Das wär mal eine klasse Mercedes Benz-Werbung!

Habt ihr schon mal die Geschichte von dem Augenarzt gehört, der im 1. Weltkrieg den jungen Adolf Hitler wieder sehend gemacht hat? Ernst Weiß schrieb die Geschichte. Sie heißt „Der Augenzeuge„. Der Ich-Erzähler gibt sich aufgrund seiner (guten?) Tat Mitschuld an dem, was danach geschah. Was das mit Mercedes und deren Collision-Prevent-Assist-System zu tun hat? Seht selbst:

Update: Der von mir sehr geschätzte Anatol Stefanowitsch findet den Spot übrigens nicht witzig. Warum beschreibt er in seinem Blog. Ich widerspreche ihm nicht, bin aber auch nicht seiner Meinung. Natürlich kann man es unpassend finden, dass ausgerechnet ein Mercedes-Spot daraus gemacht wurde. Selbstverständlich ist es nicht ok, Kinder zu töten, selbst wenn sie später mal Adolf Hitler werden. Oder?

Grad Letzteres wird in der Science Fiction in Verbindung mit Zeitreisen als ethische Fragestellung wohl noch länger kontrovers diskutiert werden und nie abschließend. Hätte alles verhindert werden können, wenn jemand Hitler vorher gekillt hätte? Vielleicht. Wir wissen es nicht. Für den Spot wurde hier eine Entscheidung getroffen, die sicherlich zu kurz gedacht ist. Andererseits: Werbung! Vielleicht seh ich das zu zynisch, aber so funktioniert Werbung.

Taugt das komplexe und schwierige Thema also für einen Werbespot? Natürlich nicht. Der Spot würde nie produziert werden, Mercedes hat sich davon distanziert. Aber taugt das Video als „filmische Fingerübung“? Klar! Allerdings fordert die Fingerübung auch Kritik wie die von Anatol heraus.

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