Five Ghosts – The Haunting of Fabian Gray Review

Five Ghosts The Haunting of Fabian Gray

Five Ghosts – The Haunting of Fabian Gray umfasst die ersten fünf Hefte des Action-Adventures von Autor Frank J. Barbiere und Zeichner Chris Mooneyham.

Die zugrunde liegende Geschichte in aller Kürze: Der Schatzsucher (oder Dieb, wie andere sagen) Fabian Gray hat durch einen mysteriösen Unfall nicht nur seine Schwester verloren, sondern Zugang zu den Fähigkeiten von fünf verschiedenen Geistern aus der Literatur gewonnen. Da wären unter anderem Robin Hood (praktisch, wenn man mal präzise auf irgendwas schießen will) oder Sherlock Holmes (entdeckt jedes noch so gut getarnte Versteck).

Heft 1 ist rückblickend betrachtet, eine reine Einleitung. Erst im letzten Drittel bekommt man eine Ahnung, worum es in den nächsten Heften gehen könnte. Immer wieder kommt es zu Actionsequenzen, die aufgrund von Fabians besonderen Fähigkeiten allerdings nur selten richtig spannend sind. Macht trotzdem Spaß, was auch den Zeichnungen von Mooneyham zu verdanken ist, die perfekt zur Pulp-Atmosphäre der Geschichte passen (die Cover geben einen ziemlich guten Eindruck über den Stil der Serie). Nach und nach folgt der Leser Fabian um die halbe Welt und wird dabei Zeuge, wie dieser sich geheimnisvoller Schergen und innerer Dämonen erwehren muss. Ob er letztlich vielleicht sogar seine Schwester irgendwie retten kann?

Five Ghosts ist ziemlich retro in seiner Anlage. Barbiere kennt seine Pappenheimer. Immer mal wieder nutzt er Storytricks aus früheren Zeiten. Deus Ex Machina zum Beispiel (Für die, die Five Ghosts schon gelesen haben: Das Luftschiff im zweiten Heft). Eigentlich zurecht verpönt, aber in Five Ghosts wirkte es auf mich eher selbstironisch. Der übermächtige Protagonist – bekommt im Lauf der Handlung mehr und mehr Probleme mit seinen Kräften. Ohne seine Sidekicks wär er immer mal wieder ziemlich aufgeschmissen. Wie jeder gute Schatzsucher reist natürlich auch Fabian Gray alle paar Seiten in neue, geheimnisvolle Gebiete. Usw.usf.

Verlasst euch drauf – Kenner finden eine Menge Genre-Klischees in Five Ghosts wieder. Ob man es mag oder nicht, liegt letztlich wohl daran, wie ernst man das Heft nimmt. Mit einem Augenzwinkern gelesen, ist Five Ghosts keine Kunst, aber eine charmante Hommage an Zeiten, in denen Comics das noch gar nicht sein wollten.

Aktuell läuft der zweite Story-Arc „Lost Coastlines“ in Heftform. Ich bin an Bord.

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