Schlagwort-Archive: Satire

Das große Coming-out: Ich bin gar kein Hamster #dieganzewahrheit #leoleaks #dasende

Wofür haben wir denn damals in den #Nymwars gekämpft, wenn uns jetzt jeder kleine dahergelaufene Nazi auf Google+ einfach doxxen könnte? Die wissen gar nicht, wem sie es zu verdanken haben, dass sie hier halbwegs anonym rumhetzen dürfen. Undankbares #Pack!

ti_leo doxx #leoleaks #skandal #hamster

Top Secret Linksfaschismus-Geheimagent sein wurde mir versprochen. Bei übertariflicher Bezahlung durch den Antifa e.V. Ich hab den Vertrag noch da, in meiner linksversifften Bude. Pünktliche Bezahlung. Bonussystem. Halt die ganze Palette. Links hilft sich.

Und dann sowas? Ich bin schon etwas unzufrieden mit dem Service grad. Gelinde ausgedrückt. Ich hab von Beginn an gesagt, das mit dem Netzhamster – das glaubt mir keiner! Doch doch, haben sie gesagt. Gib bloß nix von dir preis. Leg dich mit niemandem an. Sei der Hamster! So ein Humbug. Ich wusste es schon damals besser. Wie so viele im Moment…

Irgendwas hat sich verändert seit #Leoleaks. Ich weiß bloß noch nicht was. #tagsforfun

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Ubermorgen: Satire zwischen Werbung und Kunst oder Garantiertes Scheitern

Wir leben in absurden Zeiten. Manchmal fällt einem auf, dass das mehr als ein Gefühl ist.

Mir zum Beispiel, wenn ich an meine Schulzeit zurück denke, als mir im Geschichtsunterricht überzeugend erklärt wurde, dass man in der BRD aus den Fehlern der Weimarer Republik gelernt hätte und daher die Bundeswehr nicht zu Einsätzen im Inland berechtigt wäre. Militärputsch und so, alles sehr plausibel.

Apropos Bundeswehr. Man bildete sich dort vor gar nicht so langer Zeit noch viel auf den „Staatsbürger in Uniform“ als schlauer Idee ein. Nicht zu Unrecht. Der Gedanke dahinter war, die Armee in der Zivilbevölkerung zu verankern, durch verpflichtenden Grundwehrdienst und Zeitsoldaten. Berufsarmeen neigen dazu, die falschen Menschen anzuziehen und sich von der Bevölkerung zu isolieren. Die Bundeswehr war aus gutem Grund keine Berufsarmee.

Das hat sich geändert…

Egal! Gerade bin ich auf Asylabwehramt.at gestoßen. Eine satirische Kunstaktion von UBERMORGEN. Ubermorgen machen schon lang Internetwerbung Schrägstrich Internetkunst. Zwei sehr interessante, uralte Artikel dazu:

Zur Ästhetik der Lüge

Schock-Marketing aus dem Netz-Underground

ubermorgen naziline coca cola segafredo

Drauf gekommen bin ich wegen naziline.com von Ubermorgen in Koop mit Christoph Schlingensief. Da drauf, damit ihr mal meine etwas verworrenen Onlinewege nachvollziehen könnt, statt immer nur einfach ein (via) vorgesetzt zu kriegen, kam ich von Facebook, wo We’re watching you einen Tweet geteilt hat, der mitteilt, dass Melanie Dittmer (die mir zuvor nichts sagte, aber wohl eine bekannte Neonazistin ist) auf ihrer Internetseite jetzt den Roman und total erfolgreichen Film „Er ist wieder da“ zitiert, in dem es um die Rückkehr Adolf Hitlers in der Jetztzeit geht. Oder so. Total lustig. Will ich nicht lesen. 

Da ich Dittmer nicht kannte, hab ich gegooglet und „Ich kann das…“Melanie Dittmer: eine extrem rechte Aktivistin unter der Lupe gefunden und gelesen. Dort wird naziline.com erwähnt, weil Dittmer dran teilnahm. naziline.com war der Versuch, Neonazis zu resozialisieren. Satire, aber aktueller denn je.

Jedenfalls macht UBERMORGEN auch sonst noch Sachen. Hier eine Liste. Ist mir fast etwas unangenehm, die jetzt erst entdeckt zu haben. Netzkunst, definitiv. UBERMORGEN sind offensichtlich mustergültige Diskordier, die Zwietracht und Verwirrung stiften. In absurden Zeiten gar nicht verkehrt.

