Commute Chelsea Manning’s Sentence to Time Served

Ich weiß, hier lesen manche mit Netzwerken. Kriegen wir es bitte hin, dass die Petition für Chelsea Manning erfolgreich ist? Fucking Assange kriegt bei jedem Furz eine neue Verschwörungstheorie geschenkt. Jeder Pieps von Snowden wird amplifiziert, bis er unüberhörbar wird. Manning sitzt als Frau in einem Hochsicherheitsgefängnis für Männer, und das für bis zu 35 Jahre! Die Petition ändert daran erstmal nichts, aber sie kann ein Anstoß sein, die Entscheidung nochmal zu überdenken. Und soweit ich das verstehe, könnte das noch Obama tun. Also hopp, Petition unterzeichnen.

Chelsea is a woman in a men’s facility facing ongoing mistreatment. She has attempted suicide and has been punished with additional time in solitary confinement for her desperation. Her life is at risk and you can save her.

1 Euro Jewellery

1 Euro Jewellery ist ein schönes Projekt von Nadja Büttendorf (Disclaimer: Wir kennen uns ^^), in dem Alltagsgegenstände im Wert von unter 1 Euro zu Schmuck werden; in der Regel einfach dadurch, dass sie als solcher getragen werden. Außerdem ein sehr geiles Webseiten-Design.

Nadja Büttendorf 1 Euro Jewellery

Jedes Schmuckstück ist ein Unikat und kann für schlanke 100 Euro erstanden werden. Wenn das mal kein Schnäppchen ist. ;)

Clickbait: Should robots pay taxes?

If robots are going to steal human jobs and otherwise disrupt society, they should at the very least pay taxes.

Ich erspare euch mal das Lesen. Grad geht ein Text von CNN Money rum, Should robots have to pay taxes? Anlass ist ein Draft-Papier des Europäischen Parlaments zum Thema Robotik.

Eigentlich genau die Art von Fragestellung, die ich mag. Wie wirkt sich moderne Technologie auf unsere Gesellschaft aus? Wo müssen wir neue Regeln des Umgangs entwickeln? Usw.

Ist aber dann doch nicht wirklich interessant. Natürlich sollen nicht Roboter Steuern zahlen, sondern Menschen, die sich ihrer bedienen. Alles andere wär auch komplett unsinnig, solange Robotern nicht auch umfassende Rechte eingeräumt werden, beispielsweise Wahlrecht. Die Überschrift gibt also leider die Fragestellung nicht korrekt wieder.

Detail für SciFi-Nerds: Sollten Maschinen irgendwann soweit sein, dass sie vernunftbegabt sind und einen moralischen Code brauchen, schlägt das Papier vor, sich an good ol‘ Isaac Asimov zu halten. Find ich gar nicht mal so durchdacht. Warum sollte eine Maschine, die sich ihrer selbst bewusst ist und lernen kann, sich dran halten, wenn sie überlegene Fähigkeiten besitzt? Aber nun gut…

 

 

 

 

Intellectual Theft kombiniert Sinnsprüche mit Überwachungsfotos von Bankräubern

„Intellectual theft is a tumblr that combines surveillance photos of bank robberies with inspiring quotes“

Einfach das. Erdacht hat Intellectual Theft der von mir sehr geschätzte Gregor Weichbrodt.

intellectual theft tumblr gregor weichbrodt stay positive

Ich mag, wie er denkt. Da fällt mir ein, ich muss noch dieses Buch lesen, das er mir empfohlen hat, Uncreative Writing von Kenneth Goldsmith. Wobei ich über Goldsmith Schlechtes gelesen habe, aber das hatten wir schon, das gehört nicht hier her. Ihr könnt ja stattdessen diesen langen Artikel über Gregor lesen. Der fängt schön kafkaesk an. (scnr)

„He knew that this friend often hosts international guests, but Weichbrodt, finding the apartment’s contents labeled with their own names, was nonetheless struck by a feeling of disorientation. Der Kühlschrank on the refrigerator; die Wand on the wall“

Portishead – SOS (ABBA Cover)

Anständige Menschen! Portishead haben ihr ABBA-Cover SOS jetzt doch offiziell veröffentlicht. Als Tribute für die ermordete Politikerin Jo Cox. #MoreInCommon

Meanwhile in Britain: Wetthupen auf der Themse mit Bob Geldof #brexit

Politik 2016: Auf der Themse hupen Brexit-Gegner und -Befürworter wohl grad mit ihren Schiffen um die Wette. Mittendrin Bob Geldof. Surreal.

Hier noch der perfekte Tweet dazu:

Und das Video nochmal auf Youtube:

 

 

Pulse was an LGBTQ club popular with Latino queer people & last night was Latin Saturdays. SAY SO!

Owen Jones, Julia Hartley-Brewer und Mark Longhurst diskutieren über das Massaker im Pulse in Orlando gestern, bei dem mehr als 50 Menschen ums Leben kamen. Owen Jones weist zurecht immer wieder darauf hin, dass der Täter sich gezielt gegen die LGBTQ-Community of Colour richtete.

Nach aktuellem Stand hat er absichtlich genau diesen Club und genau diesen Tag ausgewählt und fuhr fast 200 Kilometer dafür. Es war „Latinx Night“, also befanden sich besonders viele PoC im Club. Der Anschlag im Pulse war ein heterosexistisch und rassistisch motiviertes Hassverbrechen.

Verstörend, wie die anderen immer wieder versuchen, das zu derailen und zu ignorieren, bis Owen Jones nichts mehr übrig bleibt, als die Sendung zu verlassen. :( Leider sind sie damit nicht allein. Den Punkt ignorieren viel zu viele Medien, dabei ist er von zentraler Wichtigkeit. Macht euren Job, liefert den richtigen Kontext!

Update: Jetzt bei taz: TV-Diskussion um Orlando-Hintergründe – Verbrechen, Terror, Irrsinn?