”!

Was ein bisschen klingt wie ein Roman von Stieg Larsson ist in Wirklichkeit der neueste Einfall des hochgeschätzten, unvergleichlichen Monsieur Quitzis. Der macht ja immer so Aktionen. Es geht um in Ungnade gefallene Comics, Comicautoren, -zeichner und so weiter. Sachen, die man früher toll fand und jetzt eher nicht mehr. Klar umrissen ist das nicht, aber das hat ja auch seinen Reiz.

Ich hab des Quitzis Frage naturement auch sofort beantwortet, mir fielen Voodoo, Catwoman und Fables ein, aber damit bin ich ehrlich gesagt nicht zufrieden. Voodoo hab ich genannt, weil das ja ursprünglich eine Serie von niemand geringerem als Alan Moore war, erschienen beim mittlerweile zu DC gehörenden WildStorm-Verlag. Und beim Reboot (DC New 52) ist mir Voodoo äußerst negativ aufgefallen. Dasselbe gilt für Catwoman – ich mag den Charakter, ich fand die neueste Version zutiefst furchtbar. Etwas anders ist das bei Fables – die Serie hat mir anfangs gut gefallen und hält insgesamt auch ihr Niveau, aber ich langweile mich zunehmend. Fables ist wirklich über viele Jahre langsam, aber stetig in Ungunsten gefallen.

Gut, dass ich hier im Blog noch Platz für ein paar weitere Beispiele habe:

In Ungnade sind gefallen:

Mark Millar: Die ersten Sachen, die ich von ihm las, fand ich sehr unterhaltsam. Aber sein Over-the-top-Ansatz hat sich sehr schnell abgenutzt und langweilt mittlerweile sogar.

Jae Lee: Zuerst fand ich den Zeichenstil sehr beeindruckend und hübsch, aber ich habe mich schnell daran satt gesehen und empfinde es heute als ein Negativkriterium, wenn ein Heft oder Cover von Jae Lee gezeichnet wird.

Vertigo: Ach Vertigo. Aber die haben momentan wieder eine gute Phase. Das muss man ihnen lassen.

Peter Milligan: Soviel Potential, soviel Energie und Ideen, aber so wenige gut erzählte Geschichten.

Plötzlich hat mir der Quitzi im Groben Unfug “Gone to Amerikay” in die Hand gedrückt und damit war der Pakt besiegelt. Ich glaube, weil ich mich vorher für “A Distant Soil” von Colleen Doran interessiert habe.

Gone to Amerikay Vertigo Comic Cover Die Fakten: Geschrieben von Derek McCulloch, gezeichnet von Colleen Doran, koloriert von Jose Villarrubia (u.a. Sweet Tooth!), mit Lettering von Jared K. Fletcher (u.a. DMZ, Hellblazer). Große Namen. Erschienen im Vertigo-Verlag. Viel Text, viel Handlung, drei Generationen irischer Einwanderer in New York.

Kann auf den ersten Blick altmodisch wirken, hat es aber einfach nicht nötig, dick aufzutragen. Gone to Amerikay ist eine tolle Geschichte, mit der man sich jetzt, wo es abends so kühl ist, für ein Stündchen oder zwei in den Lesesessel verziehen kann. Einfach gut erzählt und gezeichnet und lesenswert für alle jene, für die es keine Superhelden und Action nonstop braucht. Wann liest man denn sonst mal einen Comic über die Immigration nach Amerika im Verlauf von drei Generationen, verwoben mit zwei Liebesgeschichten? Eben.