Wir erfinden nur Sachen, von denen wir gerne hätten, dass sie real wären“, distanzierte sich LIZVLX von derartigen Falschmeldungen.

ti_leos Links der Woche (KW 19)

Endlich wieder Links der Woche. Es gab viel zu tun und wenig Zeit zum Lesen und Bloggen. Aber jetzt! Los geht’s mit Menschen, die sich für tot halten.

ti_leos Links der Woche KW 19

Menschen, die unter dem seltenen Cotard-Syndrom leiden, glauben von sich, sie wären eigentlich tot. Daher hat man dem Syndrom auch den Namen Walking Corpse Syndrome gegebenSeit Entdeckung der Krankheit 1880 wurden knapp 100 Fälle von Cotard-Syndrom dokumentiert. Für Living with the Dead ist Erika Hayasaki nach Mexiko gereist und hat mit Patienten, Angehörigen und Ärzten gesprochen. Spannendes Thema, das auch mal wieder zeigt, wie fragil das Gleichgewicht eigentlich ist, das Menschen mehr oder weniger „normal“ funktionieren lässt und wie schwerwiegend Veränderungen in diesem System sich auswirken können.

Apropos menschliche Psyche: Sagt euch ASMR was? ASMR steht für autonomous sensory meridian response, ein wissenschaftlich nicht bewiesenes Phänomen, das sich wie ein angenehmes Kribbeln im Hirn anfühlen soll. Man kommt zur Ruhe. Um diesen Zustand zu erzeugen werden Videos produziert, die Millionen mal geklickt werden. Eine der bekanntesten ASMRtists ist Ally Maque und deren neueste Videos überschreiten die Grenze in Science Fiction-Territorium. Sehenswert! Lest unbedingt auch den Artikel The brain-tingling world of ASMR collides with science fiction für die Hintergrundinfos.

Warum Katniss Everdeen, die Protagonistin von Suzan Collins Hunger Games Trilogie, eine der Ikonen moderner Popkultur ist wichtiges Vorbild für viele jugendliche Frauen, so ein guter und wichtiger Charakter ist und mit welchen „Tricks“ Collins diese faszinierende Heldin geschaffen hat, könnt ihr in dem Artikel The Antianorexic Heroine erfahren. Katniss’s destiny is to be enormous.“

Interessante Gedanken zu (unbezahlter) Arbeit, Verantwortung, Mega-Maschinen & Mega-Algorithmen, Kollaboration im Digitalen und der Kommerzialisierung jedes Lebensbereiches macht sich Jathan Sadowski in dem Essay From Mega-Machines to Mega-Algorithms. Mir persönlich zu technologiekritisch und was Kapitalismus mit dem Ganzen zu tun haben könnte, wird ausgeblendet. Trotzdem lesenswert.

Um den wichtigen Kampf bisexueller Menschen gegen Vorurteile und Diskriminierung und um Anerkennung ihrer sexuellen Identität geht es in The Scientific Quest to Prove Bisexuality Exists.

Im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung hat Stefan vom Cyborgs e.V. im Podcast mit Rena Tangens von Digitalcourage, Mike Karst von Amnesty International und Jöran Muuß-Merholz über Menschenrechte im digitalen Zeitalter diskutiert.

In the basement with transhumanism’s DIY cyberpunks muss ich euch natürlich empfehlen. Ein toller Text über Transhumanismus und speziell über DIY Biohacker und Grinder, in dem es auch um Grindhouse Wetware und Tim Cannon geht. Tim war ja noch in der Gründungsphase des Cyborgs e.V. bei uns zu Besuch, was der Artikel auch erwähnt. Warum Tim allerdings von der c-base als „Schloss“ spricht – keine Ahnung.

Geschlecht wird konstruiert und Unisex ist tot. Wie kommt das? Styles for Him—and Her geht der Frage nach, warum die heutige Mode viel geschlechtsspezifischer gestaltet ist als noch in den 1950ern mit ihren rigiden Rollenbildern.

Das sehr persönliche Essay über weiblichen Schmerz, Verwundungen und Leiden von Leslie Jamison spricht sicher nicht jeden Leser an, aber wenn es einen anspricht, ist Grand Unified Theory of Female Pain ein sehr wertvoller Text, längst nicht nur für Frauen.

