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Schwarmintelligenz in a nutshell: Alpro Haselnussmilch Original auf Codecheck.info

Heute ging eine lustige Liste mit Zutaten harmlos veganer Haselnussmilch rum. Sind da wirklich Meerschweinchen drin? Oder Eichhörnchen? Oder viel Schlimmeres:

Alpro Haselnussmilch Original Codecheck.info Trolling

Ziemlich offensichtlich, dass Codecheck.info („Besser informiert sein“), auf deren Seite das statt findet, eine Editierfunktion besitzt, die ähnlich funktioniert wie Wikipedia: Zumindest zeitweilig ist jeder noch so bescheuerte Edit direkt sichtbar. Noch eine Gemeinsamkeit: Man kann die Versionsgeschichte nachgucken. Ich sag mal: Schwarmintelligenz in a nutshell und die tobt sich grad ordentlich aus.

Aktueller Stand (und ich bin mir nicht sicher, wie lang der Spaß noch gehen wird, irgendwann muss Codecheck.info mal was mitbekommen oder Alpro und dann brennt es oder beide Seiten haben viel Humor und Verständnis. ^^):

Alpro Haselnussmilch Original Codecheck.info Trolling

Update: 22.07.2015, 10:21 Uhr: Wie vorhergesagt: Der Artikel ist weg. ^^

Warum ich diesen Blogartikel eigentlich nicht schreiben wollte – Ein Plädoyer gegen die Trollierung von Masku-Sprech

Ich glaub, mit diesem Tweet fing es an. Weil die Maskulisten fleißig #Aufschrei trollen, sollen nun deren Begrifflichkeiten getrollt werden.

Warum ich das für keine gute Idee halte:

#Aufschrei ist trollbar, weil es Assoziationsraum bietet. #Aufschrei ist ein inkludierendes Hashtag. Es wurde, wenn man so will, gebrandet und die Maskus versuchen, es umzudeuten. Was nicht funktioniert, aber möglich wäre es.

Begriffe wie #femhatespeech oder #feminazi sind aber nicht nur geschmacklos, sondern auch klare Kampfbegriffe, Beleidigungen. Maskus glauben, diese Hashtags sind untrollbar und ich denke, sie haben in gewisser Weise recht: Es sind bereits Trollbegrifflichkeiten, Geschmacklosigkeiten, die Feminismus mit Nazigreueln gleichsetzen und Opfer von Diskriminierung zu Tätern stilisieren. Diese Begrifflichkeiten umzudeuten ist weder möglich noch erstrebenswert. Sie zu verbreiten halte ich für klar falsch.

Noch aus einem weiteren Grund: der Relevanz. Wo #Aufschrei wahnsinnig viele Menschen erreicht und viel Aufmerksamkeit erregt hat, interessiert sich für #femhatespeech und Co keine Sau. Verständlicherweise, wenn man sich die Tweets zum Thema anschaut. Klar mag es ärgerlich sein, dass Maskus an jeden ihrer Misttweets #Aufschrei dran hängen. Sie zeigen damit aber letztlich nur, wie relevant #Aufschrei ist. #femhatespeech und Co sind irrelevant und werden es auch bleiben, wenn wir sie so bleiben lassen, wie sie sind: Ein Ventil für misogyne Scheiße, die ein paar Typen auf Twitter ablassen.

tl:dr: Misogyne Hashtags ignorieren. Maskulisten keine Reichweite verschaffen.