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Was US-Präsidenten so in ihre Notizbücher kritzelten und was es bedeuten könnte

Wie so ziemlich alle Menschen kritzeln auch US-Präsidenten während einer Besprechung oder eines Telefonats, in ihre Notizbüchlein oder was auch immer sie verwenden, manchmal, ohne dass ihnen das recht bewusst ist. Die Washington Post hat für Presidential Doodles, eine Reihe von präsidentialem Gekritzel sogar Zeichnungen Obamas gefunden.

Presidential Doodles

Wenn man sich die Kunstwerke so anschaut, ist man durchaus geneigt, darin Hinweise auf einen bestimmten Charakter zu entdecken. Ronald Reagan kann ziemlich gut zeichnen, finde ich (natürlich nichts gegen George Bush Jr.), aber im Geiste scheint er ein sehr amerikanischer kleiner Junge geblieben zu sein. Eisenhower hat sich selbst und Phallussymbole gezeichnet. Nixon geometrische Symbole mit unmöglichen Dimensionen. Vielleicht ein eher rational denkender Mensch, weniger emotional. Hoover malt für mich ganz klar UFOs, in verschiedenen Formen. Harding würde ich ungern im Dunklen begegnen. Roosevelt hatte vielleicht familiäre Probleme. Hayes dachte vielleicht daran, eine Familie zu gründen. Lyndon Johnson ist ein Freigeist. Er hätte sich gut in einer psychedelischen Szene gemacht, wäre er nicht Präsident geworden. Ich könnte mir gut Cover für Bücher von Burroughs oder Ginsberg vorstellen. Oder Albumcover für 60er Jahre Psychedelic-Bands (oder heutzutage, Freak Folk und so, oder Adam Green). Er zeichnet, als kennte er sich mit LSD und Co aus.

Mit Abstand am besten zeichnet (natürlich!) Barack Obama. Sein Stil ist zeitlos und modern, fast ein bisschen glatt. Ein Mann, der alles kann. Langweilig. Seine Motivwahl ist leider auch weniger expressiv als die vieler seiner Vorgänger (er mal halt Menschen, Politiker, was für einen Präsidenten eher unauffällig wirkt), daher kann ich außer vorhandenem Talent leider recht wenig daraus erschließen.

Was könnt ihr, als selbstverständlich versierte Deuter von Kritzeleien (jahrelange Erfahrung, eh?), aus den Zeichnungen deuten? Was ist mir entgangen?

„In Event of Moon Disaster“ – Nixons Rede falls die erste Mondlandung gescheitert wäre

Nixons Rede wäre die Mondlandung gescheitert

„Fate has ordained that the men who went to the moon to explore in peace will stay on the moon to rest in peace. These brave men, Neil Armstrong and Edwin Aldrin, know that there is no hope for their recovery.“

Man hatte sich in den USA durchaus auch auf ein Scheitern der ersten Mondlandung vorbereitet und eine Rede für Präsident Nixon geschrieben. Um sie in voller, problemlos lesbarer Größe zu betrachten, einfach dem Link folgen: The speech Nixon would have given if Neil Armstrong and Buzz Aldrin had died on the moon.