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Lieblingslieder: Henryk Górecki – Symphony Nº 3, Op. 36, „The Symphony of Sorrowful Songs“

Ich bin nicht gerade ein Fan von Klassik. Mag daran liegen, dass ich das Kind eines Berufsklarinettisten bin. Aus demselben Grund hab ich es wahrscheinlich immer vermieden, ein Instrument zu erlernen, was ich im Nachhinein ein bisschen bereue. Aber…

Es gibt durchaus klassische Musik, die ich mag.  Henryk Góreckis Symphony Nº 3, Op. 36 zum Beispiel. Die liebe ich sogar. Górecki kannte ich bis dahin nur als Titel eines Tracks von Lamb (die hier auch noch vorkommen werden). Als ich, wie auch immer, auf dieses Stück stieß, war ich grad in einer Phase, in der ich sehr auf Postrock stand. Die langsame Steigerung, die Górecki nutzt, war mir also stilistisch alles andere als fremd. Daran war ich gewöhnt.

Und mal ehrlich: Der Song ist (und ich betrachte ihn als Song) Bombe. Wenn man Postrock mag.

Zum Hintergrund: Der polnische Komponist Henryk Górecki schrieb die Symphony of Sorrowful Songs im Jahr 1976. Die Sinfonie ist in drei „Movements“ unterteilt.

„The first is a 15th-century Polish lament of Mary, mother of Jesus, the second a message written on the wall of a Gestapo cell during World War II, and the third a Silesian folk song of a mother searching for her son killed by the Germans in the Silesian uprisings. The first and third movements are written from the perspective of a parent who has lost a child, and the second movement from that of a child separated from a parent. The dominant themes of the symphony are motherhood and separation through war.“

Wikipedia

Sie wurde später ein riesiger Erfolg (mit der Sopranistin Dawn Upshaw als Interpretin), was an mir allerdings vorbei gegangen ist. Ich entdeckte sie erst deutlich später. Aber seitdem hat sie mich nie mehr los gelassen. Tolles Stück Musik!

Ein Monat Musik- Tag 4 (A song that makes you sad)

Heute wird also ein Song gesucht, der mich traurig macht. Musste lang überlegen, dabei ist die Antwort ganz einfach. Henry Górecki- Symphony No. 3 (nicht umsonst auch als Symphony of sorrowful Songs bekannt). Ich bevorzuge die von David Zinman dirigierte Version des London Sinfonietta mit Dawn Upshaw als Sopranistin (die hier), aber die Meinungen sind hier geteilt. Fest steht, dass diese Symphonie meiner Meinung nach das traurigste Stück Musik ist, das je geschrieben wurde. Müsst ihr allerdings unbedingt insgesamt hören (knapp 55 Minuten).

Die Symphonie besteht aus 3 Teilen (auch „movements). Der erste ist fast eine halbe Stunde lang, der zweite knapp unter 10 Minuten, der dritte Teil etwa 18 Minuten.

Hier ein Teil des 1. Movements (leider mal wieder viel zu lang für youtube, aber um einen Eindruck zu gewinnen, reicht es):

2. Teil:

Ein bisschen Hintergrund:

Über Górecki: Wiki, Schöne Biografie
Über die 3. Symphonie: Wiki und hier