Reddits The Button kennt ihr? Falls nicht, ich hab da schon drüber geschrieben. Gestartet am 01. April läuft der Countdown immer noch und alles ist mittlerweile ziemlich komplex. Ein total spannendes soziales Experiment. Well done, Reddit, auch wenn der Sinn der Aktion nachwievor rätselhaft ist.

Surprise! Bitcoins haben ein Frauenproblem. Man schätzt, dass 96% der Bitcoin-Community männlich sind. Vom Erfolg der Währung würden also wie so oft fast ausschließlich Männer profitieren. Die dann Frauen im NSFW subreddit r/GirlsGoneBitcoin mit Bitcoins fürs Posieren bezahlen. Neue Währung, gleiche Verteilung.

What’s life like for a man who tastes words? gibt euch eine Vorstellung davon, wie lebt es sich mit Synästhesien lebt. Wie es ist, wenn Konsonanten einen Geschmack haben und Namen nach Joghurt und das Wort Joghurt nach Haarspray schmecken.

Ich finde es immer noch schwer, zu glauben, dass ein Online-Marktplatz für Drogen wie Silk Road überhaupt jemals funktionieren konnte, aber es gab ihn bekanntermaßen, sogar recht lange. Bei Wired gibt es einen tollen Long-Read über die unglaubliche und unerzählte Geschichte hinter Silk Road. Am 14. Mai erscheint ein zweiter Teil, die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

Die Grenze zwischen Virtualität und Realität verschwimmt zusehends. Unser Gehirn hält beides für real, wenn die Parameter stimmen. This Is Your Avatar Speaking stellt spannende Fragen zum Selbstbild in Zeiten von Avataren.

Trau keinem Otter. Dass Otter fiese Gesellen sind, war mir bekannt, aber in welch epischem Ausmaß sie grauenvolle Dinge tun, war mir bisher nicht bewusst. Ich werde Otter leider nie mehr so sehen können wie bisher. The case against otters: necrophiliac, serial-killing fur monsters of the sea.

Die Story, die GamerGate letzte Woche am meisten geärgert hat, war Game of Fear. Aus gutem Grund: Zeigt sie doch deutlich, dass #GamerGate von Beginn an ein Mob war, der in erster Linie Frauen belästigt und bedroht hat.

Aufstieg und Fall des Steven Seagal in Russland beleuchtet Putin’s Action Hero: How Steven Seagal Became the Kremlin’s Unlikeliest Envoy. Wie konnte es dazu kommen, dass ausgerechnet der nahezu völlig aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwundene Actionfilm-Schauspieler Steven Seagal zum zeitweilig wahrscheinlich mächtigsten Nicht-Russen im Land aufsteigen konnte? Ziemlich wilde Geschichte.

Sexbots sind auch so ein faszinierendes Thema. Is This the Dawn of the Sexbots? (NSFW) gewährt einen Blick hinter die Kulissen des „Rolls Royce unter den Sex Doll-Fabrikanten“ und beschäftigt sich mit den Gründen, die zur Entstehung von Sexbots führten, was das über uns und unsere Sexualität aussagt, warum das Thema viele Menschen so fasziniert (Stichwort Blade Runner, Real Humans, Her, Ex Machina) und was es für die Zukunft bedeuten könnte.

The Onion hat als Satire auf Zeitungen mit denselben Prolemen wie diese zu kämpfen. Printsterben, Monetarisierung ihres Contents online, etc. Letztlich zwingt das The Onion sich genauso wie die persiflierten Zeitungen zu handeln. Oh the irony! The Onion is not a Joke.

Sorry, Etsy. That Handmade Scarf Won’t Save the World.

Zum Schluss noch ein Long Read, den ich euch sehr ans Herz lege, jetzt wo ihr bis hierhin gekommen seid: GHOSTS OF IGUALA Mexico: How 43 students disappeared in the night. Großartiger Journalismus. Es geht um Verschwörungen, Normalistas, falsche Anschuldigungen und absichtliche Lügen, Social Justice, Bandenkriege, Ermordungen, Erpressungen und Entführungen, Drogen, korrupte Politiker und das organisierte Verbrechen, zivilen Ungehorsam und Protest. Selbst die Armee mischt mit.

Zwei unglaubliche Zahlen aus dem Artikel: Aktuell gelten laut offiziellen Angaben über 22.000 Bürger Mexikos als vermisst und es wird angenommen, dass seit 2006 70.000 Menschen beim Durchqueren des Landes spurlos verschwunden sind.

