Schlagwort-Archive: Linke

Plädoyer für mehr linke Games (und gegen Gamergate)

Kluger Artikel von Roman Lehnhof zu Games und Politik, speziell linker, emanzipatorischer. Und zu #Gamergate & Warum Gamergate selbst als „Consumer Movement“ noch scheiße wäre: Freiheit macht arm.

„Linke Videospiele sind Mangelware, prekäre Lebenswelten und Verteilungsfragen kommen kaum vor. Damit verspielen Games ihr Potenzial, eine Gegenkultur zu erschaffen.“

Bei Zeit.de, daher ein Donotlink-Link! Eigentlich aber beim derzeit wohl einzig ernstzunehmenden Games-Magazin WASD erschienen, mit freundlicher Genehmigung wieder verwurstet im Qualitätsjournalismus.

In den Kommentaren geht es naturgemäß vor allem darum, dass Games und Politik miteinander nichts zu tun hätten, aber das ist naturgemäß totaler Quatsch.

Ein wenig verkennt der Autor des Artikels, wie viel gerade im US-amerikanischen Independent-Games-Bereich passiert. Anna Antropy und andere machen zum Teil genau das, was Roman Lehnhof sich häufiger wünscht. Tools wie Twitch eröffnen ganz neuen Gruppen die Möglichkeit, Games zu entwickeln. Umso mehr verwundert die angedeutete Geringschätzung von Safe Spaces und Diversity.  Trotzdem steckt viel Wahres in Freiheit macht arm. Zum Lesen empfohlen!

 

Werbeanzeigen

Neonazi startet Petition: Verbot Linke Grüne Antifa und deren Unterstützer

Petition Verbot Linke Grüne Antifa und deren Unterstützer

Wenn kleine Neonazis den Marsch durch die Institutionen versuchen, zumindest fast, starten sie offenbar seltsame Petitionen und seltsame Umfragen auf Google+. Alles so Neuland.

„Durch die letzten Ereignisse die sich in Deutschland durch oben aufgeführte Terror Organisationen ereignet haben, und der Terrorismus in Deutschland durch die Söldner Gruppe Antifa gegen das friedliche Deutsche Volk geförderter wird, Bürgermeister die Terroristen in ihre Städte karren lassen um Für Stimmung zu sorgen , Straftaten in kauf nehmen und Menschenleben gefährden , muss ein sofortiges Verbots Verfahren eingeleitet werden.“

Es hat schon Gründe, dass Rechte generell so ihre Probleme mit Demokratie haben. Scheitern sie doch oft schon am Formulieren eines verständlichen Textes. Von sinnvollen Zielen mal gar nicht zu reden. Wer „Unterstützer“ verbieten will, hat nicht einmal rudimentär kapiert, wie’s läuft. ^^ Eine detailliertere „Analyse“ des wirren Petitionstexts gibts bei Endstation Rechts.

Trotzdem darf man sich von sowas nicht täuschen lassen: David Bühring mag nicht das hellste Licht sein und man muss Neonazis auch mal auslachen. Immerhin 50 Menschen haben bisher bewiesen, dass sie sich noch weniger auskennen, indem sie die Petition mitzeichneten.

Unterschätzen darf man sie allerdings nicht. Genau dieser David Bühring macht mit anderen zusammen in Schwerin aktiv und auf der Straße Stimmung gegen Flüchtlinge. Da könnte ein Verbot doch mal ansetzen.

 

(via)