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Warum klingen TED-Talks eigentlich immer gleich? Sarah Silverman und die Nummer 3000

Mögt ihr TED-Talks? Ich fand das Konzept anfangs ziemlich cool. Ideas worth spreading. Technology, Entertainment and Design. Bei einem TED-Talk halten meistens halbwegs bekannte Menschen kurze, nicht sonderlich anspruchsvolle Vorträge darüber, wie alle Probleme bald durch smarte und sympathische Unternehmer und ein Produkt ihrer interessanten Gedanken gelöst werden können.

Ich überspitze etwas, mehr in die Tiefe geht The Sound of TED: A Case for Distaste. Sehr viel mehr in die Tiefe. Letztlich wird ein Plädoyer für den Ekel gehalten. Jedenfalls analyisert der Artikel ziemlich gut, warum TED-Talks eigentlich immer gleich klingen.

Aber falls euch grad nicht nach lesen ist, schaut zumindest das folgende Video von Sarah Silvermans TED-Talk, in dem sie genau diesen einheitlichen Stil so gekonnt auf die Spitze treibt, dass man sich als Zuschauer unwohl fühlt. Letztlich ein Anti-TED-TED-Talk, wie er nicht besser sein könnte. Außerdem ein Talk, den es nicht offiziell gibt. TED hält den Vortrag wohl für unpassend.

Our Cyborg Future – Vortrag von Tim Cannon in der c-base

Der Vortrag von Tim Cannon (Grindhouse Wetware) am Montag in der c-base ist online. Ein eher oberflächlicher Überblick über aktuelle Projekte und ein Ausblick in die Zukunft des Cyborgism. Da es zum Thema nicht gerade viel Material gibt auf jeden Fall sehenswert.

Tim hat sich gestern in Essen das Circadia einsetzen lassen, das ein paar seiner Körperfunktionen überwacht und per Bluetooth überträgt und außerdem mithilfe von ein paar LEDs sein Tattoo zum Leuchten bringt. Ich hoffe, es ist alles gut gegangen. Immerhin ist das Ding ziemlich groß und wurde ihm ohne Betäubung in den Arm implantiert.

Nach dem Talk gab’s eine Frage- und Antwortrunde, wobei die Fragen (erwartungsgemäß?) eher kritisch ausfielen. Noch viel Arbeit für den Cyborgs e.V.i.Gr. Sehr erfreulich allerdings, dass sich soviele Menschen für den Talk interessiert haben. Sonst sitzen wir da ja eher in kleinerem Kreis und beschäftigen uns mit eher trockenem Kram wie einer Vereinsgründung.

Nach dem Talk stand noch ein Workshop auf dem Programm, leider mit begrenzter Teilnehmerzahl. Ich konnte netterweise ein Plätzchen ergattern.

Hier testet Tim eine selbstgemachte 3D-Brille und ist ziemlich beeindruckt.
Tim Cannon @c-base Berlin Cyborgism
Hier aktiviert der RFID-Chip in Tims Hand eine Melodie (und ihr seht das Tattoo, das dank Circadia mittlerweile leuchten sollte). Das waren zugegebenermaßen die beeindruckendsten Ergebnisse des Workshops, zumindest für mich, der ich technisch nicht allzu viel drauf habe. Aber lustig war es und es wurden interessante Gespräche geführt.

Ein Artikel über Grindhouse Wetware aus Pittsburgh.
biohack.me ist ein Forum, in dem sich Cyborgs und Biohacker und wie sie so heißen, austauschen.
cyborgs.cc ist die offizielle Homepage des Cyborgs.e.V. (in Gründung), in dem sich ein paar interessierte Berliner jeden zweiten Montag zusammen finden, um das Thema zu diskutieren und eine Anlaufstelle für Cyborgs(sympathisanten) zu gründen.
Ein aktueller Artikel zum Vortrag von Tim und dem Circadia: Biohacker: Hier kommen die Science-Fiction-Menschen.

Und zum Abschluss noch der erste Teil eines ebenfalls sehr spannenden Videos zum Thema Cyborgs. Lepht Anonym spricht über „Cybernetics for the masses“. Lepht betreibt quasi Lowest-Budget-Biohacking.