Das ist jetzt echt lang geworden, aber ihr könnt euch die Links ja einteilen. Wer weiß, wann ich das nächste Mal zum Bloggen komme. ;)

Die 5 Startup Trends 2015: Mood-based Marketing, Resolute Wondering, Spannende News, Intelligent Tool Finding & Customer Sharing

[Edit 27.04.2015,00:09 Uhr: Da es offenbar nicht anders funktioniert, lasse ich Kommentare zum Artikel vorerst nur noch händisch freischalten. Die bisherigen Kommentare habe ich rigoros gelöscht. Ich wünschte mir auch, das wäre nicht nötig, aber da war nicht eine vernünftige Diskussion dabei.]

Die folgenden 5 Startups sind meiner Meinung nach die heißesten Startups 2015. Sie schaffen Trends oder disrupten bestehende Märkte.

Startup Trends 2015

moody

moody ist grad in aller Munde, dank einer Kapitalspritze in bisher unbekannter Höhe durch A-Grade Investments aka dem Inkubator von Ashton Kutcher (der bereits Secret, eine Plattform zum Teilen von Geheimnissen, mitfinanziert).

moodys ambitionierter Anspruch: Launen zu Geld machen. Ähnlich wie beim gescheiterten Amen (ein weiteres Kutcher-Investment) hofft man, langfristig Geld durch das Sammeln und Verkaufen von Daten zu verdienen sowie durch „mood-based Marketing“. Dafür hat man sich Anfang April PR-wirksam Isabella Loy (Ex-Palantir) ins Boot geholt, die die Entwicklung sogenannter Mood-Datenbanken fortan als CTO überwachen soll.

Für den deutschen Markt sehe ich Schwierigkeiten, aber das Konzept macht Sinn und besetzt eine eigene Nische. Derzeit befindet sich moody noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase (User können ihre moods in einem Stream miteinander teilen und kommentieren, ihre mood-Statistiken miteinander vergleichen und einander kleine Geschenke senden, um die Laune anderer Nutzer zu verbessern. Die meisten Kernfeatures sind derzeit jedoch noch nicht implementiert), daher ist schwer vorherzusehen, wie es sich entwickeln wird. Aber mood-based Marketing is a thing.

Wonderable 

Jeder von uns kennt das: Wir fragen uns etwas und früher oder später finden wir die Antwort. Aber macht uns das wirklich zufrieden? Oft war die Frage letztlich viel interessanter als die Antwort.

Wonderable will „wondering“, wie es im Englischen heißt, auf das nächste Level heben. Momentan arbeitet das Team laut Wonderable-Präsidentin Erika Cunningham an der Betaversion der iPhone-App (eine Android-Version ist bisher nicht geplant). Schon die closed Alpha, an der ich freundlicherweise als Tester teilnehmen durfte, fand ich ziemlich überzeugend.

So bietet Wonderable dem User statt vorgegebener fester Antworten zu jeder Frage eine Anzahl verwandter Fragen, die bereits in dieser frühen Phase oft von deutlich besserer Qualität sind als die Ausgangsfrage. Langfristig soll „Wonderable“ auch Antworten liefern, aber „das hat derzeit keine Priorität. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche“ (Cunningham). Der nächste Schritt wird die Anpassung der Wonderable-App für die apple Watch sein. Ein smarter Move. „Resolutely wondering“ hat auf jeden Fall Zukunft.

news

news will den Nachrichtenmarkt revolutionieren. „Die heutigen Nachrichten sind langweilig!“, meint CBO Christon Mayne und fügt hinzu: „Unsere App wird Nachrichten wieder spannend machen! So einfach ist das.“

Wie schon dream (auf dessen Technikgerüst news entwickelt wurde) kommt news äußerst minimalistisch daher. Entwickler Michael Munoz (Ex-dream) spricht diesbezüglich aber von „weltbewegenden Änderungen“ und „unvorstellbaren Verbesserungen“. Derzeit ist news im „closed beta“-Modus.

Der Nachrichtenmarkt ist traditionell heiß umkämpft, aber das Team um news hat bereits bewiesen, dass es erfolgreiche Startups hochziehen kann. Wer hätte vor einem Jahr an den Erfolg von dream gelaubt? Heute wird dream von fast 7 Milliarden Menschen weltweit genutzt. Ein Riesenerfolg. news ist definitiv ein Startup, das man im Auge behalten sollte.

