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The Jurassic Park Dossier

“I found a dossier I made when I was wee detailing my fictional job as a computer programmer at Jurassic Park. Seriously. Here are some highlights.”

The Jurassic Park Dossier

Müsst ihr gesehen haben. Was passiert, wenn sich ein Jugendlicher richtig in die Welt von Jurassic Park versetzt. Michael M., Programmierer im Park und Allroundtalent, hat alles genauestens dokumentiert: The Jurassic Park Dossier.

Die FDP schreit #GERMANMUT und Alle so: HÄÄÄ?

Ich bin noch gar nicht richtig wach, aber schon über einen seltsamen Hashtag namens #GERMANMUT gestolpert.

Nach kurzer Verwunderung (Ist das echt? Satire? Wo kommt es her?) also fix Google angeworfen und siehe da: Hinter #GermanMut steckt niemand anderes als die FDP und die meinen das offenbar ernst. #GERMANMUT ist außerdem nur echt, wenn alle Buchstaben großgeschrieben sind. Verwunderung bleibt.

Jedenfalls treffen sich die letzten verbliebenen FDPler wohl gerade irgendwo (wusste ich auch nicht) und #GermanMut ist der offizielle Hashtag dazu. Total internetaffin, total modern. Vereinzelt regt sich Begeisterung.

Sehr vereinzelt. Angeblich will die FDP einen Neuanfang wagen, aber das Leitmotto “Mehr Chancen durch mehr Freiheit” ist genau derselbe nichtssagende und weltfremde Scheiß, wegen dem die Partei in der Versenkung verschwunden ist. Insofern dürfte statt Neuanfang eher von einem verzweifelten, womöglich letzten, Aufbäumen die Rede sein.

Ach ja, wir wollten ja eigentlich die FDP auslachen! Auftritt Twitter.

Denglisch kann man doof finden oder nicht, richtig blöd wird es aber, wenn man German mut auch als komplett Englisch verstehen kann und dann Unsinn raus kommt. Aber das hat man doch sicher bedacht bei der FDP, oder? Ähm, nein. Doof auch, wenn so ein Hashtag geradezu zum Missverstehen einlädt:

Außerdem haben ein paar Menschen noch immer nicht vergessen, was die FDP so für mutige Sachen gemacht hat, als sie noch nicht völlig unbedeutend war. Wie blöd.

Selbst die Autovervollständigung sabotiert #GERMANMUT.

Met? Meth? Mett? Dammit! Nichts schlägt Mett. Zu allem Überfluss und total überraschend wird die FDP jetzt auch noch in die rechte Ecke gestellt, nur weil sie dumpfen Nationalismus befeuert:

Der Pöbel versteht’s nicht. Ah, doch. Vereinzelt gibt es auch Tweets, die zeigen, dass die Message verstanden wird:

Allerdings überwiegen die negativen Tweets.

Es bleibt wohl nur:

 

 

True Fruits will keine Smoothies mehr verkaufen

Anders ist das kaum zu erklären. Zum Hintergrund: True Fruits schreibt auf die Flaschen seiner Smoothies gern mehr oder weniger witzige Sprüche. So auch bei seiner “Black Edition”.

“Hast du schon mal einer hässlichen Freundin, die aber total lieb ist ein Date besorgt? So fühlen wir uns gerade mit dem white, unserem wohl leckersten Smoothie, der aufgrund seiner blassen und unfruchtigen Optik leider viel zu selten in den Genuss eines knisternden Rendezvous mit Dir kommt. Was blieb uns also anderes übrig, als das Licht auszuknipsen, damit Du dich einzig und alleine auf seine inneren Werte konzentrieren kann.#schluckimdunkeln”

Hmm. Ist das lustig? Nö. Das ist eigentlich ziemlich blöd. Entsprechend gab es auch Kritik. Soweit ist das (traurigerweise) noch kaum ein Skandal. Passiert ständig. Wichtig ist, grad in sozialen Medien, wie mit der Kritik umgegangen wird. Und genau da hat True Fruits es total verkackt.

True Fruits Smoothies Sexismus Lookismus #ichkaufdasnicht

Statt die Kritik ernstzunehmen, macht man sich lieber drüber lustig und stellt klar: Wir finden das lustig. Wir sind nicht bereit, auf Kritik einzugehen. Wenn ihr unseren Humor Lookismus und Sexismus nicht lustig findet, trinkt doch unseren Smoothie nicht. Ein Gefallen, den ich True Fruits nur zu gerne tue.

Schluckteurenscheissdochalleine True-Fruits

Das Bild stammt von Indyvegan.org (CC BY-NC-ND 4.0). Die Edition “Lookistischekacke.” kommt von Justveganthings.

Als jemand, der auch beruflich mit Social Media zu tun hat, finde ich das Verhalten von True Fruits nur schwer erklärlich. Statt sich einfach der Kritik zu stellen und damit einem Shitstorm und darauf folgenden Boykotten zu entgehen und weiterhin ein ziemlich okayes Image zu behalten, reagierte man lieber mit Kundenbeschimpfung.

Dabei behauptet man von sich sogar:

“Und deshalb sind wir auch zur Stelle und hören zu, wenn ihr Fragen habt, süchtig nach unseren Smoothies seid oder einfach ein Schwätzchen mit uns halten wollt. Einfach durchklingeln bei unserer kostenlosen true fruits Suchtberatung: 00800 55 88 55 22″

Erreicht hat man durch so eine Reaktion lediglich, die Marke True Fruits zu beschädigen. Ich mein, Smoothies! Die sind doch eher was für problembewusste Menschen (umweltbewusst, gesundheitsbewusst, qualitätsbewusst, usw). Sich da beim so wichtigen Thema Diskriminierung ahnungslos und ohne Gespür für die Zielgruppe zu zeigen, wird sich rächen. Schließlich gibt es sympathischere Alternativen.