Dank des Erfolgs von dream sollte außerdem derzeit auch genug Kapital zur Verfügung stehen, um den Nachrichtenmarkt möglichst radikal und mit vollem Einsatz umzukrempeln. Es wird spannend.

Toolstr

Ein Tool für alles? Geht nicht. Toolstr geht daher einen völlig anderen Weg: Mit einem Findr genannten Tool (derzeit ausschließlich als Entwickler-Kit für 399 $ erhältlich) soll innerhalb kürzester Zeit das beste Tool für jeweils anstehende Aufgaben geliefert werden. Toolstr soll dabei extrem flexibel sein. Founder Leroy Warren: „Wir können alles liefern, in bester Qualität, analog oder digital, scheißegal. Das Geheimnis liegt in unserem ausgeklügelten Suchalgorithmus.“

Große Worte, aber Leroy hat bereits mit DepressionThink (dem „Facebook für Depressionen“ – Mark Zuckerberg, der mit ihm zusammen studierte) bewiesen, dass er out-of-the-box denken und überraschende Lösungen für unmögliche Probleme finden kann.

Wichtig für Toolstr ist jetzt, die richtigen strategischen Partnerschaften aufzubauen. Auf gewisse Ähnlichkeiten zum Amazon Dash Button angesprochen, lacht Leroy nur: „Der Vergleich mit dem Amazon Dash wird oft gezogen, aber das ist ein ganz anderes Produkt, ein anderer Markt. Unsere Produkte ergänzen sich einfach gut. Vielleicht liefern wir bald die Tools und Amazon das Material. Alle können profitieren.“

Die Zukunft für Toolstr sieht rosig aus. Die Technologie existiert bereits und sie weckt Begehrlichkeiten. Es würde mich nicht wundern, wenn im Hintergrund bereits Gespräche mit den ganz Großen im Online-Biz laufen, mit dem Ziel, das noch junge Startup so schnell wie möglich zu kaufen, bevor es ein anderer tut.

ClientDevote

Wie finden Unternehmen die richtigen Kunden? Noch immer eher zufällig oder unterstützt durch gezieltes Marketing. Hier setzt ClientDevote an und es will mit seinen Algorithmen nicht weniger, als den Kundenbindungsmarkt revolutionieren, indem es für jedes Unternehmen die richtigen Kunden findet.

Thematisch passende Unternehmen können außerdem ihre Kunden untereinander tauschen, um den für sie perfekten Kunden-Mix zu erreichen, auf Wunsch auch vollautomatisch und in realtime . Customer Sharing nennt Angel Investor Samuel Jefferson dieses neue und bereits patentierte System. Getreu dem Motto „Sharing is Caring“ soll Customer Sharing Unternehmen letztlich deutlich günstiger kommen als das heute noch dominierende, aber in Zeiten von Social Media zunehmend schwieriger zu kalkulierende Marketing.

Der Markt für Kundenfindung steckt derzeit noch in den Kinderschuhen, wird aber nach Ansicht vieler Experten voraussichtlich spätestens 2016 explodieren.

Für welches Startup seht ihr die besten Chancen, welches Startup ist euer Startup Trend für 2015?

P.S.:

Ganz knapp nicht auf die Liste hat es übrigens Zoomstr geschafft, aber ich benutze die App aktuell eigentlich fast täglich. Habe mich schon sehr an diese neue Art des Zoomens gewöhnt.

P.P.S.:

Ein paar Bemerkungen zu euren Kommentaren:

Custom Moods für moody sind aktuell noch nicht implementiert. Man hat das fest vor, aber zunächst müssen die Mood-Datenbanken soweit stehen. Um Geschenke versenden zu können, wird eine Kreditkarte benötigt. PayPal und paysafecard sollen schnellstmöglich folgen.

Wonderable funktioniert derzeit wirklich nur auf iPhones und die Alpha ist ausschließlich englischsprachig. Lokalisierungen sind geplant, haben derzeit aber keine hohe Priorität.

Da sich hier außerdem Kommentare häufen (trotz closed Beta und ziemlich oft anonym, aber ich will nichts andeuten), news sei eigentlich gar nicht so spannend und neu, bat mich Michael Munoz via Twitter darum, nochmal Folgendes klarzustellen:

news befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Der Algorithmus ist nicht final und wird noch deutlich verbessert werden. Außerdem ist der richtige Mix zwischen privaten Neuigkeiten (new news) und Nachrichten-News (news news) derzeit noch nicht gefunden. Man sei dafür dringend auf User-Feedback angewiesen.