Mehr dazu bei Indyvegan.

Flaggen verbrennen will gelernt sein: Nazi: 0; Flagge: 1

Hihi. Ein englischer Nazi scheitert daran, standesgemäß die EU-Flagge anzuzünden. Weil nach irgendeinem obskuren EU-Gesetz die Flaggen bei uns nämlich feuerfest sein müssen. Ach hätt’ er sich mal informiert. Wobei ich das bis eben auch nicht wusste.

(via)

Die Bundesdrogenbeauftragte ist völlig ahnungslos, wenn es um Drogen geht.

Eigentlich würde ich ja nicht auf Jung&Naiv verweisen, aber was die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) so zu ihrer Drogenpolitik erzählt, zeigt wunderbar deutlich, was in Deutschlands Drogenpolitik so furchtbar falsch läuft. Jung&Naiv ist sonst ja eher der Jung, aber Mortler schafft es spielend, noch deutlich naiver zu wirken. Dass sie nicht mal das portugiesische Modell der Drogenpolitik kennt, spricht Bände. Peinlich!

(via)

Milo Manara zeichnet Spider Woman #1 Variant Cover. What could possibly go wrong? Alles!

Coverfail Spider Woman #1 Milo Manara
Ach du Schande, das Variant Cover von Milo Manara für Marvel Comics Spider Woman #1 ist ja mal furchtbar. Ist völlig zurecht gleich bei Escher Girls gelandet. Manara ist vielleicht nicht der geeignetste Cover-Zeichner für solch einen Comic, bei seinem bisherigen Oeuvre (nsfw). Andererseits ist auch das reguläre Cover von Greg Land total misslungen:

Spider Woman #1 Coverfail Greg Land

Marvel, was läuft falsch bei euch? Das kann doch nicht euer Ernst sein? Wollt ihr aktiv verhindern, dass Menschen Spider Woman #1 lesen? Ich lobe euch ja in der Regel, weil ihr im Vergleich zu DC Comics ziemlich viel richtig macht, wenn es um gute Comics für eine breite Zielgruppe geht. Und dann kommt ihr daher und spendiert einer eurer coolsten Heldinnen solche Cover?

Bewerben per Online-Formular – Ein Rant

Fuck Online-Formulare

Ich bin aktuell auf Jobsuche und das ist bekanntlich schon nervig genug. Eigentlich verwunderlich, dass wir uns in Zeiten des Internets in aller Regel immer noch so bewerben wie vor 20 Jahren. Hatten Stellenanzeigen früher ihren Platz in Totholzmedien, findet mensch sie mittlerweile online und wo früher für jede Bewerbung ein Brief verschickt werden musste, reicht heute eine Mail. Ansonsten hat sich nicht wirklich was verändert. Aber darum geht es mir gar nicht (wobei ich mir wünschen würde, dass sich da mal jemand ein besseres System einfallen ließe).

Mit Bewerbungen per E-Mail kann ich, trotz hohem Nervfaktor, gerade noch leben. Ist halt so. Bewerben ist ätzend. Ich habe meine Unterlagen schön im PDF-Format vorliegen, um sie schnell und einfach per E-Mail versenden zu können. Es könnte so (vergleichsweise) simpel sein.

Aber nö: Aus mir unerklärlichen Gründen halten viele Unternehmen es offenbar für zweckmäßig, diese simple Lösung auszuschließen und setzen stattdessen auf einen völlig bescheuerten, unnötig komplizierten Weg: Bewerbung per Online-Formular.

Schlimm genug, dass ich mich bei verschiedensten Jobbörsen anmelden muss, was für mich als Nutzer keinen Mehrwert hat (ich brauche keine Mails mit Jobangeboten, ich gucke selber). Finde ich dort dann eine passende Stelle, werde ich auch noch auf eine weitere Seite mit einem Onlineformular zum Bewerben verwiesen. Dort werden dann fein säuberlich all die Daten abgefragt, die sich ohne Weiteres aus meinen Bewerbungsunterlagen erschließen lassen. Bloß um danach in einem ominösen “Bewerberpool” zu landen, in dem ich sie eigentlich nicht unbedingt haben will.

Besonders “schön”, wenn Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse getrennt hochgeladen werden sollen. Für die Firmen, denen ein Online-Formular noch nicht kompliziert genug ist, nehme ich an.

Die weitere Kommunikation, wenn denn eine statt findet, läuft dann unlogischerweise natürlich wieder per E-Mail und Telefon. Das verstehe, wer will. Ich nicht.

Warum tun Unternehmen sowas? Testen sie, ob Bewerber bereit sind, sich bescheuerten Regeln zu beugen? Kriegt irgendjemand Lust, für ein Unternehmen zu arbeiten, wenn bereits das Bewerben ein unfassbar nerviges Procedere ist? Ich jedenfalls nicht. Ich glaube, damit bin ich nicht allein. Ich möchte nicht wissen, wieviele fähige Bewerber Unternehmen verloren gehen, weil sie auf unnötig komplizierte und teils grottig programmierte Online-Formulare zum Bewerben setzen. Jeder Mensch mit Verstand und Würde muss doch beim Anblick eines solchen denken: Fuck you! Dann eben nicht.

Musik!