Also bitte zukünftig keine Kommentare mehr hier über die miese Auswahl der Nachrichten. Das Problem ist bekannt. Wendet euch im Zweifel direkt an die Entwickler.

Toolstr bat um Klarstellung, dass der Versand des Findr derzeit nur innerhalb der USA möglich ist. Ob und wann man das Tool auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist derzeit nicht bekannt.

ClientDevote weist darauf hin, dass sein Service nur für Unternehmen gedacht ist und nicht für Privatpersonen. Die Arbeiten an einer App für Privatkunden sollen aber bald nachdem ClientDevote „richtig rund läuft“ (O-Ton Jefferson) beginnen.

P.P.P.S.: Jetzt ihr: Der Startup Generator von Tiffany Zhang and Mike Bradley

„The larger lesson here is that presidents don’t fear comedians.“ – Was wenn Satire den Mächtigen dient?

„We live in a country where writing a farce about killing a U.S. president, or even snickering about it online, could have the NSA hacking your computers, land the Secret Service on your doorstep, and put you in federal prison.“

Wir mögen unser extra 3 oder unsere Heute Show. Sendungen konzipiert nach amerikanischem Vorbild, die das politische Tagesgeschehen auf unterhaltsame satirische, mindestens ironische Art kommentieren. Sind wir ehrlich: Immer wieder wirkt diese Art der Berichterstattung auf uns überzeugender als die eigentliche Berichterstattung. Wir sind so ironisch, wir sind so meta. Kann man das übertreiben? Wahrscheinlich schon.

Dieser Text ist voller Money Quotes:

„In 2014, comedy was stolen from the professional jokesters by their traditional targets and became, unexpectedly, the new language of power, policy, and politics.“

„In June, just a few months before the Senate Select Committee on Intelligence released its report on CIA-coordinated torture, CIA administrators joined Twitter’s online community with a stream of ironic, self-referential jokes.“

„Kim Jong-un may have embarrassed Sony execs and punked The Interview’s release—but who’s to say he didn’t get the joke?“

„It’s a common complaint that the abundance of porn online has sexualized our culture, or that mean-spirited Internet trolls have coarsened our national conversation. A similar argument can be made about online comedy, which has humorized our lives.“

„Comedians have so fully mastered the language of reporting that when serious people get taken in by absurdistOnion stories, no one is surprised.“

„When a recent blizzard in New York fizzled out earlier than forecast, leaving little snow but many transit closures, Mayor De Blasio charmed the city by reading aloud from the Onion’s dystopian parody of his snowmongering.“

„And then, of course, there’s the CIA. When the agency opened its official Twitter account, it did so with a wry quip about its own institutional inability to tell the truth: “We can neither confirm nor deny that this is our first tweet.“

„We assume satire is for the truth teller, not the truth obscurer.“

Lest einfach „Satirized for Your Consumption„. Ich müsste den quasi ganz zitieren, so gut ist er.

„Fans of political satire tend to think that if only someone dares speak out, something will change, the powerful will flip out, and, faced with a hilarious and unanswerable exposure of their misdeeds, the pols will reverse policy.“

Glückwunsch an Dr_KSchroeder für viele neue Follower, dank Spiegel Online

Ach ja, der Shitstorm („Zwitschersturm“ sagt der Profi) gegen Kristina Schröder ist SpOn auch `nen Artikel wert. Offensichtlich wollte man zeigen, wie toll die ach-so-Internet-erfahrene Ministerin (kann Twitter bedienen) mit Kritik umgehen kann und wie kindisch die Bräuche dieser Internet- Kiddies sind. Dummerweise ist man dabei auf einen äußerst perfide getarnten Satire- Account reingefallen. Spiegel Online wusste nämlich zu berichten (unter „Die Aufklärung“, wuhu!), dass Frau Schröder seit Neuestem unter dem Nick @Dr_KSchroeder (Selbstvorstellung: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und so Gedöns) weiter twittert. Da hat aber jemand sorgfältigst recherchiert. Hat hier jemand Qualitätsjournalismus gesagt?

Wurde immerhin schnell geändert, aber dank @Politik2_0 und @veloc1ty in alle Ewigkeit konserviert. Danke dafür. Hier also der Beweis, dass ich mir das nicht nur ausgedacht habe, weil es so lustig ist: